Sie sind hier: Startseite -> Wetter / Klima -> Wetterlexikon -> Zyklon

Zyklon oder tropischer Wirbelsturm

Indischer Wirbelsturm

Ein Zyklon ist ein tropischer Wirbelsturm, wie es der Hurrikan oder der Taifun auch ist. Allerdings wird die Bezeichnung Zyklon nur für jene Wirbelstürme genutzt, die im Indischen Ozean oder im Südwesten des Pazifiks auftreten. Die Gefahr ist die gleiche wie beim Taifun, der im Nordwesten des Pazifik auftritt oder dem Hurrikan in der Karibik und an der US-Küste sowie in Mittelamerika.

Was ist der Zyklon? Wie unterscheidet er sich vom Hurrikan?

Wetterlexikon ZyklonWie für den Hurrikan, der die Ostküste der USA sowie Mexiko und Mittelamerika bedroht, gilt auch für den Zyklon die gleiche Klassifizierung, sodass man von einem Zyklon dann spricht, wenn die Windgeschwindigkeiten 64 Knoten oder 118 km/h übersteigen. Der Zyklon ist wie die anderen Wirbelstürme in seiner Beschaffenheit ident, wenngleich er eine Besonderheit aufweist: denn er dreht sich im Uhrzeigersinn, Taifun, Hurrikan & Co. hingegen gegen den Uhrzeigersinn.

Die meisten Zyklone entstehen aus großen Gewitterzellen, die sich mit den Höhenströmungen des indischen Raumes verbinden. Daraus entsteht eine Frontrichtung in zumeist westsüdwestlicher Richtung. In der Südsee ist es meistens eine südsüdöstliche Richtung. Die Gefahr der Zyklone ist für die Anrainerstaaten ebenso groß wie für die internationale Schifffahrt, denn sehr starke Zyklone produzieren riesige Wellen, die durchaus auch 10 Meter Höhe erreichen und Schiffe leicht in Seenot bringen können.

Welche Gefahr der Zyklon in sich birgt, musste im Mai 2008 festgestellt werden, als ein solcher Burma traf. Da das Militärregime sich zudem weigerte, die Menschen zu warnen, kam es zu über 100.000 Todesopfern. Das hat auch damit zu tun, dass der Zyklon alleine zwar gefährlich ist, aber erst in Kombination mit dem Fluten, die er erzeugt und den damit zusammenhängenden Wassermassen, die auf die Landmasse treffen, wird die Katastrophe perfekt und die Zahl der Opfer steigt rasch.

Der Faktor Wasser

Für alle tropischen Wirbelstürme gelten die gleichen Spielregeln und die gleichen Gefahrenmomente. Zuerst bildet sich eine tropische Depression, die bis zu einer Windgeschwindigkeit von 63 km/h reichen kann. Im Rahmen der Depression kann es zu den drehenden Winden kommen, für die die Wirbelstürme auch bekannt sind. Hohe Wassertemperatur wirkt förderlich, große Druckunterschiede sind ein weiterer Motor für die Entwicklung eines solchen Wirbelsturms.

Ab 63 km/h erhält der Sturm einen Namen, den er auch dann beibehält, wenn er noch stärker werden sollte. Er gilt als Tropensturm und zwar bis zur Geschwindigkeit von 118 km/h. Ab dann ist er ein Zyklon und hat wie Hurrikan oder Taifun fünf Stufen. Die Stufe 5 ist die höchste und liefert Windgeschwindigkeiten über 250 km/h.

Meist ist aber nicht die Windgeschwindigkeit die Ursache für Katastrophen sondern das Wasser. Denn der Wirbelsturm kommt mit meist hoher Geschwindigkeit an Land und treibt das Wasser mit sich. Sein Mittelpunkt sind neben dem Auge Unmengen an Wolken, die als Starkregen sich entleeren und das meist tagelang. Damit gibt es zum einen die Fluten vom Meer her und zum anderen die riesigen Regenmengen vom Himmel selbst, was zu Überschwemmungen und Schlammlawinen führt. Menschen ertrinken, werden vom Wasser erdrückt oder ersticken in der Schlammlawine. Starker Wind kann die Dächer abdecken und die Infrastruktur zerstören wie etwa Strommasten, aber der größere Schaden und eine Vielzahl der Opfer gibt es durch das Wasser.

