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Jemand Paroli bieten oder jemand ein Paroli bieten

Ursprung kommt von den Kartenspielen

"Jemand Paroli bieten" oder "Jemand ein Paroli bieten" ist eine Redewendung, die viele Menschen kennen und die man auch häufiger im Alltag zu hören bekommt. Woher sie kommt, ist aber den meisten Leuten unklar, was bei vielen bekannten Redensarten zu beobachten ist. In dem Fall ist das Kartenspielen als Ursprung zu nennen.

Denn im französischen Pharaospiel als Kartenglücksspiel hat sich der italienische Ausdruck Paroli etablieren können, wodurch der Einsatz verdoppelt wird und außerdem wird in die betreffende Karte ein Ohr umgebogen. In der Redewendung geht es nun weniger darum, den Einsatz zu erhöhen oder gar zu verdoppeln, vielmehr kündigt man Widerstand an.

Beispiele für die Redewendung "jemand Paroli bieten"

Redewendung jemand Paroli bietenIn einem Unternehmen hat sich der Vorgesetzte schon seit längerem durch unangenehmes Verhalten hervorgetan. Er fordert Unmögliches und seine Forderungen werden immer krasser. Irgendwann reicht es den betreffenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und sie treten ihm und seinen Forderungen entgegen. Man könnte es auch mit der Redensart umschreiben, denn sie bieten ihm Paroli, also lassen sich nichts mehr gefallen und bieten Widerstand. Wie die Geschichte ausgeht, weiß man nicht, aber das ist nicht wesentlich. Entscheidend ist, dass nicht mehr passiert, was der Chef sagt, sondern dass ein Konflikt ausgetragen werden muss und man sich auf Augenhöhe befindet.

Im Eishockeyspiel ist eine Mannschaft klar unterlegen und sieht wie der sichere Verlierer aus. Aber im letzten Drittel beginnt sich diese Mannschaft gegenüber dem scheinbar sicheren Sieger sehr deutlich zu wehren und wird vielleicht keinen Erfolg mehr erzielen können, aber wird sich auch nicht klar besiegen lassen. Auch dann hat die Mannschaft dem Favoriten gegenüber Paroli geboten - hat sich also deutlich und möglicherweise auch erfolgreich gewehrt.

Eine Bedeutung ist auch damit umschrieben, dass man es jemanden heimzahlen möchte, aber in diesem Kontext wird die Redewendung seltener genutzt. Viel häufiger wird sie verwendet, wenn man sich wehrt, wenn man sich nicht alles bieten lässt und zur Gegenoffensive antritt. Das kann bei der Gehaltsverhandlung oder bei einer Betriebsbesprechung genauso erfolgen wie auch in einer Auseinandersetzung zwischen Unternehmen, Schülerinnen und Schüler oder bei einem freundschaftlichen Tennisspiel.

Die Redewendung ist auch in den Medien sehr präsent. Wenn es zwei Meinungen gibt und der eine vertritt seine Meinung vehement, dann gibt es einen Unterlegenen mit der zweiten Meinung. Tritt dieser aber auch nachhaltig auf, um seinen Standpunkt darzulegen, dann bietet er Paroli.

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