Sie sind hier: Startseite -> Hobbys -> Redewendungen -> Redewendungen: Gesellschaft -> Mätzchen machen

Mätzchen machen

Umschreibung für Unfug

"Mätzchen machen" ist eine Redewendung, die man schon des öfteren gehört hat und daher ist sie eine der bekannteren Redensarten. Doch was es mit dem Matz oder Mätzchen eigentlich auf sich hat, ist den meisten, die die Redensart selbst zum Ausdruck bringen, meist unklar und/oder unbekannt.

Der Matz ist nicht nur der Spitzname für den Vornamen Matthias, sondern vor allem eine freundliche Verniedlichung für einen kleinen Menschen oder für eine Person, die wenig Bedeutung hat. Vom Matz kam die Überleitung zum Mätzchen, also zu Unsinn treiben oder ähnlichen Verhaltensweisen, womit die Bedeutung dessen reduziert wird. Heute kennt man diesen Ausspruch in vielen verschiedenen Varianten, die auch unterschiedlich bewertet werden.

Beispiele der Redewendung "Mätzchen machen"

Redewendung Mätzchen machenEs gibt Situationen im Leistungssport, die mit dieser Redensart umschrieben werden. Aber dann sind es keine verniedlichenden Analysen, sondern man sieht das Verhalten als sehr unsportlich an. Ein Beispiel ist das Tennisspiel, wenn der Aufschläger sich konzentriert und schon fast in der Ausholbewegung ist und der Rückschläger so tut, als hätte er noch dringend etwas zu tun und unterbricht mit seiner unsportlichen Art und Weise den Vorgang, einzig um den Gegner zu irritieren. Dann wird von den Kommentatoren häufig davon gesprochen, dass der Rückschläger Mätzchen macht, was heißt, dass er sich so verhält, um mit unsportlichem Verhalten zum Erfolg zu kommen.

Möchte ein junger Mann bei den Frauen punkten, kann es sein, dass er sich besonders komisch verhält, um aufzufallen. Auch diese Person macht Mätzchen und das ist schon eher im originalen Sinne zu sehen, denn er macht Unsinn und fällt auf. Ob das aber zum Erfolg führt, ist eine andere Geschichte.

Hat ein Kind zu lernen und bekommt auch den Auftrag der Eltern, sich um das Fach zu bemühen, dann kann es auch anders kommen. Stets fällt etwas anderes ein, warum man nicht mit dem Lernen beginnen will oder kann und das wird ebenfalls gerne als "Mätzchen machen" umschrieben. Gemeint ist in diesem Fall, dass man sich sträubt das zu tun, was zu tun ist.

Diese Redewendung kann also in sehr unterschiedlicher Interpretation ausgesprochen werden, wie die Beispiele zeigen. Vom negativen Verhalten bis zur Weigerung, vom Blödsinn machen bis zur Spaßtreiberei. Man kennt den Ausdruck auch von der Umschreibung der Haustiere, wenn die besonders verspielt sind.

    Ebenfalls interessant:

