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Windstärke und Windstufen nach Beaufort

Windgeschwindigkeit über Land

Die Windstärke gibt die Windgeschwindigkeit und damit auch die Gefährlichkeit der Luftbewegung wieder. International wird die Windstärke durch die Beaufort-Skala in Windgeschwindigkeiten eingeteilt, für die Luftfahrt, oft auch für den Wetterbericht, werden aber darüber hinaus eigene Messinstrumente eingesetzt, um noch präzisere Werte zu erhalten.

Beaufort-Skala

Wetterlexikon WindstärkeWind entsteht durch den Druckunterschied zwischen einem Hochdruckgebiet und einem Tiefdruckgebiet. Je größer der Druckunterschied ist, umso stärker wird auch der Wind, der den Ausgleich herstellen soll. Gibt es markante Drucksysteme, dann kann es auch Tage dauern, bis sich die Wetterlage wieder beruhigt. Der umgekehrte Fall ist bei der flachen Druckverteilung gegeben, wenn es kaum Druckunterschiede gibt. Ergo "schläft" der Wind ein, wie die Menschen das formulieren, also gibt es vielleicht sogar Windstille.

Die Windstärke ist damit ein Ausdruck, der die Windgeschwindigkeit umschreibt, was für viele Leute sehr wichtig sein kann. Gefährliche Winde sind ein Grund, die Baustelle nicht zu betreten, ein Partyzelt abzubauen oder Veranstaltungen überhaupt abzusagen. Meist ist der Wind aber harmloser und spielt keine Rolle.

Als Kritierium für die Einteilung der Windstärke wird die Beaufort-Skala verwendet. Sir Francis Beaufort war im 19. Jahrhundert ein englischer Admiral, der die auch heute noch verwendete Skala entwickelt hatte. Kriterium für die Messung nach der Beaufort-Skala ist die Luftbewegung in zehn Meter Höhe über dem Boden. Die Beaufort-Skala umfasst 13 Stufen, wobei der Beaufort-Grad 0 Windstille bedeutet und Beaufort-Grad 12 umschreibt den Orkan und damit die größte Gefahr.

Beaufort-Grad 0
Beim Beaufort-Grad 0 beträgt die Luftbewegung weniger Geschwindigkeit als 1 km/h. Dabei handelt es sich um Windstille, die auch dadurch zu erkennen ist, das beispielsweise Rauch senkrecht in den Himmel aufsteigt.

Beaufort-Grad 1
Der Grad 1 zeigt durch den Rauch bereits einen leichten Wind, der bis zu 5 km/h betragen kann. In der Skala wird von einem leichten Zug gesprochen.

Beaufort-Grad 2
Von einer leichten Brise wird bei Grad 2 in der Beaufort-Skala gesprochen. Der Wind bewegt Blätter und man kann ihn deutlich spüren. Die Windgeschwindigkeiten betragen 6 bis 11 km/h.

Beaufort-Grad 3
Die Windgeschwindigkeit steigert sich auf 12 bis 19 km/h, dünne Zweige werden vom Wind bewegt. In der Beaufort-Skala spricht man von einer schwachen Brise oder einem schwachen Wind.

Beaufort-Grad 4
Mäßiger Wind oder mäßige Brise wird der Wind bei Grad 4 genannt. Die Windgeschwindigkeit erreicht 20 bis 28 km/h und der Wind ist damit fähig, leichte Gegenstände zu haben und weiter zu transportieren wie beispielsweise ein Blatt Papier.

Beaufort-Grad 5
Der Wind erreicht Geschwindigkeiten von 29 bis 38 km/h. Auf großen Wasserflächen können sich Schaumkronen bilden. Kleine Bäume beginnen zu schwanken. Die Skala umschreibt den Grad 5 als frische Brise oder frischen Wind.

Beaufort-Grad 6
Ab dem Grad 6 beginnt der Mensch, den Wind als Sturm zu bezeichnen. Die Beaufort-Skala spricht von einem starken Wind, der Windgeschwindigkeiten von 39 bis 49 km/h erreichen kann. Damit werden auch dickere Äste bewegt.

Beaufort-Grad 7
Dieser Grad wird als steifer Wind bezeichnet. Bei Gegenwind bekommt man erste Schwierigkeiten, voranzukommen. Die Windgeschwindigkeit beträgt 50 bis 61 km/h

Beaufort-Grad 8
Die Windgeschwindigkeit steigt auf 62 bis 74 km/h. Kleine Äste werden abgebrochen und die Mühe beim Gehen gegen den Wind steigt weiter an. Die Beaufort-Skala spricht vom stürmischen Wind.

