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Winterreifen

Bessere Sicherheit bei Eis und Schnee

Die Winterreifen haben einen Vorteil und einen Nachteil. Der Vorteil ist, dass sie in der kalten Jahreszeit für deutlich mehr Haftung als der Sommerreifen sorgen, der Nachteil ist, dass sie sich nicht von alleine montieren und daher das Umstecken nötig wird und zwar zweimal pro Jahr.

Winterreifen mit besserer Haftung

Im Vergleich zum Sommerreifen hat der Winterreifen eine Gummimischung, die die Haftung auf der Straße, man spricht auch von der Verzahnung mit der Straßenoberfläche, fördert. Das ist im Sommer nicht so relevant, im Winter bei Glatteis, feuchter Straße und tiefen Temperaturen oder auch bei starkem Schneefall aber sehr wichtig, um sicher von A nach B gelangen zu können. Immerhin ist der Autoreifen die Verbindung zwischen dem Fahrzeug selbst und der Straße und die Frage der Haftung und der sicheren Spurenführung stellt sich dann, wenn die Rahmenbedingungen diese Faktoren gefährden. Das muss jetzt kein Glatteis sein, schon feuchte Blätter, die von den Bäumen gefallen sind, können eine Kurve zur Herausforderung machen.

Nebel, wie er im Herbst oft anzutreffen ist, kann ebenfalls zu Problemen führen, wenn die Temperaturen entsprechend kühl sind und schon wird die Straße so rutschig, dass Sommerreifen zum Problem werden können. Viel wurde schon über die bekannte Grenze von sieben Grad Celsius geschrieben und gesprochen, wonach ab dieser Grenze abwärts der Winterreifen eine viel bessere Haftung anbieten kann als der Sommerreifen.

Diese Angaben werden immer wieder bemüht und diskutiert. Doch Fakt ist, dass bei einer Schneefahrbahn mit 80 km/h Geschwindigkeit der Bremsweg mit Sommerreifen um 40 Meter länger ist. Er wird auch schon länger, wenn kein Schnee liegt, die Fahrbahn aber rutschig ist und damit die Verhältnisse anders als im Sommer.

Bezeichnungen für Winterreifen

Es gibt zwei Bezeichnungen, die für den Winterreifen stehen und zwar "M+S" und "M+MS", wobei M für Matsch und S für Schnee steht. Mit dieser Kennzeichnung müssen Winterreifen zum Beispiel in Österreich auch definiert sein, wenn man vom 1. November bis zum 15. April des Folgejahres bei winterlichen Bedingungen unterwegs ist.

Die Geschichte hat aber einen Haken. Denn es gibt auch internationale Sommerreifen, die ebenfalls "M+S" als Definition aufweisen. Das mag in manchen Ländern völlig ausreichen, aber auf einem Alpenpass in Österreich oder in der Schweiz sollte man sich diese Reifen nicht antun. Sie können zum Fiasko werden, weil die Haftung beiweiten nicht ausreicht.

Winterreifen und Sommerfahrt

Das Umstecken ist mühsam, die Werkstatt mit Depot für viele eine Option, für andere zu teuer. Warum also nicht mit dem Winterreifen im Sommer fahren oder umgekehrt? Der Winterreifen ist im Sommer ein Spritfresser und er reibt sich schneller ab, sodass er auch früher ersetzt werden muss. Ist es eine Garnitur, die man sowieso vor dem nächsten Winter austauschen möchte, kann man im Sommer noch damit fahren, aber der höhere Treibstoffverbrauch rechtfertigt die Entscheidung eigentlich nicht.

Der Sommerreifen im Winter mit der Spekulation, dass die Winter ohnehin immer schneeloser und wärmer werden, ist eine problematische Geschichte, denn wenn man sich nur in der warmen Großstadt bewegt und jederzeit das Auto auch stehen lassen kann, hat man Möglichkeiten - doch rutschig kann es auch im Herbst schon sein, wenn es regnet und die Blätter von den Bäumen fallen. Sicherer ist man mit dem echten Winterreifen unterwegs. Auch der Ganzjahresreifen bietet nicht die Haftung wie der Winterreifen.

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