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Seine Schäfchen ins Trockene bringen

Wasser tut eigentlich nichts, ist aber der Ursprung

"Seine Schäfchen ins Trockene bringen" ist eine Redewendung, die es schon sehr lange gibt und die zu jenen gehört, die sehr gerne benutzt werden. Der Ursprung ist dabei völlig klar, weil der Schafhirte bei Regen seine Tiere schützen musste und so wurde daraus auch die entsprechende Phrase, wie man sie heute kennt.

Denkste! Zwar stimmt es, dass die Schafhirten die Schafe vor dem Regen geschützt haben, aber das Wasser spielt gar keine Rolle, weil die Schafe ein Vlies haben, das wasserabweisend ist. Warum also dieser Spruch? Die Antwort ist in einer Egelseuche zu sehen, basierend auf Leberegel. Diese waren in sumpfigen Gebieten beheimatet und konnten eine ganze Herde an Schafen umbringen. Wenn es als sehr viel geregnet hatte und sumpfige Böden zu befürchten waren, war man besser beraten, seine Tiere ins Trockene zu bringen. So war das Wasser indirekt doch auch der Auslöser dieser Beobachtung ergo dieser Redewendung.

Beispiele für die Redewendung "seine Schäfchen ins Trockene bringen"

Redewendung seine Schäfchen ins Trockene bringenHeute hat die Redewendung eine ganz andere Bedeutung, zumindest was das Produkt betrifft. Die Überlegung blieb gleich. Wenn man an der Börse Geld in Aktien investiert hat und nach einem Jahr hat sich der Kurs um ein Viertel gesteigert, dann verkauft man die Aktien, um den Gewinn abzuholen. Zwar könnte man zuwarten, ob der Wert noch weiter steigt, aber das weiß man nicht sicher. Sicher ist hingegen, dass man seinen Gewinn fix in der Tasche hat, wenn man jetzt entsprechend handelt. Damit hat man keine Schafe ins Trockene gebracht, also seinen Gewinn abgesichert und so wird die Redewendung auch häufig eingesetzt.

Weit weg von Weide und Schafen kann es in einem Tennisspiel die Redensart geben. Ein Spieler hat ein Break geschafft und serviert den Satz aus. Gelingt es ihm, dann hat der auch die Schäfchen ins Trockene gebracht, was bedeutet, dass er seinen Vorteil ausnutzen konnte, um gegenüber dem Gegner eine stärkere Position zu erreichen und sich ein gutes Stück dem Sieg näher zu sein. Hätte der Gegner ein Re-Break geschafft, wäre wieder Gleichstand gegeben gewesen.

In diesem Kontext gibt es viele Beispiele. Wenn man gerade eine günstige Position hat, nutzt man diese, um den Vorteil sicher zu haben. Man riskiert nichts mehr, sondern ist zufrieden mit dem, was man gerade erreicht hat. Das kann bei einem Gesellschaftsspiel genauso sein wie an der Börse, im Beruf oder auch in der Schule. Bei einem Sonderangebot ist man auf der sicheren Seite, wenn man frühzeitig den Einkauf getätigt hat, bei Tests ist man auch in einer starken Situation, wenn der erste sehr positiv absolviert wurde. Immer dann kann man auch die Redewendung einsetzen.

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