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Ich bin bedient

Verschiedene Ursprünge für die Redewendung

"Ich bin bedient" ist eine Redewendung, die man schon öfter gehört hat und die auch daher als bekannt bezeichnen kann. Aber sie ist eine jener Redensarten aus dem Volksmund, deren Quelle nicht eindeutig ermittelt werden kann, weil es die unterschiedlichsten Interpretationen und Ursprünge gibt.

Da wäre zum einen die Gaunersprache, in der man zum Ausdruck bringt, dass man genug gestohlen hat und es reicht. Aber da gibt es noch andere Varianten wie jene von einem Kartenspiel, in dem man mit dem Ausdruck kundtut, dass man genug Punkte erzielt hat und keine weiteren Karten mehr braucht. Dieser Zusammenhang wird häufig als Ursprung der Redewendung angesehen, aber heute nutzt man den Spruch auch in ganz anderen Situationen.

Beispiele für die Redewendung "ich bin bedient"

Redewendung ich bin bedientMit dem fleißigen Kellner hat die Redewendung nicht viel zu tun, aber wenn man den ganzen Tag über schlechte Nachrichten erfährt, kann es schon sein, dass man mit der Redensart bekundet, dass es reicht. Man hat genug und wünscht sich positive Nachrichten oder man könnte auch ausdrücken, dass man kaum mehr erträgt von den Hiobsbotschaften, ob sie nun die Familie betreffen oder vielleicht auch die Situation am Arbeitsplatz.

Auch im Sport wird die Redewendung gerne benutzt. Wenn ein Spieler beim Tennis ein Match ganz klar verloren hat, dann ist er nicht nur der Verlierer, sondern er hatte so überhaupt keine Chance und ist bedient. Gemeint ist damit die Aussichtslosigkeit in diesem Duell, die durch die Redensart verstärkt kommentiert wird. Beim Joggen kann es diesen Ausspruch auch geben, wenn man wohl zehn Kilometer laufen konnte, aber so müde ist, dass kein weiterer Kilometer mehr vorstellbar wäre.

In all diesen Situationen steht die Redewendung dafür, dass man genug hat. Abseits des Kartenspiels kann dies vom Sport bis zur Arbeit oder Schule reichen. Natürlich lässt sich die Überleitung zum Kellner im Gasthaus herstellen, der die Speisen und Getränke bringt. Aber gemeint ist damit nicht die Lieferung als solche, sondern dass man genug davon hat - was auch immer: schlechte Nachrichten, Muskelkrämpfe oder einfach die aktuelle Situation an sich.

Man könnte auch "ich habe genug" formulieren, aber die Redewendung wird dann lieber ausgesprochen, was für die meisten Redensarten aus dem Volksmund so gilt.

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