Sie sind hier: Startseite -> Hobbys -> Redewendungen -> Redewendungen: Tiere -> Auf den Hund gekommen

Auf den Hund gekommen

Wahre Bedeutung: kein Geld haben

"Auf den Hund gekommen" ist eine sehr alte Redewendung, die aber weiterhin gerne verwendet wird. Es handelt sich dabei um einen umgangssprachlichen Ausdruck, für den es viele Erklärungen gibt. Gibt es Redewendungen, deren Ursprung gänzlich ungeklärt ist, so gilt dies für diese Redewendung nicht. Die bevorzugte Variante ist jene, dass ein Hund, der stete Begleiter des Menschen, in der Truhe am Boden aufgemalt war und in jener Truhe war das Geld gesammelt worden. Gab es kein Geld mehr, war man auf den Hund gekommen.

Doch wie bei vielen Redewendungen haben sich die Deutungen stark verändert. Heute spricht man auch davon, auf den Hund gekommen zu sein, wenn man sich in ein solches Tier verliebt hat.

Beispiele zur Redewendung Auf den Hund gekommen

Redewendung auf den Hund gekommenJemand, der sich einen Hund anschafft und die meiste Zeit mit dem Tier verbringt, auf Freunde verzichtet und bei Treffen nicht mehr erscheint - ist auf den Hund gekommen. Gemeint ist damit, dass vor lauter Hundeliebe alle anderen vorher wichtigen sozialen Standpunkte, Freundschaften und vieles mehr nach hinten verschoben wird, weil der Hund und seine Bedürfnisse an erster Stelle stehen. Das Tier hat damit den Fokus erworben und die Redewendung ist damit wörtlich zu nehmen.

Auf den Hund ist aber auch eine Bundesregierung gekommen, wenn das Geld ausgeht. Hier ist die Referenz zur alten Ansicht hergestellt, dass die Holztruhe und deren Boden als Symbol in dem Mittelpunkt stellt. Auch im Wirtschaftsleben trifft man auf die Redewendung im gleichen Sinne, wenn ein Unternehmen finanzielle Probleme bekommen hat. Allerdings wird die Redewendung in diesem Kontext seltener genutzt als man vielleicht annehmen sollte.

Eine ganz andere Auslegung ist mit dem Fehler gegeben. Auf den Hund gekommen kann nämlich auch bedeuten, dass man den Fehler gefunden hat - zum Beispiel der Programmierer in den Codezeilen. Aber auch beim Stricken, Spielen oder bei vielen anderen Situationen wird die Redewendung genutzt, um zum Ausdruck zu bringen, dass man den Fehler gefunden hat.

Diese Redewendung ist eine solche, bei der es die unterschiedlichsten Aussagen gibt. Der Programmierer meint mit dem Hund den Fehler, der ihn so lange aufgehalten hat. In der Wirtschaft ist die alte Bedeutung relevant, dass das Geld ausgegangen ist. Und der Hund selbst ist als Haustier auch gemeint. Man braucht also den gesamten Zusammenhang um zu erkennen, was man mit der Redewendung wirklich meint und umschreiben möchte. Erst dann wird man verstehen, was der Sprecher eigentlich zum Ausdruck bringen will.

Anzeige

Redensarten und Sprichwörter

Beliebte Redensarten und Sprichwörter mit ihrer Herkunft und Bedeutung.

ZUM SHOP

Ebenfalls interessant:

Weitere Redewendungen aus der Tierwelt

Aalglatt

Bedeutung der Redewendung "aalglatt (sein)", die für Menschen verwendet wird, die raffiniert sind und sich immer herauswinden können.

Adlerauge

Redensart "Adlerauge" als Spruch aus der Tierwelt und ihre ursprüngliche Bedeutung sowie Beispiele, wann er eingesetzt wird.

Affengeil

Redewendung "affengeil (sein)" mit dem Kontext zur Tierwelt, aber eigentlich ist die Bedeutung eher auf andere Weise entstanden.

Affentheater

Die Phrase "Affentheater" samt Ursprung, mit der überzeichnet wird, wenn jemand übermütig und sehr gut drauf ist - inklusive Beispiele, wann die Redewendung gesprochen wi

[aktuelle Seite]

Auf den Hund gekommen

Die Redensart "Auf den Hund gekommen" kennen viele Leute, aber eigentlich hat es mit dem Hund gar nichts zu tun, wenn man den Ursprung kennt.

Auf dem Sprung(e) sein

"Auf dem Sprung sein" oder auch "auf dem Sprunge sein" ist eine Redensart aus dem Volksmund, die sich aus der Tierwelt ableitet und eine baldige Aktion ankündigt.

Da liegt der Hund begraben

Beispiele zur Redewendung "da liegt der Hund begraben" und der Bedeutung der Redensart aus der Umgangssprache.

Den Braten riechen

"Den Braten riechen" ist eine beliebte Redewendung, die sowohl positiv wie auch negativ ausgelegt werden kann und deren Ursprung eine Fabel ist.

Der Schwanz wedelt mit dem Hund

Bedeutung der Redewendung "Der Schwanz wedelt mit dem Hund" mit der Herkunft und Beispiele für die Verwendung.

Die Flöhe husten hören

Redewendung "die Flöhe husten hören" und ihr Hintergrund sowie Beispiele, wann sie genutzt werden kann.

Die Fliege machen

Redewendung "die Fliege machen" mit ihrer Herkunft und vor allem Beispielen, wann man sie zum Ausdruck bringt.

Ein Chamäleon sein

Mit der Redewendung ein Chamäleon sein umschreibt man eine Person, auf die man sich nicht wirklich verlassen kann.