Wir freuen uns, wenn dieser Artikel geteilt wird:

Ebenfalls interessant:

Begriffe über den Wind

Auge
Als Auge wird das Zentrum eines tropischen Wirbelsturms über dem Wasser bezeichnet, aber auch jenes eines Tornados am Festland.


Eine Bö ist beim Wind dann gegeben, wenn der Wind nicht gleichmäßig bläst, sondern mal schwächer und stärker, wobei die stärkste Luftbewegung Bö oder Windb&

Beaufort-Skala
Die Beaufort-Skala ist eine international anerkannte Skala, die die Windstärke nach ihrer Geschwindigkeit unterteilt und in verschiedenen Stufen die Gefahr zeigt.

Föhn
Wie kommt es zur Entstehung des Föhn, der sich bis zum Föhnsturm entwickeln kann und erhebliche Wetterunterschiede bringen kann.

Lee
Der Begriff Lee wurde ursprünglich in der niederländischen Seefahrt entwickelt und bezieht sich auf die Windrichtung, was auch für die Wetterbeobachtung wichtig ist.

Luv
Der Begriff Luv beim Wetter stammt ursprünglich aus der holländischen Seefahrt und bezieht sich auf die Luftströmung des Windes.

Nordföhn
Der Nordföhn ist ein Wetterereignis, das besonders in den Bergen immer wieder zu beobachten ist, wobei es zu einer ungewöhnlichen und deutlichen Erwärmung kommen kann.

Orkan
Wann ist ein Wind ein Orkan und Grundlagen über seine Entstehung als sehr starker und vor allem auch gefährlicher Wind, für die es eine eigene Wetterwarnung gibt.

Sahara-Staub
Durch Südwind kann es passieren, dass Sahara-Staub bis nach Mitteleuropa transportiert wird und den Himmel milchig verfärbt, wobei es dann auch zu einer deutlichen Erwärmung kommt.

Sandsturm
Der Sandsturm ist eine besondere Art von Wind, der große Mengen an Sand mit sich führt und für Gefahr sorgt - allerdings in der Regel nur in der Wüste auftreten kann.

Schneesturm
Der Schneesturm ist ein gefährlicher Wind, der auf den hohen Bergen auch im Sommer auftreten kann, der aber vor allem im Winter für Gefahr sorgt.

Sturm
Die Voraussetzungen für einen Sturm und seine Definition im Hinblick auf die gemessene Windgeschwindigkeit sowie die Auswirkungen beim Bewegen im Freien.

Sturmtief
Das Sturmtief ist ein Tiefdruckgebiet, das Windgeschwindigkeiten bis zur Orkanstärke entwickeln kann und damit nicht nur Wetteränderungen, sondern auch Gefahr bringt.

Taifun
Der Taifun ist ein tropischer Wirbelsturm im Nordwest-Pazifik und bringt Gefahr für Inselstaaten wie Japan und Philippinen sowie für das südöstliche Festland wie China und Vietnam.

Tornado
Über die Entstehung und Stärke eines Tornados, auch Twister genannt, der am Kontinent entsteht, vor allem sehr häufig in den USA mit beachtlichen Windgeschwindigkeiten.

Wetterfahne
Wind und Wetter: die Wetterfahne oder auch Windfahne ist eine einfache Einrichtung, um mehr über den Wind erfahren zu können.

Windchill-Faktor
Unter dem oft zitierten Windchill-Faktor versteht man in der Wetterbeobachtung den Effekt, dass sich das Wetter kühler anfühlt als es ist und der Wind dabei hauptverantwortlich ist.

Windstärke
Die Windstärke in der Wetterbeobachtung sowie ihre Einteilung nach der Windgeschwindigkeit auf Basis der bekannten Beaufort-Skala als Grundlage.

Windstille
Als Windstille in der Wetterbeobachtung versteht man eine Wettersituation mit geringer Luftbewegung, was je nach Temperatur angenehm oder eher sehr unangenehm sein kann.

Zurück zum Hauptthema

Übersicht Wetterlexikon

Startseite Wetter

Beliebte Artikel