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Wetterbegriffe zum Wind und seinen Erscheinungsarten

Windstärke und Auswirkungen des Windes

Der Wind ist ein häufig beachtetes Thema bei der Wetterbeobachtung und ist einmal der Freund, wenn man sein Boot angetrieben haben möchte und einmal der Feind, wenn man Gegenwind beim Laufen hat. Tatsächlich hat die Luftbewegung eine wichtige Funktion im Wettergeschehen und wochenlange Windstille bei flacher Druckverteilung lehrt sehr rasch, wie gerne man doch wieder einen Ausgleich und etwas Abkühlung oder umgekehrt wärmeres und trockeneres Wetter hätte. Beides kann der Wind als Botschafter bringen.

Auch die Temperatur ist hier ein Thema, denn ein kalter Wind verändert das Empfinden sehr stark, selbst wenn es milde Werte haben sollte. Und so gibt es zahlreiche Begriffe rund um den Wind bis hin zum Sturm und Orkan.

Wind beim Wetter

Der Wind ist eigentlich ein ausgleichendes Werkzeug beim Wettergeschehen. Wenn es über Frankreich ein starkes Hochdruckgebiet gibt und über Russland hat sich ein massives Tiefdruckgebiet gebildet, braucht es einen Ausgleich für den Druckunterschied und das ist der Wind. Er bläst zwischen diesen beiden Systemen und je größer der Druckunterschied ist, desto stärker kann der Wind auch werden. Es kann schon nerven, wenn man ständig beim Laufen einen Wind von 20 km/h spürt, aber das ist ein noch normaler Luftzug, der immer wieder einmal anzutreffen ist.

Stürmisch wird es, wenn die Windspitzen 70 km/h oder noch stärker wirken und ab 118 km/h hat man es mit einem Orkan zu tun. Das ist auch exakt die Windgeschwindigkeit, ab der die tropischen Wirbelstürme von der Kennung Tropensturm zu den ortsüblichen Bezeichnungen wechseln. Im Atlantik ist ab 118 km/h ein Hurrikan am Wirken, im westlichen Pazifik ist es etwa ein Taifun. In Mitteleuropa gibt es diese Wirbelstürme nicht, ab und an kann sich ein Tornado bilden. Aber der Orkan kann auch erhebliche Schäden anrichten, Häuser abdecken oder auch ganze Waldgebiete beeinträchtigen und viele Bäume entwurzeln.

Das Gegenteil von diesen extremen Windsituationen ist die Windstille. Dann geht gar nichts mehr und es kann drückend schwül werden, wenn es warm und sehr feucht ist. In so einer Situation würde man sich etwas Wind wünschen, um durch die Luftzirkulation Erfrischung zu erfahren.

Wind und Temperatur

Ein wesentlicher Faktor für die Menschen beim Wetter ist natürlich die Temperatur, aber es gibt zwei Mitspieler mit der Luftfeuchtigkeit und dem Wind. Wenn es gemütliche 20 Grad Celsius im Schatten hat, aber sehr feucht ist, dann schwitzt man weit stärker als es die Temperatur erfordern würde. Und auch der Wind spielt mit, denn wenn es kühl ist und es bläst ein starker, kalter Wind, dann empfindet man die Temperatur viel kälter als sie in Wirklichkeit ist.

Der Windchill-Faktor ist daher ein Begriff, der im Wetterbericht immer wieder eine Rolle spielt und stellt die Beziehung zwischen Temperatur (Lufttemperatur) und Windgeschwindigkeit her. Das Ergebnis ist die tatsächlich empfundene Temperatur.

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Der Wind beeinflusst Natur und Leben sehr stark, nicht nur als Gegenwind beim Laufen oder als Seitenwind beim Autofahren. Die Windstärke wird durch die Spitzengeschwindigkeiten im Sinne der Beaufort-Skala ermittelt und führt auch zu Wetterwarnungen, wenn sich ein gefährlicher Wind bilden könnte.

Generell gibt es verschiedenste Begriffe zum Thema. Die Windstille beim Wind ist die ruhigste Phase. Es gibt dann die Bö oder Windböe mit unterschiedlicher Stärke vom Luftzug bis zu sehr stark spürende Böen. Der Sturm beim Wetter ist dann schon ein gefährlicher Wind, vor dem gewarnt wird und dem folgt der Orkan mit bedrohlichen Windgeschwindigkeiten, wodurch auch Dächer abgedeckt werden können.

Eine andere Situation ist durch die Wirbelstürme gegeben. Die Wirbelstürme über dem Wasser werden durch die Saffir-Simpson-Skala eingeteilt, vom Tropensturm bis zur höchsten Stufe von Hurrikan oder auch Taifun oder Zyklon. Über der Landfläche gibt es auch Wirbelstürme, ein solcher wird Tornado genannt. Ein häufig genanntes Thema ist das Auge beim Wirbelsturm mit unglaublichen Dimensionen bei den ganz großen Wirbelstürmen, die ganze Landflächen verwüsten können.

Rund um den Wind gibt es viele zum Teil sehr bekannte Begriffe. Mit der Wetterfahne kann man die Windrichtung anzeigen, diese wird auch mit Lee und Luv im Hinblick auf die Windrichtung umschrieben. Der Wind führt auch zum Windchill-Faktor und damit zum Temperaturempfinden, denn ein kühler Wind kann selbst einen milden Tag anders anfühlen lassen als es die Temperatur vermittelt.

Der Föhn ist eine Windsituation mit warmer Luft und im Alpenraum gibt es häufiger den Nordföhn als Variante. Das Gegenteil ist das Sturmtief mit kühler Luft und starken Windböen, zum Teil sogar mit Orkanstärke auf den Bergen. Und dann gibt es noch die Sonderformen wie den Sandsturm oder auch den Schneesturm. Eine Sonderform gibt es auch im Alpenraum, wenn von Afrika der Sahara-Staub per Wind herangeführt wird.

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      Wetterbegriffe zum Wind und der WindstärkeArtikel-Thema: Wetterbegriffe zum Wind und seinen Erscheinungsarten

      Beschreibung: Wetterbegriffe zum Thema Wind vom Föhn bis zum Sturm und der Beaufort-Skala für die Einteilung der Windgeschwindigkeit und ihrer tatsächlichen Gefahr.

      letzte Bearbeitung war am: 02. 09. 2020