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Anzug in der Modewelt: vom Herrenanzug bis zum Overall

Geschäftskleidung und mehr

Der Anzug enthält bereits das Wort "anziehen" und kann als solches auch interpretiert werden, nämlich als Summe der Kleidungsstücke, die nötig sind, um sich zu bedecken. Aber so ist der Modebegriff Anzug keinesfalls zu verstehen, denn damit ist eigentlich die feine Geschäftskleidung gemeint, aber es gibt auch andere Formen.

Anzug und seine Formen

Tatsächlich meint man mit dem Anzug aber in den meisten Fällen den klassischen Herrenanzug, der aus einem Sakko und einer Hose gleichen Materials und gleicher Farbe besteht. Es gibt aber auch den Schlafanzug oder den Trainingsanzug sowie solche, die am Arbeitsplatz Verwendung finden. Damit stehen zahlreiche, völlig unterschiedliche Varianten des Anzugs zur Verfügung. Zwar definiert man den Anzug im eigenen Empfinden vorwiegend als die schöne Kleidung für das Büro, aber die anderen Möglichkeiten und Angebote sind nicht weniger wichtig für die Menschen.

Ungeachtet dessen steht das Wort Anzug für die Geschäftskleidung, neudeutsch häufig Businessmode bezeichnet, wobei es den Unterschied zwischen dem normalen Anzug mit Sakko und Hose einerseits gibt und der gesteigerten Form mit dem Dreiteiler, bei dem die genannten Kleidungsstücke noch mit einer zugeknöpften Weste unter dem Sakko ergänzt werden. Die Krawatte kann Teil der Kleidung sein, muss es aber nicht zwangsläufig sein.

All diese Varianten werden auch für die Damen angeboten, sodass der Dreiteiler auch mit Verwendung einer Krawatte nicht mehr nur eine Sache der Männer ist. Die Alternative im klassischen Sinne ist dabei das Kostüm, bei dem Sakko und Rock miteinander kombiniert werden. Für das Sakko samt Hose wurde der Hosenanzug als Begriff eingeführt.

Modebegriffe zum Anzug

Abendanzug
Umschreibung für einen feinen Anzug für Veranstaltungen, wie Empfänge, Bälle oder andere Events. Allerdings gibt es bei großen Bällen mit dem Smoking und dem Frack noch andere Optionen.

Herrenanzug mit KrawatteBildquelle: pixabay.com / matham315

Anzug
Wer den Begriff Anzug hört, denkt automatisch an den Herrenanzug, wobei dieser auch von Frauen getragen werden kann und immer öfter im Berufsleben auch gewählt wird. Der Anzug ist das Zusammenspiel von Hose und Oberteil, kann aber abseits vom feinen Anzug auch ein Trainingsanzug für daheim sein.

Dreiteiler
Besonders schöner Anzug mit Sakko, Hose und einer Weste, die unter dem Sakko getragen wird. Alle drei Teile sind aufeinander abgestimmt und haben die gleiche Farbe, den gleichen Schnitt und mögliche Muster. Auch bei diesem Anzug wird eine Krawatte getragen, wobei diese unter der Weste zu finden ist und nur im Halsbereich gut sichtbar bleibt.

Frack
Der Frack gilt als großer Gesellschaftsanzug und ist bei großen Bällen (zum Beispiel Opernball in Wien) Pflicht. Es handelt sich eigentlich um einen taillenkurzen Herrenrock mit verlängerten Schößen auf der Rückseite, die bis zu den Knien reichen können. Die meisten Leute bezeichnen mit dem Frack aber das gesamte Auftreten mit Frack selbst, sowie mit Hose, Hemd und Masche (oder Fliege).

Herrenanzug
Der Herrenanzug ist der klassische Anzug für feine Kleidung und die Jungen sowie Männer, sowohl im Berufsalltag als auch bei Veranstaltungen. Dazu wird zwar weiterhin oft die Krawatte getragen, aber es gibt auch genug Leute, die darauf verzichten oder andere Accessoires nutzen.

Hosenanzug
Die Alternative zum Herrenanzug für Mädchen und Frauen mit der Kombination aus Sakko und Hose. Auch die Krawatte ist möglich, doch wie bei den Männern gibt es Variante sowohl mit als auch ohne der Wahl einer Krawatte.

Kostüm
Mit dem Begriff wird auch das Faschingskostüm umschrieben, aber in diesem Kontext ist eine feine Damenbekleidung gemeint. Es handelt sich um die Kombination von Sakko und Rock und wird bei Abendveranstaltungen ebenso getragen wie auch im Berufsleben.

Overall
Arbeitsanzug, der aus einem Teil besteht und den ganzen Körper bedeckt. Mechaniker tragen einen solchen Anzug, viele andere Berufsgruppen wählen den Overall ebenfalls als Arbeitskleidung. Er wurde aber in den 1980er-Jahren zu einem modischen Favoriten für die Frauen, was sich bis heute zum Teil gehalten hat. Er bietet in der Arbeitswelt Schutz, ist aber im Vergleich zu Hose und Shirt oder anderer Oberbekleidung sehr sperrig.

Eine Variante ist der schulterfreie Overall, der das Modedetail für Mädchen und Frauen erweitert hat. Der Overall wirkt dadurch sehr sexy und lässt verschiedene Schnitte zu.

HosenanzugBildquelle: pixabay.com / Mariakray

Smoking
Mit dem Smoking hat man den kleinen Gesellschaftsanzug gewählt. Der große Gesellschaftsanzug ist der Frack, etwa für Ballveranstaltungen. Ein Smoking ist ein eleganter Anzug für Abendveranstaltungen mit Hose, Sakko und Hemd, wobei die Masche (oder Fliege) statt der Krawatte getragen wird.

Trainingsanzug
Bequeme Kleidung für die Freizeit oder den Sport, die aus einer Jacke und einer dazu passenden Hose besteht. Der Name leitet sich davon ab, dass Sportlerinnen und Sportler ihre Aufwärmübungen, teilweise auch Laufeinheiten in einem Trainingsanzug absolvieren. Auch im Hobbysport wird dieser Anzug gerne gewählt, wenn es draußen etwas kühler ist. Aber er wird auch daheim getragen. Statt der Jacke könnte man auch einen wärmeren Pullover tragen, aber dann ist der Trainingsanzug nicht mehr vollständig.

Weste
Die Weste kennt man in verschiedener Form, wie etwa die gestrickte für die Freizeitmode. Hier ist aber die Weste für den Dreiteiler gemeint, also jenes feine Kleidungsstück, das unter dem Sakko getragen wird. Vorne wird die Weste zugeknöpft und hat einen weiten Halsausschnitt, sodass das Hemd und die Krawatte gut sichtbar bleiben.

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Was eine Hose ist, weiß man, was die Jeans ist auch. Aber es gibt viele Begriffe, die nicht so klar sind. Bei der Mode oder generell der Bekleidung betrachten wir vor allem das Offensichtliche. Das ist auf der Straße die Jacke, die ausgewählte Hose, der Rock oder das Kleid und die Schuhe. Je nach Jahreszeit könnte man auch sofort den Anzug beurteilen und die Accessoires spielen auch eine Rolle - ein Schal im Winter, eine Kappe im Sommer.

In den Innenräumen packt man dann die Jacken und/oder Mäntel weg und es kommen andere Details zum Vorschein. Die Shirts sind ein häufiger Vertreter, Hemd, Bluse und Pullover natürlich auch.

Bleiben noch die Unterwäsche und Nachtwäsche, aber auch die Bademode. Und die Modetrends selbst durch die Modestile und Schnittformen.

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