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Pendelblick im Straßenverkehr

Links und Rechts schauen

Die direkte Verbindung von zwei Punkten ist eine Gerade. Das könnte zwar beim Autofahren oder beim Mobilisieren mit einem Motorrad auch so sein, aber der Haken ist, dass es vor dem Ziel meist Kreuzungen und andere gefährliche Situationen gibt, die man berücksichtigen muss. In der Fahrschule lernt man deshalb den Pendelblick.

Was ist der Pendelblick im Straßenverkehr?

Pendelblick im StraßenverkehrDer Pendelblick ist vielen, die seit Jahren im Straßenverkehr mit Auto, Motorrad oder ähnlichem Fahrzeug unterwegs sind, gar kein Begriff, obwohl sie ihn täglich anwenden. Es handelt sich dabei um ein Blickverhalten, bei dem man nach links und nach rechts sieht, um eventuelle Gefahren zu erkennen und um Verkehrsteilnehmern Vorrang zu geben. Diesen Blick kennt man natürlich auch als Fußgänger, bevor man eine Straße überquert. "Links und rechts schauen" wird schon den Kindern beim Lernen des Schulweges beigebracht.

Die Aufgabenstellung ist dabei, dass man sich vergewissert, dass die Straße frei ist und überquert werden kann. Und damit trägt man aktiv dazu bei, dass man sich sicherer auf der Straße bewegt und dass es zu keine Unfälle kommt. Die Aufgabenstellung gilt also für alle Verkehrsteilnehmer. Dass das Pendelblick heißt, wissen viele gar nicht.

Im Falle des Autofahrens ist der Pendelblick immer dann gefragt, wenn die gewählte Straße durch Querstraßen gekreuzt wird. Vor Kreuzungen muss man manchmal absolut stehen bleiben, weil die STOP-Tafel dies vorschreibt oder die Geschwindigkeit stark reduzieren, weil der Querverkehr Vorrang hat. Dann muss ein schneller Pendelblick zeigen, ob man weiterfahren kann oder ob man mit seinem Fahrzeug vollends stehen bleiben muss.

Pendelblick in der Praxis

Wie bei den anderen Blickarten auch, die es beim Autofahren oder Fahren mit einem anderen Fahrzeug gibt, erfolgt der Pendelblick völlig automatisch. Gefährlich wird es dann, wenn die Konzentration nachlässt und man nicht schauend in eine Kreuzung einfährt, womit jener, der Vorrang hat, nicht rechnet. Daher ist das Blicktraining ein sehr wichtiges.

In den Fahrschulen gibt es das 3-Blick-Training, bei dem der Pendelblick mit dem Richtungsblick und dem Orientierungsblick in Kombination geübt wird. Der Richtungsblick ist jene nach vorne gerichtet, wie die Verkehrssituation vor dem eigenen Fahrzeug beschaffen ist und der Orientierungsblick fixiert bestimmte Punkte während der Fahrt, beispielsweise in Kurven oder vor dem Überholen auf den weiter entfernten Gegenverkehr.

Wobei der Pendelblick vor allem in der Stadt ein ganz großes Thema ist. Fährt man auf einer Durchzugsstraße, wird man weniger damit zu tun haben, aber in Nebenstraßen gibt es alle paar Häuserblöcke eine Quergasse und auch wenn man Vorrang hat, muss man trotzdem achten, was die anderen Verkehrsteilnehmer so treiben. Auch auf Kinder in dicht besiedelten Gebieten muss man besonders aufpassen, womit der Begriff der 3-A-Regel ins Spiel kommt.

Ebenfalls interessant:

3-A-Regel

Die 3-A-Regel im Straßenverkehr steht für das Alter, die Aufmerksamkeit und die Absicht anderer Verkehrsteilnehmer und hilft bei der Beurteilung der Situation.

3-Blick-Training

Das 3-Blick-Training ist eine Kombination an Blicktechniken in der Fahrschule zur Steigerung der Verkehrssicherheit.

3S-Blick

Der 3S-Blick im Straßenverkehr, eine Abkürzung für Spiegel-Spiegel-Schulter-Blick vor dem Umspuren oder Abbiegen.

Bedrängungsblick

Der Bedrängungsblick ist ein weniger bekannter Begriff im Straßenverkehr für ein Hinstarren auf entgegenkommende Fahrzeuge, wodurch Unfallgefahr entstehen könnte.

Blickmarken

Die Blickmarken, die im Straßenverkehr als Fixpunkte gewählt werden, um Abstände und Sichtweiten ermitteln zu können.

Orientierungsblick

Der Orientierungsblick im Straßenverkehr wird durchgeführt, um die folgenden Verkehrspassagen zu prüfen oder die Möglichkeit des Überholens.

[aktuelle Seite]

Pendelblick

Der Pendelblick im Straßenverkehr ist ein solcher, bei dem durch Blick zu beiden Seiten geprüft wird, ob Querverkehr vorliegt und das gilt auch für Fußgänger.

Richtungsblick

Der Richtungsblick im Straßenverkehr ist der Blick nach vorne, um die Lage in der aktuellen Verkehrssituation erkennen zu können.

Schulterblick

Der Schulterblick im Straßenverkehr soll helfen, die Verkehrssituation richtig einzustufen und den toten Winkel aufzuheben - ist aber nicht immer möglich und sinnvoll.

Sicherungsblick

Der Sicherungsblick im Straßenverkehr, durch den eine geplante Aktion hinterfragt wird, zum Beispiel vor dem Ausparken.

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