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Klima und Klimaforschung

Langfristige Wetterbeobachtung

Das Klima ist als Begriff in aller Munde, weil die Klimadiskussionen und Themen wie Umweltschutz aktueller sind, denn je. Die Sorge, dass sich das Klima ändern wird und dass es immer wärmer auf der Erde wird, hat auch die Politik erreicht, nachdem man das Thema gerne verdrängt hatte.

Was versteht man unter dem Klima?

Wetterlexikon Klima und Unterschied zum WetterDoch was versteht man unter einem Klima im Rahmen der Wetterforschung ergo Meteorologie wirklich? Klima ist die Definition für eine Zusammenfassung des Wetters an einem bestimmten Ort oder einer bestimmten Region für einen längeren Zeitraum. Dazu gehören die Durchschnittswerte der Temperatur, des Luftdrucks, des Niederschlags ebenso wie die Extremwerte im positiven und negativen Sinne.

Grundlage des Klimas ist demnach die langfristige Beobachtung vom Wetter und die Analyse aus dem ermittelten Datenmaterial. Normalerweise verwenden die Wetterdienste bei der Beurteilung des Klimas - auch im Vergleich mit aktuellen Wettersituationen - einen Zeitraum von 30 Jahren. 30 Jahre lang wird daher das Wetter beobachtet und zusammengefasst, um Aussagen über bestimmte Phänomene treffen zu können.

Das bedeutet konkret, dass der Wetterbericht für die nächsten 48 Stunden ein klassisches Wetterthema ist, die Erwärmung der Temperatur etwa im Osten Österreichs oder im Süden Deutschlands ist ein Thema des Klimas, wobei hier langfristig gesammelte Wetterdaten genutzt werden. Das Wetter kann sich von einem Tag auf den anderen um 20 Grad ändern, das Klima nicht - das wäre auch keine so gute Idee, denn schon die Erwärmung des Klimas um ein Grad Celsius hat enorme Auswirkungen.

Klima, Wetter und Klimaforschung

Da die Wetterbeobachtung schon sehr lange im Einsatz ist, ist es daher möglich, aktuelle Wetterphänomene besser einzuordnen. So sind die Winterstürme dem Gefühl der Menschen nach in den letzten Jahren stark in ihrer Zahl gestiegen, doch ein Blick auf die Klimadaten der letzten Jahrzehnte zeigt, dass es die starken orkanartigen Stürme schon früher gab - oft sogar häufiger und stärker.

Somit gibt es eigentlich zwei Definitionen von Klima: das Klima der Wetterdienste selbst, das sich regional auf den Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort konzentriert und das allgemeine Klima der Erde. Bei letzterem zählen globale Werte wie kontinentale Temperaturen, Niederschläge oder der Zustand der Meere - vor allem der Meerestemperaturen.

Die Daten führen auch zur Klimaforschung. Es werden wohl drei vollständig ermittelte Jahrzehnte für den Vergleich mit dem aktuellen Wetter herangezogen und man kann zum Beispiel in Österreich sehr leicht erkennen, dass die Temperaturen im Durchschnitt deutlich ansteigen, wenn man sie mit den Jahren 1981 bis 2010 vergleicht, vor allem ab 2000 ist der Wert klar ansteigend. Aber es gibt noch mehr Forschungsgebiete rund um das Klima. Dazu zählt zum Beispiel auch die Gletscherforschung.

Nicht nur, dass im Eis gebohrt wird, um aus alten Eisschichten mehr Informationen zu holen, wird auch die Masse gemessen und jedes Jahr ein Bericht veröffentlicht, ob noch mehr Gletschermasse weggeschmolzen ist oder nicht. Die Meerestemperaturen sind auch ein großes Thema und zum Beispiel die Entwicklung der gefährlichen Wirbelstürme (Hurrikan, Taifun, Zyklon) hängen eng damit zusammen.

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