Beaufort-Grad 9
Ab diesem Grad beginnen erste Schäden an Gebäuden, vor allem an Dächern. Dachelemente können sich lösen, ganze Äste brechen von Bäumen ab. Die Windgeschwindigkeit beträgt 75 bis 88 km/h, die Skala spricht vom Sturm.

Beaufort-Grad 10
Vom schweren Sturm spricht die Skala bei Grad 10. Die Windgeschwindigkeit beträgt 89 bis 102 km/h und es gibt auch an den Häusern schwere Schäden. Manche Bäume werden abgebrochen.

Beaufort-Grad 11
Bei diesem Grad werden Bäume sogar entwurzelt, die Windgeschwindigkeit beträgt 103 bis 117 km/h. Die Beaufort-Skala spricht von einem orkanartigen Sturm. Große Sturmschäden an den Gebäuden.

Beaufort-Grad 12
Der höchste Grad der Beaufort-Skala umschreibt den Orkan. Die Windgeschwindigkeit beträgt über 117 km/h und der Orkan richtet schwere Verwüstungen an.

Ebenfalls interessant:

Begriffe über den Wind

Eistage

Der Eistag spielt in der Wetterstatistik für die Wintertemperaturen eine große Rolle und zählt zu den Kenntagen für den Vergleich der einzelnen Wetterjahre.

Frosttag

Frosttag ist einer der Kenntage bei der Wetterbeobachtung und spielt in der langfristigen Wetterstatistik in Bezug auf die kalten Tage im Winter eine Rolle.

Gradtage

Gradtage ist eine Bezeichnung in der Wetterstatistik und auch ein Kenntag für die Berechnung der Heizkosten in Bezug auf die Zimmertemperatur.

Hageltag

Im Zusammenhang mit dem Gewitter wird in der Wetterstatistik auch der Kenntag Hageltag geführt, der zählt, wie oft es Hagel gibt - oder wie viele Tage dieser auftritt.

Heißer Tag

Die Wetterstatistik kennt neben dem Sommertag auch den heißen Tag als Kenntag für ungewöhnlich warme Temperaturen für den langfristigen Vergleich.

Heiztag

Der Heiztag ist ein Kenntag in der Wetterstatistik, um das Temperaturniveau mittelfristig vergleichen zu können, da alle Tage unter einer bestimmten Temperatur summiert werden.

Hitzetag

Der Hitzetag ist in der Wetterstatistik ein solcher, bei dem es zumindest kurzfristig mehr als 30 Grad Celsius im Schatten gegeben hat unabhängig von der Uhrzeit.

Jahresgradtage

Kenntage und Wetter: die Jahresgradtage ist die Summe der Tage, an denen es kühler ist als für Wohnraum eigentlich benötigt wird.

Kenntage

Die Kenntage beim Wetter wie der Sommertag oder der Eistag werden für die langfristige Wetterstatistik genutzt und bieten auch Trends über Jahrzehnte an.

Nebeltag

Der Nebeltag ist ein Kenntag in der Wetterbeobachtung und ist dann gegeben, wenn es innerhalb eines Tages Nebel gibt - womit ein Vergleich pro Jahr möglich wird.

Niederschlagstag

Der Niederschlagstag ist in der Wetterkunde ein Kenntag und gilt nur dann, wenn eine bestimmte Menge an Regen oder Schnee vom Himmel gefallen ist.

Regentag

Der Regentag ist wie der Niederschlagstag ein Kenntag in der Wetterbeobachtung, um die Häufigkeit von Tagen mit Regen pro Jahr vergleichen zu können.

Schneetag

Im Winter gibt es verschiedene Kenntage der Wetterstatistik und der Schneetag zählt auch zu diesen Tagen, der sich vom Regentag entsprechend unterscheidet.

Sommertag

Mit dem Sommertag wird ein Tag in der Wetterstatistik dann bezeichnet, wenn er eine Temperatur von zumindest 25 Grad Celsius im Schatten erreicht hat.

Tropennacht

Eine Tropennacht ist gemäß Wetterstatistik dann gegeben, wenn es in der Nacht nicht unter 20 Grad abkühlt und trifft vor allem in den großen Städten immer häufiger zu.

[aktuelle Seite]

Windstärke

Die Windstärke in der Wetterbeobachtung sowie ihre Einteilung nach der Windgeschwindigkeit auf Basis der bekannten Beaufort-Skala als Grundlage.

Wüstentag

Kenntage im Sommer: mit dem Wüstentag werden Tage erfasst und umschrieben, an denen es zumindest 35 Grad im Schatten hat - was immer häufiger im Sommer zutrifft.

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