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Tornado oder Wirbelsturm an Land

Rotierende Luftbewegungen

Besonders auf dem nordamerikanischen Kontinent treten Tornados sehr häufig auf. Diese Wirbelstürme haben neben dem offiziellen Namen Tornado auch einige andere Bezeichnungen wie Windhose oder Twister und unterscheiden sich von den tropischen Wirbelstürmen insofern, als sie über der Landmasse entstehen, die tropischen Wirbelstürme entwickeln sich hingegen über den Weltmeeren.

Tornado: Grundlagen und Entstehung

Wetterlexikon TornadoEin Tornado ist ein Wirbelsturm und entsteht nicht über dem Meer wie ein Hurrikan oder ein Taifun, sondern er entwickelt sich auf dem Festland. Grundlage eines Tornados sind starke Temperaturunterschiede. Warme und kalte Luftmassen treffen aufeinander und dadurch kommt es zu einem Aufsteigen der Luft und zu einer Veränderung der Luftbewegung in den höheren Luftlagen.

Durch diese Bewegungen und durch das Anheben der Luftmassen kommt es zu den sogenannten Scherwinden. Dabei handelt es sich um eine Form von Wind, bei der die Geschwindigkeit ständig zunimmt und die Windrichtung rasch wechseln kann. Die Folge ist der bekannte Schlauch, der durch die rotierende Luftbewegung entsteht und ein Tornado ist dann gegeben, wenn diese Luftsäule den Boden berührt. Das bedeutet, dass die Voraussetzungen für einen Tornado weit öfter gegeben sein können als es den Wirbelsturm wirklich gibt, denn erst mit dem Bodenkontakt ist der Wirbelsturm vollständig entwickelt.

Wenn dies passiert, können enorme Schäden entstehen und so manch Twister (englische Bezeichnung für Tornado) hat schon ganze Ortschaften völlig zerstört.

Tornado: Stärke des Wirbelsturms

Tornados werden nach einem Schema von F0 bis F5 eingestuft, wobei ein Tornado der Stufe F5 der stärkste ist und Windgeschwindigkeiten jenseits der 400 km/h-Marke erreicht. Das bedeutet, dass sich dieser Wirbelsturm von den anderen dadurch unterscheidet, dass er an Land entsteht und nicht an der Wasseroberfläche und er kann deutlich stärker sein als der Hurrikan oder der Taifun im Nordwestpazifik. Ein Hurrikan und auch ein Taifun oder Zyklon erreicht im extremsten Fall Windgeschwindigkeiten um die 250 km/h bis knapp über 300 km/h, wobei so große Wirbelstürme jede Menge Wasser mit sich führen, das meist die größeren Schäden verursacht als der Wind mit seinen gewaltigen Windspitzen selbst. Von Seiten der Windstärke her kann der Tornado noch kräftiger sein.

Die vernichtende Kraft ist gewaltig, wobei hier das Wasser selten eine Rolle spielt. Schäden beim Hurrikan entstehen häufig durch die Wucht des Wassers, wodurch mehr zerstört wird als durch die Windspitzen, weil das Wasser mit großer Wucht ins Landesinnere eindringt und Häuser, Bäume und viele andere Hindernisse zerstören kann. Beim Tornado fällt diese Komponente weg.

Tornado: nicht nur ein amerikanisches Phänomen

Der Wirbelsturm tritt in den USA durch die verschiedenartigen Klimazonen verstärkt in Erscheinung und hat schon einige Kleinstädte zerstört, er kann aber auch in Deutschland oder Österreich auftreten, ist hier aber selten anzutreffen. Wenn er sich entwickelt, ist er aber auch sehr gefährlich. Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, ist er auf allen Kontinenten möglich, doch meist wird von jenen berichtet, bei denen die USA heimgesucht wurden. Das sind in der Regel auch die stärksten, die auftreten können.

Wenn in Österreich ein Tornado entsteht, ist das meist eine lokale und kurze Geschichte. Die Schäden können trotzdem erheblich sein, aber einen F5 wird man in Mitteleuropa wohl nie erleben, dazu sind die Klimabedingungen ganz andere als in Nordamerika.

Ganz anders sieht es in Nordamerika aus, wo es je nach Wetterbedingungen auch Jahre geben kann, in denen ein Tornado dem nächsten folgt, bis sich die unterschiedlichen Temperaturen und Druckverhältnisse halbwegs angeglichen haben. Es kann auch passieren, dass es einen tropischen Wirbelsturm in Form eines Hurrikan gibt, der an Land zu einem Tornado wird. Diese Kombination ist aber eher selten gegeben.

Die Schwierigkeit beim Tornado ist die Vorhersage. Beim Hurrikan weiß man Tage im Voraus, dass er an Land treffen wird, wie stark er sein wird und welche Ländereien betroffen sein können. Das gilt auch für den Taifun im Osten Asiens oder für den Zyklon im indischen Raum oder bei Australien. Der Tornado kann hingegen irgendwo entstehen ergo den Boden erreichen. Man weiß, wo die Bedingungen gerade so sind, dass er entstehen kann, aber er kann hier oder auch 50 Kilometer weiter oder auch 150 Kilometer weiter Bodenkontakt erreichen - man weiß es einfach nicht. Und es gibt Situationen, in denen ein Tornado sich einer Kleinstadt näher und plötzlich sich auflöst, um nach der Kleinstadt weiterzuziehen und wieder Fahrt aufzunehmen.

Aber Tornados haben auch schon ganze Kleinstädte völlig zerstört. Im Gegensatz zum tropischen Wirbelsturm mit den Wassermassen gilt hier die Windstärke als zerstörerisches Kriterium. Je stärker der Tornado sich entwickeln kann, um so verherrender sind die Folgen. Deshalb haben gerade im ländlichen Raum viele Häuser einen Schutzraum vorgesehen, in dem man den Sturm abwarten kann, wenn es die entsprechenden Warnungen gibt.

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Begriffe zum Thema Wirbelstürme

Auge Wirbelsturm

Als Auge wird das Zentrum eines tropischen Wirbelsturms über dem Wasser bezeichnet, aber auch jenes eines Tornados am Festland.

Taifun Entstehung

Der Taifun ist ein tropischer Wirbelsturm im Nordwest-Pazifik und bringt Gefahr für Inselstaaten wie Japan und Philippinen sowie für das südöstliche Festland wie China und Vietnam.

[aktuelle Seite]

Tornado Wirbelsturm

Über die Entstehung und Stärke eines Tornados, auch Twister genannt, der am Kontinent entsteht, vor allem sehr häufig in den USA mit beachtlichen Windgeschwindigkeiten.

Zyklon Wirbelsturm

Zyklon ist der Name für einen tropischen Wirbelsturm im Indischen Ozean und in der Südsee, der ähnlich dem Hurrikan oder dem Taifun für sehr große Gefahr sorgen kann.

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