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Das Wetter bringt regelmäßig besondere Ereignisse, die auch mit den sogenannten Kenntagen dokumentiert werden können. Ein Sommertag ist zum Beispiel ein Tag, an dem es zumindest 25 Grad Celsius an Temperatur gegeben hat, ein heißer Tag braucht schon 30 Grad. Auf den ersten Blick ist es Spielerei, doch in Wirklichkeit lassen sich mit diesen Kenntagen auf einfache Art und Weise Trends ablesen wie das Zunehmen der Sommertage und heißen Tage und das Abnehmen der Eistage - auch ein Indiz für die Klimaerwärmung.
Und die Entwicklung zeigt auch, dass neue Begriffe vor allem auf der warmen Seite entstehen wie der Wüstentag als einer, dessen Definition mit 35 Grad im Schatten gegeben ist.
Die Kenntage können nach bestimmten Kriterien zusammengestellt werden und betreffen typische Wettersituationen, die im Sommer wie Winter möglich sein können. Das reicht von den warmen bis zu den kalten Tagen, von Tagen mit Niederschlag bis zu Tagen, an denen geheizt werden muss. Je nach Interesse und Jahreszeit gibt es also unterschiedliche solcher Tage, zum Teil als Vergleich in der Wetterstatistik, zum Teil als Richtschnur für die Energiewirtschaft (z. B. der Heiztag und der Bedarf an Heizöl) und zum Teil auch, um Entwicklungen leichter nachempfinden zu können - zum Beispiel, ob heiße Tage mehr werden oder nicht. Die letzten Jahre haben klar gezeigt, dass die eiskalten Tage im Winter zurückgehen, die Winter milder werden, während die heißen Tage immer mehr auftreten, ergo die Sommer heißer werden als in den Jahrzehnten davor. Mit einfachen Kenntagen lassen sich solche Entwicklungen leichter ablesen.
Sommertag
Ein Sommertag ist ein Tag, an dem es zumindest 10 Minuten wärmer als 24.9 Grad Celsius hat. An sich erwartet man so warme Tage in Mitteleuropa von Juni bis August, aber durch den Klimawandel gibt es auch schon Sommertage im März und teilweise bis in den Oktober hinein.
Heißer Tag oder Hitzetag
Ein Tag, an dem es zumindest zehn Minuten lang über 29.9 Grad Celsius hat. Es kann den ganzen Tag 28 Grad haben, aber wenn es eine halbe Stunde 30 oder mehr Grad hat, ist die Bedingung erfüllt. Die heißen Tage sind auch deutlich mehr geworden. Sie sind auch die Grundlage für den Begriff der Hitzewelle, denn gibt es fünf heiße Tage in Folge, spricht man von einer Hitzewelle.
Wüstentag
Ein nicht wirklich offizieller Begriff, der durch die immer ausgeprägteren Hitzewellen aber durchaus bekannt wurde. Es handelt sich um einen Tag, an dem es zumindest zehn Minuten lang mehr als 34.9 Grad Celsius im Schatten hat.
Tropennacht
Die Tropennacht ist dann gegeben, wenn in der Nacht die Temperatur nicht unter 20.0 Grad Celsius fällt. Gibt es kurz 19.9 Grad, ist die Bedingung nicht mehr erfüllt. Aufgrund der Klimaerwärmung haben sich die Zahlen der Tropennächte enorm gesteigert. Zuerst wurden die Tropennächte in den großen Städten (Wien, München) sehr häufig gemessen, weil die Städte schwerer abkühlen, aber mittlerweile sind auch kleinere Gemeinden mit dem Phänomen belastet, da es generell nicht mehr so gut abkühlt, wie in früheren Jahrzehnten.
Frosttag
Ein Frosttag ist dann gegeben, wenn es an einem Tag zumindest zehn Minuten weniger als 0 Grad Celsius gibt. Es kann also den ganzen Tag 2 oder 3 Grad plus haben, aber wenn die Temperatur eine halbe Stunde unter null fällt, ist die Bedingung erfüllt.
Eistag
Der Eistag ist ein Tag, an dem die Temperatur dauerhaft unter 0 Grad Celsius bleibt. Solche Eistage waren in früheren Wintern serienweise gegeben, in den letzten Jahren ging die Zahl so wie auch bei den Frosttagen aber stark zurück, während die warmen Kenntage massiv gestiegen sind.
Heiztag
Liegt die Durchschnittstemperatur an einem Tag unter 15 Grad, dann wird dieser Tag als Heiztag gezählt. Denn die Leute sind dann gezwungen, per Heizung für den Wärmeausgleich zu sorgen. Der Heiztag ist ein großes Thema für die Energieversorger, damit sie abschätzen können, wie viel Energie gebraucht wird oder gebraucht wurde.
Gradtag - Monatsgradtage - Jahresgradtage
Ein Gradtag ist dann gegeben, wenn es bei der Lufttemperatur einen geringeren Wert gibt als 20 Grad, was als angenehme Raumtemperatur festgelegt ist. So kann man erfassen, wie viele Tage kühler waren. Daraus kann man einen Monatswert ermitteln, was als Monatsgradtage bezeichnet wird oder gar das ganze Jahr berücksichtigen, was zu den Jahresgradtagen führt.
Regentag
Ein Regentag ist im Volksmund wie in der Wetterstatistik ein Tag, an dem es Niederschlag gibt, wobei es keinen Unterschied macht, wie stark oder wie lange der Regen gewirkt hat. In der Wetterstatistik kann man damit vergleichen, wie oft im Jahr Niederschlag gegeben war, wobei es sich hier um Regen selbst handelt.
Schneetag
Das Konzept vom Regentag gilt auch für den Schneetag, nur ist durch die tiefere Temperatur der Niederschlag als Schnee gegeben. Die Schneetage werden aber deutlich seltener, ähnlich den Frosttagen und Eistagen.
Hageltag
Mit dem Hageltag werden Tage gezählt, an denen es zum Hagelschlag im Zuge heftiger Gewitter kommt. Allerdings ist die Aussage schwierig, weil es kann leichten Hagel geben, aber auch ein kurzes Gewitter mit großen Hagelkörnern, die ganze Ernten vernichten können. Sehen kann man nur, ob die Hageltage öfter auftreten oder seltener werden.
Niederschlagstag
Trifft man keine Unterscheidung von Regentag und Schneetag, dann ist der Niederschlagstag für die Wetterstatistik relevant. So kann verglichen werden, ob es mehr oder weniger Niederschlag in welcher Form auch immer gegeben hat.
Nebeltag
Manche Regionen haben viele Nebeltage, vor allem im Einzugsgebiet von Seen, andere weniger. Der Nebeltag bietet die Möglichkeit, die Summe der Tage mit Nebelerscheinungen zusammenfassen zu können. Damit wird auch ein Vergleich möglich. Hauptsächlich gibt es diese Tage natürlich im Herbst.
Rund um das Wetter gibt es eine Unzahl an Begriffen und in unserem Wetterlexikon haben wir viele davon beschrieben. Zur Orientierung sind sie in Kapitel untergliedert, sodass man sein gewünschtes Thema leichter finden kann.
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Artikel-Thema:
Kenntage beim Wetter
Beschreibung: Die ☀ Kenntage beim Wetter umschreiben ✅ typische Wettersituationen wie den Sommertag oder den Eistag und werden in der Wetterstatistik berücksichtigt.