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(etwas) auf die Goldwaage legen

Etwas übergenau nehmen

"Auf die Goldwaage legen" ist eine Redewendung, die besonders in der Form "Seine Worte auf die Goldwaage legen" verwendet wird. Die Goldwaage war schon seit jeher ein sehr genaues Instrument, um den Wert und das Gewicht von Gold feststellen zu können. Auf die Genauigkeit der Goldwaage bezieht sich dann auch die Redewendung.

Beispiele Redewendung "auf die Goldwaage legen"

Redewendung auf die Goldwaage legenWenn man im Berufsleben im Gespräch mit einem Kollegen eine witzige Bemerkung gesagt hat und der andere findet es nicht witzig und zerlegt die Bemerkung in seine Einzelteile, statt die Unterhaltung mitzutragen, dann spricht man gerne davon, dass der die Worte auf die Goldwaage legt. Das bedeutet also, dass er die Bemerkung genauestens analysiert und abwägt, statt sie als das zu nehmen, was sie ist: eine witzige, vielleicht auch zweideutige Bemerkung.

Gibt es ein Streitgespräch zwischen Eltern und Kinder - beispielsweise wegen des Schulerfolges oder anderer Diskussionen - kann es schon passieren, dass das Kind oder ein Elternteil das Gesagte persönlicher nimmt, als es gemeint ist. Auch in solchen Situationen spricht man gerne davon, dass die Worte auf die Goldwaage gelegt werden.

Überhaupt wird die Redewendung gerne genutzt, wenn jemand etwas Gesagtes zu persönlich nimmt. Ob das bei einer Party, im Büro, in der Schule oder bei Veranstaltungen ist, ist nicht so wesentlich. Letztlich geht es darum, dass jedes Wort genau geprüft wird, ob es nicht vielleicht einen bösen Hintergedanken geben kann - auch dann, wenn ein solcher gar nicht vorgesehen war. Damit wird zum Ausdruck gebracht, dass eine Ernsthaftigkeit in der Kommunikation gewählt wird, die eigentlich nicht gefragt ist. Statt sich normal zu unterhalten, wird man analytisch und trägt nicht dazu bei, dass sich alle wohl fühlen.

Die Goldwaage ist das Symbol für sehr genaues Abwägen und genauso ist die Redewendung auch gemeint, wobei die Sprache und das Verhalten der Teilnehmer überzeichnet wird. Wenn sich alle gut unterhalten, aber einer findet nichts lustig und nervt alle anderen, dann ist die Redewendung meist genau richtig, um dieses Verhalten zu umschreiben. Man kann die Redensart als Kritik, aber auch als freundlichen Hinweis bezeichnen, sich anzupassen und nicht alles so genau und todernst zu nehmen. Dann würde man sich nämlich auch wohler fühlen und besser in die Gruppe hineinpassen.

Das gilt im Freundeskreis ebenso wie auch in einer Arbeitsgruppe in einem Unternehmen oder bei einer privaten Unternehmung.

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