Ein Rabenvater sein

"Ein Rabenvater sein" (oder auch eine Rabenmutter) ist eine ab und an verwendete Redewendung, deren Ursprung auch wirklich mit den Raben in Verbindung steht.

Eine dicke Haut haben

Redewendung "eine dicke Haut haben" mit ihrer Herkunft und Bedeutung sowie Beispielen, wann man sie antrifft.

Eine Eselsbrücke bauen

Redewendung "eine Eselsbrücke bauen" mit ihrem Hintergrund und Beispielen, wann die Redensart genutzt wird.

Eine Gänsehaut bekommen

Redewendung "Eine Gänsehaut bekommen", womit die Veränderung der menschlichen Haut bei Angst oder Kälteempfinden gemeint ist.

Einem das Maul stopfen

"Einem das Maul stopfen" ist eine nicht so ganz freundliche Redewendung mit mehreren Bedeutungen und dem Ursprung einer Geschichte mit einem Hund.

Einen Bock schießen

Redewendung "einen Bock schießen" und der Ursprung der Phrase aus dem Bereich der Schützen sowie Beispiele für den Einsatz.

Einen Vogel haben

Die Redewendung "einen Vogel haben" im Bezug auf Mitmenschen - mit Hintergründe und Beispiele sowohl als Redensart wie auch als gezeigtes Symbol.

Elefant im Porzellanladen

Die Redewendung "Elefant im Porzellanladen" überzeichnet eine ungeschickte Person, wobei einmal mehr die Tierwelt als Grundlage gedient hat.

Federn lassen

Die Redewendung "Federn lassen" und ihr Hintergrund aus der Tierwelt und wann die Redensart heute eingesetzt werden kann.

fuchsteufelswild sein

Die Redewendung "fuchsteufelswild sein" ist eine weitere Redensart, die aus der Tierwelt übertragen worden ist und eine Wut umschreibt.

Gassi gehen

Die Redewendung "Gassi gehen", mit der das Mitführen des Hundes auf die Straße umschrieben wird.

Grünschnabel sein

Die Redewendung "Grünschnabel sein", mit der ein junges Alter ebenso umschrieben wird wie auch Unerfahrenheit.

Gut beschlagen sein

Die Redewendung "gut beschlagen sein", die ausdrückt, dass man sich in einer Sache sehr sicher fühlt und über das nötige Wissen verfügt.

Hund in Redewendungen

Der Hund ist ein beliebter Begleiter, aber in den Redewendungen wird er oft als negatives Argument eingebaut und es gibt viele Sprüche zum Thema.

Jemanden aus dem Sattel heben

Die Redewendung "jemanden aus dem Sattel heben" umschreibt das Verdrängen einer Person aus seiner Position, vor allem im Berufsleben.

Jemanden einen Bären aufbinden

Die Redewendung "Jemanden einen Bären aufbinden" umschreibt, dass man die Unwahrheit erzählt hat.

Jemanden im Stich lassen

"Jemanden im Stich lassen" ist eine bekannt Redewendung, deren Ursprung einmal mehr in der Tierwelt zu finden ist und von dort abgeleitet wurde.

Krokodilstränen heucheln

"Krokodilstränen heucheln" ist eine bekannte Redewendung rund um ein nicht ganz ehrlich gemeintes Verhalten der Menschen.

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen

Die Redewendung "mühsam ernährt sich das Eichhörnchen" drückt aus, dass es nur in kleinen Schritten vorwärts geht.

Mir schwant nichts Gutes

Die Redewendung "mir schwant nichts Gutes" ist eine Redensart, womit man eine negative Vorahnung umschreibt.

Nicht aus den Federn kommen

Die Redewendung "nicht aus den Federn kommen" meint, dass man nicht aufstehen will oder kann oder dass man noch müde ist.

Nicht viel Federlesens machen

Die Redewendung "nicht viel Federlesens machen" meint, dass man gleich zur Sache kommt und auch keine Rücksicht nimmt.

Seine Schäfchen ins Trockene bringen

"Seine Schäfchen ins Trockene bringen" ist eine häufig gesprochene Redewendung, deren Ursprung aber auf den ersten Blick ein Widerspruch in sich ist.

Sich aalen

Die Redewendung "sich aalen" ist eine weitere Redensart aus der Tierwelt, womit das genußvolle Strecken und Dehnen und Wohlfühlen gemeint ist.

Sich mit fremden Federn schmücken

Die Redewendung "sich mit fremden Federn schmücken" ist eine Redensart über einen Menschen, der den Erfolg anderer für sich zunutze macht.

Stehlen wie die Raben

"Stehlen wie die Raben" ist eine Redewendung, die sich auch wirklich auf die Raben und ihr Verhalten bezieht und zwar aufgrund einer besonderen Eigenschaft.

Stumm wie ein Fisch sein

Die Redewendung "stumm wie ein Fisch sein" ist eine Redensart über Menschen, die wenig sprechen und sich nicht zu jedem und allem äußern.

Um Nasenlänge voraus

Die Redewendung "um Nasenlänge voraus" ist eine jener Redensarten, die bei einem Wettstreit ausgesprochen werden können.

Wie ein Elefant im Porzellanladen

Die Redewendung "wie ein Elefant im Porzellanladen" umschreibt rücksichtslose oder ungeschickte Menschen und deren Verhalten.

Zur Feder greifen

Die Redewendung "zur Feder greifen", womit das Niederschreiben gemeint ist, entstanden durch die früher verwendete Vogelfeder.

Soziale Medien

Wir freuen uns, wenn dieser Artikel geteilt wird:

Themenliste:

Zurück zum Hauptthema

Übersicht Redewendungen: Tiere

Startseite Hobbys