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Unter die Räder kommen

Umschreibung für eine schwere Niederlage

Es gibt Redewendungen, deren Herkunft kann man nur vermuten und dennoch werden sie ständig verwendet. Eine solche Redewendung ist mit Sicherheit "unter die Räder kommen", die man im Sport genauso verwendet wie in der Wirtschaft, beim privaten Streit oder in der Politik. Galt der Ausspruch früher als Absturz der Moral, so wird er heute fast ausnahmslos dann verwendet, wenn es um die Vernichtung von jemanden geht oder wenn eine Sache abgewürgt werden soll.

Beispiele für die Redewendung "unter die Räder kommen"

Redewendung unter die Räder kommenBesonders oft trifft man die Redewendung in der Welt des Sports an. Wenn eine Mannschaft im Fußball klar einer anderen unterlegen ist, dann spricht man vom klaren Sieg, vom Debakel oder aber auch davon, dass die unterlegene Mannschaft "unter die Räder gekommen ist". In diesem Zusammenhang wird auch gerne davon gesprochen, dass die siegreiche Mannschaft über die andere "drübergefahren ist".

Wenn in der Wirtschaft ein Unternehmen einem anderen klar unterlegen ist und von diesem geschluckt wird, spricht man auch gerne davon, dass das Unternehmen "unter die Räder kam". Ist die unterlegene Mannschaft im Sport nachher noch immer vorhanden, so gilt dies für das Unternehmen nicht mehr.

In der Politik wird die Redewendung auch sehr gerne eingesetzt. Ein Vorschlag kommt unter die Räder, wenn eine Partei diesen einbringt, aber alle anderen Parteien sich dagegen aussprechen. Oft wird die Redewendung dann eingesetzt, wenn etwas schon besteht - zum Beispiel Sozialleistungen - und man Angst hat, dass diese abgeschafft werden könnten. Dann gibt es häufig die drohende Aussage, dass die Maßnahme nicht unter die Räder kommen darf. Auch im Zusammenhang mit Wahlen wird die Redewendung gerne eingesetzt, wenn eine Partei klar an Stimmenanteilen verliert und somit unter die Räder kommt.

In all diesen Beispielen wird die Redewendung benutzt, wenn es einen Verlierer gibt, der klar verloren hat. Das gilt für den kollegialen Vorschlag im Büro ebenso wie für den Sportverein. Häufig hängt die Redewendung auch mit der Ausgangserwartung zusammen. Wenn ein Außenseiter gegen einen Favoriten verliert, kann man die Redensart zwar auch verwenden, aber die Niederlage, selbst die deutliche, war eher erwartet worden. Wenn aber der Favorit gegen den Außenseiter verliert und dann auch noch klar, ist die Redewendung eher ein Thema.

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