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Farbe bekennen

Ursprung war ein Kartenspiel

"Farbe bekennen" ist eine Redewendung, die man öfter zu hören bekommt und die bei Jung und Alt ihre Anwendung findet. Sie gehört zu einer recht großen Gruppe von Redewendungen, die einen gemeinsamen Ursprung haben, nämlich das Kartenspielen und die typischen Vorgänge in selbigen.

Im konkreten Fall bezieht es sich auf Kartenspiele, bei denen die Farbe der Karten im Fokus steht. Dabei wird eine Farbe gefordert und man muss mit seiner Karte als aktiver Spieler diese Karte bringen können. Die Redewendung selbst bezieht sich aber nicht auf die Farbe, sondern auf das Bringen gleicher Meinung oder auch überhaupt auf das Präsentieren des eigenen Gedankengutes zu einer aktuellen Frage.

Beispiele für die Redewendung "Farbe bekennen"

Wenn sich zwei Freunde über eine bestimmte Situation oder auch ein bestimmtes Thema streiten, dann erwarten beide, dass man sich auf ihre Seite schlägt. Sie erwarten also, dass man Farbe bekennt. Damit ist nun nicht wirklich eine Farbe gemeint, sondern schlichtweg das Ausdrücken der eigenen Meinung - ob man nun sich der einen Argumentation anschließen kann und möchte oder ob man eher der Meinung des anderen Freundes ist. Die Redewendung steht daher für das Einstehen der eigenen Gedanken zum aktuellen Thema.

In der Politik wird die Redensart besonders gerne eingesetzt - vor allem von den Medien. Wenn zwei große Parteien um eine kleinere buhlen, um mit dieser eine Koalition zu bilden und beide sich erwarten, unterstützt zu werden, ist die Frage, für welche sich die kleine entscheiden könnte. Diese Partei muss auch Farbe bekennen und damit klare Position beziehen, mit wem man zusammenarbeiten möchte und natürlich auch, welche Gesinnung dieser Partei wichtiger ist.

Generell wird die Redewendung dann eingesetzt, wenn es darum geht, seine eigenen Gedanken darzulegen. Sie umschreibt die Position, die man einnehmen möchte und für die man auch eingesteht und offen dazu steht. Das kann in der Politik, im Streit oder auch für eine bestimmte Art der Arbeit im Berufsleben sein. Gerade bei Auseinandersetzungen ist es häufiger gefragt, Farbe zu bekennen, um sich klar für oder gegen Vorschläge oder Haltungsweisen auszusprechen.

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Die Politik, aber auch ein Stück weit gerichtliche Vorgänge sind ebenfalls beliebte Vorlagen für Redewendungen. Vielfach weiß man gar nicht, woher sie kommen oder was sie bedeutet haben. Das ist besonders interessant, wenn man sich sehr beliebte Redensarten ansieht und ihren Ursprung beleuchtet.

Denn sowohl "sich selbst an der Nase nehmen" oder "sich selbst an der Nase ziehen" kennt praktisch jeder. Dass das eine ungewöhnliche Strafe vor Gericht bei einer Verurteilung war, wissen hingegen kaum die Leute. Widersprüchlich ist etwa auch "mit Hängen und Würgen", womit man heute eine schwere Schularbeit umschreibt, tatsächlich ist der Bezug die dramatische Situation beim strafweisen Erhängen eines Verurteilten.

Aber auch die Post, das Amt oder politische Entscheidungen haben zu bekannten Redewendungen geführt. "Etwas vom grünen Tisch bestimmen" bezieht sich auf den damaligen grünen Belag des Tisches im Konferenztisch und wird heute für viele Entscheidungen etwa auch bei Sportentscheidungen genutzt.

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    Redewendung Farbe bekennenArtikel-Thema: Farbe bekennen

    Beschreibung: "Farbe bekennen" ist eine Redensart, die häufiger ausgesprochen wird und die zur Gruppe jener gehört, die mit Kartenspiele ihren Ursprung haben.

    letzte Bearbeitung war am: 29. 09. 2020