    Weitere Redewendungen über die Gesellschaft

    • Auf dem Teppich bleiben
      "Auf dem Teppich bleiben" ist eine beliebte Redewendung, bei der der Teppich nur ein Symbol dafür ist, dass man es nicht übertreiben sollte.
    • Auf die Schaufel nehmen
      Die Redensart "auf die Schaufel nehmen" verwenden viele Leute im Alltag vor allem in Österreich, in Deutschland kennt man eher "auf die Schippe nehmen" mit gleicher Bedeutung.
    • Bis bald
      Die Redewendung "bis bald" ist für viele gar nicht als Redewendung eingestuft und wird sehr häufig verwendet, auch in verschiedenen Alltagssituationen.
    • Da komme, was wolle
      Bedeutung der Redewendung "Da komme, was wolle", die suggeriert, dass man sich durch nichts und niemanden aufhalten lassen wird.
    • Das geht dich einen Dreck an
      "Das geht dich einen Dreck an" oder "das geht dich einen Staub an" ist eine weitere Redewendung, bei der der Staub und seine Zusammensetzung Grundlage des Volksmundes ist.
    • Das Glas ist halb voll
      Redewendung "Das Glas ist halb voll" bzw. "Das Glas ist halb leer" und die entsprechenden Interpretationen der Phrase.
    • Den Ball flach halten
      Redewendung "Den Ball flach halten" mit ihrer Bedeutung und mit Beispielen, wann sie und warum sie eingesetzt wird.
    • Das ist dein Bier
      Redewendung "Das ist dein Bier" und die Herkunft der Phrase mit Beispielen, wann man sie gerne zum Ausdruck bringt.
    • Der Weg ist das Ziel
      Der Weg ist das Ziel ist eine bekannte Redewendung, die aber erst im 20. Jahrhundert entstanden ist und sehr oft eingesetzt wird.
    • Die Tafel aufheben
      Die Redewendung "die Tafel aufheben" ist seine sehr alte Redensart, die noch auf die Germanen und ihren Essensbrauch zurückgeht.
    • Du bist schief gewickelt
      Redewendung "Du bist schief gewickelt" als eine der lustigen Phrasen mit Beispielen, wann sie geschrieben oder ausgesprochen wird.
    • Durch Abwesenheit glänzen
      Redewendung "Durch Abwesenheit glänzen" als sehr alte Redewendung noch aus der Römerzeit, die heute noch Gültigkeit hat.
    • Einem in den Ohren liegen
      "Einem in den Ohren liegen" ist eine immer wieder anzutreffende Redewendung, bei der A B dauerhaft nervt.
    • Einen Schmarren verstehen
      Die Redewendung "Einen Schmarren davon verstehen" umschreibt die Ahnungslosigkeit von Mitmenschen in den verschiedensten Situationen.
    • Es regnet buchstäblich in die Nase
      "Es regnet (dem) buchstäblich in die Nase" ist eine der vielen Redensarten mit der Nase im Mittelpunkt, diesmal als negatives Urteil eines Menschen.
    • Für nix und wieder nix
      Die Redewendung "für nix und wieder nix", auch als "für nichts und wieder nichts" bekannt, ist eine beliebte Phrase für sinnfreies Bemühen.
    • Gegen Windmühlen kämpfen
      Die Redewendung "Gegen Windmühlen kämpfen" basiert auf der berühmten Erzählung von Don Quijote und findet im Alltag Eingang.
    • Hier werde ich nicht alt
      Die Redewendung "hier werde ich nicht alt" ist eine augenzwinkernde Umschreibung dafür, dass man sich aktuell nicht wohl fühlt.
    • Ich bin bedient
      "Ich bin bedient" ist eine jener Redewendungen, die verschiedene Herleitungen und Ursprünge auf sich vereinen kann.
    • In seinem Element sein
      Die Redewendung "in seinem Element sein", mit der ausgedrückt wird, dass man sich in der aktuellen Situation sehr wohl fühlt.
    • Jemand Paroli bieten
      "Jemand Paroli bieten" oder auch "jemand ein Paroli bieten" ist eine bekannte Redewendung, bei deren Ursprung ein Kartenspiel die Hauptrolle spielte.
    • Jemanden einseifen
      Die Redewendung "Jemanden einseifen" meint, dass eine andere Person zum eigenen Vorteil in die entsprechende Richtung manipuliert wird.
    • Mätzchen machen
      "Mätzchen machen" ist eine bekannte Redensart, deren Ursprung weniger bekannt ist, die aber gerne und häufiger ausgesprochen wird.
    • Mir geht ein Licht auf
      "Mir geht ein Licht auf" ist eine Redensart aus dem Volksmund, die es schon lange gibt und sich auf das menschliche Denken bezieht.
    • Nicht lange fackeln
      Die Redewendung "nicht lange fackeln" ist eine Redensart, womit eine schnelle Entscheidung welcher Art auch immer beschrieben wird.
    • Nicht um die Burg
      Woher kommt die Redewendung "nicht um die Burg", die eine Verneinung noch deutlich verstärkt und wann wird sie besonders gerne gesprochen.
    • Nichts für ungut
      Die Redewendung "nichts für ungut" ist eine häufiger verwendete Redensart, mit der man sich auf einfache Weise entschuldigen kann.
    • Sein Gewissen erleichtern
      Eingeständnis: die Redewendung "Sein Gewissen erleichtern" ist eine solche, mit der umschrieben wird, dass man einen Fehler eingestanden hat.
    • Seinen Mann stehen
      "Seinen Mann stehen" ist eine Redewendung über die Pflicht des Mannes, die zum Teil aber überholt ist und auch bei Frauen angewandt wird.
    • Seinen Senf dazugeben
      "Seinen Senf dazugeben" ist eine beliebte Redewendung rund um das bekannte Gewürz, das als Beilage auch oft im Einsatz ist und so Grundlage für Sprüche wurde.
    • sich ins Fäustchen lachen
      Die Redewendung "sich ins Fäustchen lachen" ist eine bekannte Redensart aus dem Volksmund, womit Schadenfreude, aber auch heimliche Freude gemeint ist.
    • sich nichts schenken
      Die Redewendung "sich nichts schenken" umschreibt ein Verhalten, bei dem man sich besonders intensiv bemüht und alle Energie aufbringt.
    • Und damit basta!
      Die Redewendung "Und damit basta!" ist eine öfter gesprochene Redensart, mit der das Ende einer Aktion kommentiert wird.
    • Unter die Leute kommen
      Die Redewendung "Unter die Leute kommen" ist eine Redensart, womit gemeint ist, dass man neue oder bekannte Leute trifft und Kontakte knüpft.
    • Wie man sich bettet so liegt man
      Die Redewendung "Wie man sich bettet, so liegt man", eine bekannte Redensart und ein Beispiel für die Überschneidung von Redewendung und Sprichwort.

    Wir freuen uns, wenn dieser Artikel geteilt wird:

    Zurück zum Hauptthema

    Übersicht Redewendungen: Gesellschaft

    Startseite Hobbys