Als die Mode über das eigene Bestreben, gut auszusehen, zum globalen Ereignis wurde und Medien immer öfter über Modeschauen und neue Trends zu berichten begannen, veränderte sich die Modewelt selbst. Es war nicht nur das Kleid, der Anzug, die Bademode oder die aktuelle Schuhlinie gefragt, es war auch das "Zubehör" ein Thema - die Accessoires waren geboren.
Natürlich waren die Accessoires auch schon früher geläufig und eingesetzt, beispielsweise Schal und Gürtel, aber dass man eigene Modelinien für Handtaschen entwickelt, die wiederum genau zu der getragenen Kleidung passen müssen, war ein Trend, der erst viele Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs wirklich zum Tragen kam.
Zu den Accessoires zählen daher alle Ergänzungen der Bekleidung, wobei der Begriff unterschiedlich interpretiert wird. Manche zählen zu den Accessoires auch die Schuhe, andere sehen in den Schuhen einen Teil der Bekleidung. Handtaschen und Schmuck sind typische Vertreter der Accessoires, Schal, Gürtel, Handschuhe, selbst Parfums werden hinzugerechnet.
Baseballkappe
Abgeleitet vom Baseballsport (daher auch der Name) wurde die mit verlängertem Sonnenschirm ausgestattete Kappe zum beliebten Modedetail. Auch in anderen Sportarten, wie etwa im Tennisspiel, hilft die Kappe zum Schutz vor der Sonne. In der Freizeitmode ist die Kappe gerne gesehen, weil sie vor der Sonne schützen kann und bequem ist. Außerdem kann man sie mit Logos oder Sprüche bedrucken oder bedrucken lassen, womit persönliche Aussagen gut sichtbar werden. Deshalb gibt es die gleiche Kappe mit unzähligen Varianten, von den Farben bis zum Aufdruck. Die Baseballkappe wird auch genutzt, um beim Laufen im Regen weiterhin eine gute Sicht zu haben, was für Brillenträger besonders wichtig ist.
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Gürtel
Der Gürtel ist funktionell dafür verantwortlich, dass die Hose nicht rutschen kann. Heute ist der Gürtel meistens ein Lederriemen, der durch die Laschen der Hose geführt wird. Es gibt den Gürtel schon lange, denn die Ritter hatten ihn im Mittelalter genutzt, um ihr Schwert in guter Lage fixieren zu können. Heute nutzt man den Gürtel zum Halt der Hose oder als reines optisches Accessoire, denn ein Gürtel kann auch ein Kleid bei Mädchen und Frauen untergliedern. Dort bräuchte man den Gürtel eigentlich nicht, aber er kann helfen, das Kleid figurbetonter zu gestalten. Ein zentrales Merkmal ist der Verschluss mit der Gürtelschnalle, die sehr markant gestaltet sein kann und damit selbst zum optischen Ziel wird. Der Gürtel muss aber nicht aus Leder sein, es gibt auch die Alternativen bis hin zur Nylonschnur, um die Hose auch zu halten, aber den Gürtel zu vermeiden.
Halstuch
Das Halstuch hat man früher verwendet, wenn man den Hals schützen wollte oder bereits an Halsschmerzen litt. Heute ist das Halstuch sehr oft ein Accessoire, das verschieden eingesetzt werden kann. Eine Möglichkeit ist, ein solches Tuch als Alternative für die Krawatte zu verwenden, aber auch als Ergänzung zu einem Kleid oder anderer Kleidungsstücke bietet sich das Halstuch an. Es kann unterschiedlichste Farben aufweisen, ebenso Muster und Schnitte.
Hosenträger
Die Hosenträger halten paarweise, über die Schultern geführt, die Hose. Sie kann damit nicht herunterrutschen und die Funktion ist somit ident jener des Gürtels. Aber der Gürtel hat die Hosenträger verdrängt, weil die Verwendung einfacher ist und die Hosenträger sperriger in ihrer Anwendung sind. Genau deshalb fällt man aber auf, wenn man sie absichtlich einsetzt. Der vieljährige CNN-Moderator Larry King war berühmt für seine bewusst eingesetzten Hosenträger, wenn er die Interviews mit seinen Studiogästen durchführte. Auch die Hosenträger können schmäler oder breiter gestaltet sein und es gibt verschiedenste Möglichkeiten bei Aufdruck und Farbe.
