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Einen Weg einschlagen

Eine Richtung ansteuern

"Einen Weg einschlagen" ist eine Redewendung, die gerne genutzt wird, deren Ursprung aber heute kaum mehr bekannt ist. Es gibt einige Redensarten, die sich mit dem Weg auseinandersetzen und diese gehört dazu. Gemeint ist ursprünglich, dass man für die Fortsetzung seines Weges erst einen solchen schaffen musste - Bäume mussten gefällt, Sträucher geteilt werden. Heute meint man mit der Redensart eher, dass man sich für eine Machart entschieden hat.

Beispiele für die Redewendung "Einen Weg einschlagen"

Redewendung einen Weg einschlagenWenn ein Unternehmer zwei Möglichkeiten hat, wie er bei einem Projekt weiter vorgehen möchte und er hat sich für eine Lösung entschieden, dann hat er einen Weg eingeschlagen. Dabei hat er natürlich nicht Bäume gefällt oder Sträucher entwurzelt, sondern er hat die Richtung vorgegeben, wie weiter gearbeitet werden soll. Man hätte auch sagen können, dass er sich für eine Vorgehensweise entschieden hat, aber lieber erwähnt man, dass er den Weg eingeschlagen hat.

Gibt es beim Lernen für die Schule unterschiedliche Ansätze, wie man ein Thema erarbeiten kann und man hat sich für einen Ansatz entschieden, hat man ebenfalls den Weg eingeschlagen. Das heißt noch nicht, dass man den richtigen Ansatz gefunden hat, aber man hat für sich selbst eine Entscheidung getroffen, wie man sich der Lösung nähern möchte.

In diesem Sinne gibt es viele Situationen, wo man sich entscheiden muss und wenn man dies erledigt hat, hat man den Weg eingeschlagen, also die Richtung bestimmt, wohin es weitergehen soll - egal, ob in der Schule, im Berufsleben oder in der Freizeitgestaltung. Die Erweiterung der Redensart ist die Analyse und die Erkenntnis, dass man den falschen Weg eingeschlagen hat - also sich falsch entschieden hat. Das ist aber auch oft erst im nachhinein erkennbar.

Generell ist es interessant, dass viele Sprüche und Redewendungen aus der Holzindustrie stammen. Sie zeigen die damalige wichtige Bedeutung für die Menschen, auch wenn Holz heute auch noch wichtig ist. Aber viel weniger Leute arbeiten im Wald und dennoch werden Redensarten praktisch täglich genutzt, die damit in Zusammenhang stehen. Das Fällen von Bäumen, um sich einen Weg zurechtzulegen ist eine solche Tätigkeit, mit der die meisten heute nichts zu tun haben. Die Wege sind längst gelegt, die Redewendung hat aber diese Entwicklung überlebt und den Weg schlägt ständig irgendwer ein - ohne mit Holz zu tun zu haben.

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