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Jemand das Wasser abgraben - Redensart

Herkunft basiert auf dem Betrieb der Mühlen

"Jemand das Wasser abgraben" ist eine sehr bekannte Redewendung, die auch in der Gegenwart noch häufig ausgesprochen wird. Sie hat aber mit dem Ursprung in technischer Hinsicht nicht mehr viel zu tun, wenngleich der Sinn der Überlieferung und die Konsequenzen in wirtschaftlichem Hinblick erhalten blieben.

Was war nun der Ursprung? Das Wasser? Ja, aber in einem bestimmten Kontext. Denn zum Betreiben einer Mühle braucht man die Kraft des Wassers. Wenn man nun einen Bach, der für das nötige Nass sorgen sollte, umleitet, dann ist die Mühle erledigt und der Betrieb oder der Betreiber pleite. Heute wird das eher seltener der Fall sein, aber der Sinn dieser Beobachtung ist aktueller denn je und daher gibt es viele Möglichkeiten, wann die Redewendung Thema sein kann.

Beispiele für die Redewendung "jemand das Wasser abgraben"

Redewendung jemand das Wasser abgrabenWenn man sich vorstellt, dass in einem bestimmten wirtschaftlichen Umfeld zwei Unternehmen agieren, die die ähnlichen Produkte oder Dienstleistungen anbieten und Unternehmen A gelingt es, den wichtigsten Kunden von Unternehmen B abzuwerben, dann gräbt dieses Unternehmen dem Konkurrenten das Wasser ab. Das hat jetzt nichts mit der Mühle zu tun, aber mit der Konsequenz des Ursprungs, nämlich dem Entzug der Lebensgrundlage. Unternehmen B wird Mühe haben, sich am Markt halten zu können, weil eine wichtige Einnahmenquelle, vielleicht sogar die einzige, verloren gegangen ist.

Holt sich ein finanzstarker Fußballverein drei wichtige Spieler eines weniger finanzkräftigen kleineren Vereins, dann gräbt man diesem auch das Wasser ab. Der Verein wird weiter existieren, er hat jetzt sogar mehr Geld durch den Verkauf - aber sportlich hat die Mannschaft einen großen Verlust erlitten.

In diesem Zusammenhang lassen sich viele Beispiele anführen, wann die Redensart eingesetzt werden kann. Es ist immer dann der Fall, wenn man einem anderen die Erfolgsaussichten zumindest deutlich schmälert. Gibt es in der Schule ein Projekt durchzuführen und man holt sich die talentiertesten Leute dafür ins Team, hat das andere Team vermutlich das Nachsehen und somit schmälert man deren Erfolgschancen. Auch im Freundeskreis, bei der Auswahl des Tennisdoppels und in vielen wirtschaftlichen Situationen gräbt man dem anderen bewusst oder unbewusst das Wasser ab - also reduziert die Chance auf Erfolg.

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