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Zitate und Sprüche von Jean Paul

Auszüge aus den Werken des Dichters

Jean Paul (1763 - 1825) war ein deutscher Schriftsteller, der aber große Bewunderung für Jean-Jacques Rosseau entwickelt hatte. Er entschied sich daher, seinen wahren Namen von Johann Paul Friedrich Richter auf Jean Paul als Künstlername zu ändern, um der Bewunderung Ausdruck zu verleihen. Nachstehend einige Zitate von Jean Paul.

Gefundene Zitate (44) / zeige Seite 1 von 2

Das Alter ist nicht trübe, weil darin unsere Freuden, sondern weil unsere Hoffnungen aufhören. (Jean Paul)

Die Armut und die Hoffnung sind Mutter und Tochter. Indem man sich mit der Tochter unterhält, vergisst man die andere. (Jean Paul aus: Aphorismen)

Ein guter Arzt rettet, wenn nicht immer von der Krankheit, doch von einem schlechten Arzte. (Jean Paul)

Nichts ist gefährlicher, als zwei Menschen auszusöhnen; sie zu entzweien, ist viel sicherer und leichter. (Jean Paul)

Wenn jemand bescheiden bleibt, nicht beim Lobe, sondern beim Tadel, dann ist er´s. (Jean Paul aus: Hersperus)

Die Schmerzen der unerhörten Liebe und die Schmerzen der Ehescheidung erinnern an die Zähne, welche wehe tun, wenn sie kommen und wehe, wenn sie ausgezogen werden. (Jean Paul)

Nur um den Einsamen schleichen Gespenster. (Jean Paul)

Erinnerung ist das einzige Paradies, woraus wir nicht vertrieben werden können. (Jean Paul)

In phantasiereichen Menschen liegen, wie in heißen Ländern oder auf Bergen, alle Extreme enger aneinander. (Jean Paul)

Wer den kleinsten Teil seines Geheimnisses hingibt, hat den anderen nicht mehr in der Gewalt. (Jean Paul)

Die Probe eines Genusses ist seine Erinnerung. (Jean Paul)

Der größte Hass ist, wie die größte Tugend und die schlimmsten Hunde, still. (Jean Paul)

Der Hauptfehler des Menschen bleibt, dass er so viele kleine hat. (Jean Paul aus: Siebenkäs)

Man steigt den grünen Berg des Lebens hinauf, um oben auf dem Eisberge zu sterben. (Jean Paul)

Die Leiden sind wie Gewitterwolken: in der Ferne sehen sie schwarz aus, über uns grau. (Jean Paul)

Die Macht kann nicht milde genug aussehen. (Jean Paul)

Der Mensch muss der Leidenschaften zugleich fähig und mächtig sein. (Jean Paul)

Die Menschen und die Gurken taugen nichts, wenn sie reif sind. (Jean Paul)

Auf echte Religion des Herzens führt uns leicht alles: der Sternenhimmel, das Abendrot, ja adas Abendgeläute, jede Rührung, vielleicht mancher Schmerz. (Jean Paul)

... so kann niemand Religion lehren, als wer sie besitzt. (Jean Paul)

Amn wenigsten stütz Religion und Sittlichkeit auf Gründe. Eben die Menge der Pfeiler verfinstert und verengt die Kirchen. (Jean Paul)

Jedes Genie aber ist in seiner Sprache, jedes Herz in seiner Religion allmächtig. (Jean Paul)

Jede fremde Religionsübung sei ihm so heilig wie die eigene. (Jean Paul)

Verzage nur nicht, wenn du einmal fehlest und deine ganze Reue sei eine schönere Tat. (Jean Paul)

Es ist Zeit, zur Ruhe zu gehen. (Jean Paul kurz vor seinem Tode)

O, der arme Mensch steht allemal mit zugebundenen Augen vor deinem scharfen Schwerte, unbegreifliches Schicksal! (Jean Paul)

Der Schlaf hat eine Grazie zur Frau. Wie das Sterben streicht der Schlaf die großen Züge der Leidenschaft mildernd aus. (Jean Paul)

Es gab viele Religionen, aber nur ein Sittengesetz. (Jean Paul)

Staatsschiffe, welche die Segel verloren, haben darum noch nicht die Anker eingebüßt. (Jean Paul)

Ernste Tätigkeit söhnet zuletzt immer mit dem Leben aus. (Jean Paul)

Am Throne gibt es fast für niemand Geheimnisse als für den, der darauf sitzt. (Jean Paul)

Gerechter Himmel! Aus wievielen Marterstunden der Tiere tötet der Mensch eine einzige Festminute der Zunge zusammen. (Jean Paul)

Je jünger, einfacher und frommer die Völker, desto mehr Tierliebe. (Jean Paul)

Der kleine Tierquäler erwächst zu einem harten grausamen Mann. (Jean Paul aus: Levana)

Der Mensch gewöhnt sich an wiederholte Liebe, nicht an wiederholte Ungerechtigkeit. (Jean Paul)

Der Mensch ist nie so schön, als wenn er um Verzeihung bittet oder selbst verzeiht. (Jean Paul)

Das Alter der Weiber ist trüber und einsamer als das der Männer. (Jean Paul)

Den Widerstrebenden besiegt weit eher ein feiner Angriff als ein starker. (Jean Paul)

Die Menschen schieben ihrer letzten Willen gern solange hinaus wie ihren bessern. (Jean Paul)

Das große unzerstörbare Wunder ist der Menschenglaube an Wunder. (Jean Paul aus: Vorschule der Ästhetik)

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Wenn man ein Buch mit Zitaten aufschlägt oder sich durch eine Sammlung von Zitate im Internet klickt, fällt auf, dass der größte Teil der Zitate durch Dichter geschaffen wurde. Gedichte, Beobachtungen, Mitschriften und natürlich Theaterstücke haben für zahlreiche Zitate gesorgt, die man für verschiedene Zwecke nutzen kann.

Die bekanntesten Dichter und sehr gute Quellen für Zitate sind natürlich Goethe, Schiller und Shakespeare, auch durch die weltberühmten Theaterstücke, die diese Herren verfasst haben. Aber auch Lessing steuerte viele Zitate bei.

Einige Zitatquellen sind schon seit der Antike gegeben, wie etwa Euripides oder Sophokles und auch Horaz ist ein Beispiel für antike Zitate, die heute noch genutzt werden. Freidank lebte zwar viel später - im 13. Jahrhundert - doch seine Texte führten auch zu vielen Zitaten, die heute noch Gültigkeit haben.

Aus Deutschland gibt es sehr viele Dichter, die es in Zitatsammlungen geschafft haben. Manche wurden durch ihre Arbeit sogar sehr bekannt und sind bis heute in Erinnerung geblieben. Manche davon waren Vielschreiber, andere wurden durch bestimmte Werke berühmt. Paul Ernst hatte etwa sehr viele Zitate beigesteuert, Heinrich Heine ebenso, Wilhelm Busch war durch Zitate, Sprüche und Grafiken aufgefallen.

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Zitate Jean Paul SprücheArtikel-Thema: Zitate und Sprüche von Jean Paul

Beschreibung: Auflistung von bekannte Zitate und Sprüche aus den Werken von Jean Paul, einem bekannten deutschen Dichter, der eigentlich Johann Paul Friedrich Richter hieß.

letzte Bearbeitung war am: 23. 09. 2020

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