Der Autoreifen ist die Verbindung von Straße und Fahrzeug und dieses Thema gilt für andere Fahrzeuge auch, wie etwa beim Motorradreifen oder beim Reifen jede Art von Fahrrad. Passt die Verbindung nicht, gefährdet man sich selbst und andere, wobei beim Fahrrad das noch passieren kann, beim Autoreifen hat man mit einem System zumindest die Kontrolle automatisiert, wobei für den Fülldruck muss man als Fahrzeuglenkerin oder Fahrzeuglenker immer noch selbst sorgen.
Dank des Autoreifens kann man sich von A nach B via Automobil bewegen, aber gleichzeitig ist man auch dazu angehalten, einen gewissen Aufwand an den Tag zu legen. Das gilt für den halbjährlichen Reifenwechsel ebenso wie für die Nachfüllung, um den Druck so stabil zu halten, dass die sichere Fahrt gelingen kann. Obwohl diese Tätigkeiten nun wirklich nicht sehr beliebt sind und zum Teil auch ausgelagert werden (Reifendepot beim Anbieter), ist das Thema Autoreifen auch ein sensibles, weil es nicht nur den einen Reifen gibt.
Sommerreifen
Hitzewellen stören den Sommerreifen weniger als den Winterreifen, weil die Gummimischung eine härtere ist. Damit sind höhere Temperaturen auch bei Geschwindigkeiten über 100 km/h auf der Autobahn kein Problem. Der Sommerreifen wird dann an seine Grenzen stoßen, wenn die Temperaturen sinken, womit die Haftung nachlässt. Deshalb sollte man dann einen Reifenwechsel vornehmen.
Winterreifen
Wenn der Sommerreifen nicht mehr die nötige Haftung anbieten kann, ist der Kollege Winterreifen gefragt. Gerne wird davon gesprochen, dass der Winterreifen ab einer Temperatur von sieben Grad Celsius die bessere Variante ist. Erkennbar ist der Winterreifen durch die Bezeichnungen "M + S" oder "M + MS", wobei M für Matsch und S für Schnee steht. Allerdings sollte man sich nicht auf diese Temperaturangabe fixieren, weil feuchte Blätter in einer Kurve können bereits eine gefährliche Situation auslösen.
Aus Sicherheitsgründen gilt von 1. November bis zum 15. April eine Winterreifenpflicht in Österreich, vorausgesetzt, dass auch winterliche Fahrbedingungen herrschen. Wenn durch den Klimawandel die ganze Zeit milde Temperaturen herrschen oder man sich zum Beispiel nur in Wien bewegt, kann man auch ohne Winterreifen fahren. Gibt es aber Schneeregen, Schneematsch oder gar eine Schneeauflage und/oder Glatteis, muss man das Auto stehen lassen. Fährt man trotzdem, gibt es eine Strafe von EUR 35,-- bis zu einem Betrag von EUR 5.000,-- je nach Situation.
Ganzjahresreifen
Alternativ zu Sommerreifen und Winterreifen kann man den Ganzjahresreifen wählen, der einen Kompromiss darstellt. Er hält die Hitze im Sommer nicht ganz so gut aus wie der Sommerreifen und bietet nicht die gleiche Haftung an Wintertagen wie der Winterreifen, ist aber ein guter Allrounder, der an Qualität gewonnen hat. Gerade bei vielen Fahrten im Flachland oder in Großstädten ist die Überlegung interessant.
Reservereifen
Gibt es einen Reifenschaden, kann man auf den Reservereifen im Kofferraum zurückgreifen. Damit ist die Weiterfahrt möglich, aber man sollte recht bald eine Werkstätte aufsuchen, um wieder vier vollständige Reifen nutzen zu können. Ein großer Nachteil vom Reservereifen ist sein Gewicht, das man stets mit sich führt und die Tatsache, dass er nie belastet wurde und sehr lange im Kofferraum gelegen haben kann.
Notrad
Die Alternative zum Reservereifen ist das Notrad, das viel leichter ist als der Reservereifen und eine Fahrt mit 80 km/h und maximal 200 Kilometer Strecke zulässt. Der Haken ist aber in den meisten Fällen, dass das Notrad nur für jene Reifen eingesetzt werden kann, die keine Antriebsräder sind. Hat man einen Vorderradantrieb und eines der Vorderräder verursacht Probleme, dann muss man zuerst einen hinteren Reifen als Vorderreifen einsetzen, um das Notrad für den nun fehlenden Hinterreifen nutzen zu können.
