Sie sind hier: Startseite -> Hobbys -> Redewendungen -> Jemanden in die Karten sehen

Jemanden in die Karten sehen

Seine Pläne kennen

"Jemanden in die Karten sehen" ist eine Redewendung, die zur Gruppe jener gehört, die dem Kartenspiel entnommen wurden. Ursprünglich hat man besonders beim Poker, aber auch bei anderen Spielen den Wunsch, die Karten der Mitspieler zu kennen, um seine Strategie und seine Erfolgsaussichten genauer einschätzen zu können. Die Redensart bezieht sich aber nicht auf das Kartenspiel, sondern auf ähnlich gelagerte Lebenssituationen.

Beispiele für die Redewendung "jemanden in die Karten sehen"

Redewendung jemanden in die Karten sehen"Jemanden in die Karten sehen" kann zum Beispiel in der Arbeit zutreffen, wenn man die Machenschaften von Kolleginnen und Kollegen erahnen kann und sich darauf frühzeitig einstellt. Der Überraschungseffekt ist hinüber und vielleicht konnte man sogar die Aktion als solches unterbinden, bevor es dazu kommt. Positiver ist die Redensart auch dann zutreffend, wenn man frühzeitig erkennt, was der Vorgesetzte will und in seine Richtung arbeitet.

Im Wirtschaftsleben gibt es viele Konkurrenzsituationen, unter anderem auch zwischen Unternehmen und häufig geht es darum, Aufträge an Land zu ziehen. Wenn man der Konkurrenz in die Karten sehen kann, dann weiß man, was diese vorhat, was sie anbietet und zu welchem Preis. Natürlich weiß man das nicht wirklich, aber man hat vielleicht eine Idee und kann entsprechend reagieren. Auf diese Art und Weise kann man sich einen großen Vorteil erarbeiten. Allerdings kann es verschiedene Gründe geben, warum man das Wissen hat - zum Beispiel kann man auch Insiderinformationen erhalten haben oder man hatte wirklich den richtigen Instinkt.

Auch im Familienleben gibt es viele Beispiele von Situationen, in denen erahnt wird, was der andere vor hat. Letztlich geht es bei der Redewendung darum, dass man Pläne erahnt oder gar erfährt, von denen man eigentlich nichts wissen sollte. Entweder, weil man überlistet oder ausgetrickst werden soll, oder weil man überrascht werden soll.

Die Redewendung wird auch in den Medien gerne genutzt. Sie findet im Sport Anwendung, wenn ein Trainer erkannt hat, mit welcher Aufstellung der andere Trainer seine Mannschaft aufs Feld schickt, sie passt aber auch in der Politik, wenn die Konzepte der Konkurrenz frühzeitig erkannt wurden.

Tipp: Bücher über Redewendungen bei Amazon finden

Wir freuen uns, wenn dieser Artikel geteilt wird:

    Ebenfalls interessant:

    • Sich in Luft auflösen
      Die Redewendung "sich in Luft auflösen" ist eine witzige Redensart über plötzlich verschwundene Kollegen oder Gegenstände.
    • Adlerauge
      Redensart "Adlerauge" als Spruch aus der Tierwelt und ihre ursprüngliche Bedeutung sowie Beispiele, wann er eingesetzt wird.
    • Eine goldene Nase verdienen
      "Eine goldene Nase verdienen" ist eine der zahlreichen Redewendungen, in denen die Nase des Menschen eine zentrale Hauptrolle spielt.
    • Grünschnabel sein
      Die Redewendung "Grünschnabel sein", mit der ein junges Alter ebenso umschrieben wird wie auch Unerfahrenheit.
    • Jemanden einseifen
      Die Redewendung "Jemanden einseifen" meint, dass eine andere Person zum eigenen Vorteil in die entsprechende Richtung manipuliert wird.
    • Wer anderen eine Grube gräbt
      Herkunft der Redewendung "Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein", eine sehr beliebte und oft eingesetzte Redensart im deutschen Sprachraum.
    • Auf die Schaufel nehmen
      Die Redensart "auf die Schaufel nehmen" verwenden viele Leute im Alltag vor allem in Österreich, in Deutschland kennt man eher "auf die Schippe nehmen" mit gleicher Bedeutung.
    • Erste Reihe fussfrei
      Die Redewendung "Erste Reihe fussfrei" ist eine der neueren Redensarten aus dem Volksmund und hat vor allem mit dem Kinobesuch zu tun.

    Zurück zum Hauptthema

    Übersicht Redewendungen

    Startseite Hobbys