Krawatte
Die Krawatte wurde im frühen 20. Jahrhundert zur Standardausstattung für den Anzug. Wer einen Anzug trägt, trägt auch eine Krawatte, wobei damals ausschließlich die Männer gemeint waren. Heute ist auch für die Frauen Anzug und Krawatte durchaus öfter eine Wahl für feine Kleidung im Berufsleben oder bei Veranstaltungen. Die Krawatte ist ein mal sehr schmales, mal breiteres Stück Stoff, das mit einem speziellen Knoten am Hals unterhalb des Hemdkragens fixiert wird. So mancher Mann hat mit dem Krawattenbinden aber seine liebe Not, weshalb es reichlich Tipps im Internet oder auch Erklärvideos auf YouTube gibt. Wie bei der Baseballkappe gibt es auch für die Krawatte unzählige Motive von den Weihnachtsbäumen über Logos als Marketinggag bis hin zu klassischen Motiven und Farben.
Aber: Der Zwang von Anzug und Krawatte ist nicht mehr so konsequent umgesetzt. Viele Politiker wählen den Anzug weiterhin, verzichten aber auf die Krawatte oder man wählt eine feine Hose und ein Sakko, während die Krawatte weggelassen wird. Alternativ ist auch ein Tuch, wie etwa der Schal möglich und die Masche gibt es auch.
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Schal
Der Schal ist im klassischen Sinne ein Schutz gegen die Kälte und damit ein Stück Stoff, das um den Hals gewickelt wird. Gerade bei eisigem Wetter mit sehr kalt empfundenen Wind hilft der Schal, damit man sich nicht erkältet. Aber der Schal kann auch eine Alternative zur Krawatte sein und wurde für Anzugträger mehr oder weniger neu erfunden. Selbst bei Kleidern tragen die Damen ein dünnes Stück Tuch, das man als Schal bezeichnen kann, aber mit der Kälte nichts zu tun hat. So ist aus dem praktischen Nutzen (Kälteschutz) ein vielfach einsetzbares Accessoire geworden.
Nun könnte man meinen, dass die Accessoires ein nettes Beiwerk zu den Modelinien der Designer sind, aber das ist falsch. Wirtschaftlich gesehen, könnte man die Kleider und Anzüge fast weglassen, weil mehr als drei Viertel der Einnahmen der großen Modelabels basieren auf den Umsätzen, die durch die Accessoires entstehen.
Viele große Modelabels haben durch die Accessoires ihren weltweiten Umsatz erst generieren können. Das hat damit zu tun, dass viele Accessoires sehr persönlich gestaltet werden können. Eine Baseballkappe mit einem Aufdruck berühmter Filme hat eine Aussage und diese Aussage wollen weltweit viele Fans zeigen.
Damit sind die Accessoires zu einem Modebereich geworden, der an Bedeutung enorm hinzugewonnen hat, der aber auch gleichzeitig sehr umkämpft ist. Es ist kein Zufall, dass bekannte Schauspielerinnen und auch Schauspieler in diesem Bereich ihre ersten Versuche unternehmen, in der Modewelt Fuß zu fassen, um ein neues Standbein aufzubauen. Manche Stars werden von den Labels als Werbeikonen eingesetzt, andere entwerfen eigene Modelinien. Viele bekannte Persönlichkeiten aus Film, Fernsehen und Sport treten als Herkunft neuer Parfums in Erscheinung und diese Entwicklung wird immer dynamischer - stets werden neue Produkte und Linien geschaffen, bei denen die emotionale Verknüpfung der Fans zu den Stars genutzt wird, um den Umsatz zu steigern.
Die Idee ist natürlich auch nicht ganz neu. Beim Wein denkt man an das Land Frankreich, weil der Wein von dort kommt und so funktioniert dies bei vielen Produkten vom Parfum bis zum Hut auf gleiche Weise, wenn ein bekannter Star dahinter steht oder gar die Linie selbst entworfen hat.
Unser Modelexikon beinhaltet über 250 Begriffe, wobei manche selbsterklärend sind.
Überblick: Liste Modebegriffe
Was eine Hose ist, weiß man, was die Jeans ist auch. Aber es gibt viele Begriffe, die nicht so klar sind. Bei der Mode oder generell der Bekleidung betrachten wir vor allem das Offensichtliche. Das ist auf der Straße die Jacke, die ausgewählte Hose, der Rock oder das Kleid und die Schuhe. Je nach Jahreszeit könnte man auch sofort den Anzug beurteilen und die Accessoires spielen auch eine Rolle - ein Schal im Winter, eine Kappe im Sommer.
In den Innenräumen packt man dann die Jacken und/oder Mäntel weg und es kommen andere Details zum Vorschein. Die Shirts sind ein häufiger Vertreter, Hemd, Bluse und Pullover natürlich auch.
Bleiben noch die Unterwäsche und Nachtwäsche, aber auch die Bademode. Und die Modetrends selbst durch die Modestile und Schnittformen.
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