Speed Index am Reifen
Mit dem Speed Index erhält man eine Information, wie schnell man maximal mit einem bestimmten Reifen unterwegs sein darf. Ein Reifen kann den Aufdruck "195/65 R 15 91 S" aufweisen. Interessant ist dabei das S am Ende, denn das entspricht der Tabelle.
Die Stufen beim Speed Index der Autoreifen sind folgende:
Im aktuellen Fall ist die Fahrt bis 180 km/h zulässig.
Reifenwechsel
Wenn abwechselnd Sommerreifen und Winterreifen genutzt werden, braucht es jedes halbes Jahr einen Reifenwechsel, den man selbst vornehmen kann oder man lässt die Reifen in der Werkstatt wechseln, häufig in Kombination mit einem Reifendepot, sodass man selbst die Reifen nicht aufbewahren muss. In Österreich gibt es die allgemeine Regel von O bis O, was bedeutet:
Bodenhaftung = Traktion
Mit dem Reifen verbindet man die Straße mit dem Fahrzeug, das ist beim Fahrrad oder Motorrad ebenso wie beim Auto. Aber die Straße hat nicht immer den gleichen Zustand und es kann damit zu einer ungenügenden Bodenhaftung kommen, wenn es stark regnet. Dann könnte sich Aquaplaning bilden und man verliert die so wichtige Verbindung zur Straße. Bei extremen Regen oder auch bei Glatteis ist daher auch die Frage zu stellen, ob man die Fahrt überhaupt antreten muss. Ist man schon unterwegs, kann auch das Anhalten des Fahrzeugs eine Lösung sein, was am Pannenstreifen auf Autobahnen immer wieder nötig wird. Dann ist nicht nur die Bodenhaftung ein Thema, sondern häufig auch die nicht vorhandene Sicht, wenn es besonders stark regnet.
Aquaplaning
Mit Aquaplaning umschreibt man eine Verkehrssituation, bei der durch starken Regen und einer Wasserauflage auf der Straße das Profil des Reifens so mit Wasser gefüllt wird, dass man die Bodenhaftung verliert. Die erste Maßnahme ist dann das Reduzieren der Geschwindigkeit ohne hektischem Abbremsen, weil sich ein Wasserfilm zwischen Reifen und Straße bildet und man sonst rasch die Kontrolle verlieren könnte. Die Wetterdienste warnen vor starken Regenereignissen, sodass man sich auch darauf frühzeitig einstellen kann oder überlegt, ob man eine Fahrt verschiebt.
Reifendruck = Fülldruck
Jedes Fahrzeug braucht bei den Reifen einen bestimmten Reifendruck, auch Fülldruck bezeichnet, um die bestmögliche Bodenhaftung nutzen zu können. Was das Autofahren betrifft, gibt es den optimalen Reifendruck im Handbuch als Information und auch im Fahrzeug selbst sind die Angaben angebracht. Fährt man mit zu geringem Fülldruck, dann verbraucht man mehr Treibstoff und die Reifen werden stärker belastet als nötig. Allerdings ist der Reifendruck nicht immer gleich, weil bei Winterreifen ist er etwas höher als bei Sommerreifen.
Kontrolliert man also regelmäßig die Reifen, dann spart das viel Geld und man fährt auch sicherer. Allerdings ist die Kontrolle durch das RDKS automatisiert worden. Für den nötigen Reifendruck muss man aber trotzdem selbst sorgen.
RDKS
Mit der Abkürzung RDKS umschreibt man das Reifendruck-Kontrollsystem, das seit 2014 verpflichtend in Neuwagen eingebaut ist. Es informiert über den Reifendruck, wobei es zwei Varianten gibt. Indirektes RDKS orientiert sich an der Drehzahl der Räder, direktes RDKS arbeitet über einen Sensor und orientiert sich auch an der Lufttemperatur. Somit weiß man, dass man den Reifendruck erhöhen muss, die Kontrolle erfolgt automatisch.
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Artikel-Thema:
Autoreifen und seine Funktion
Beschreibung: Der 🚙 Autoreifen ist die Verbindung zwischen dem Fahrzeug und der Straße und deshalb ✅ besonders wichtig, was nicht immer so beachtet wird.