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Jemanden einen Bären aufbinden

Eine Lüge erzählen

"Jemanden einen Bären aufbinden" ist eine beliebte Redensart, die sich auch auf die Tierwelt bezieht und zwar auf die Tatsache, dass man einen Bären in früheren Jahren kaum hat erlegen können, aber einen lebenden Bären zu fesseln - das ging gar nicht. In diesem Kontext wird die Redewendung auch verwendet, denn wer das glaubt, ist leichtgläubig und so steht die Redewendung auch dafür, dass man mit seiner Erzählung einen Leichtgläubigen täuscht - kurzum belügt oder in der Erzählung übertreibt.

Beispiele für die Redewendung "jemanden einen Bären aufbinden"

Redewendung jemanden einen Bären aufbindenWenn man aus der Besprechung mit dem Chef kommt und dabei die Unwahrheit kundtut, die aber von der Kollegenschaft geglaubt wird, dann hat man ihnen einen Bären aufgebunden. Das müssen jetzt nicht unbedingt gutgläubige Menschen sein, aber es ist gelungen, die Unwahrheit als Wahrheit zu verkaufen und man konnte die anderen täuschen. Das kann jetzt natürlich auch im witzigen Kontext passieren, aber es kann auch eine bewusste Manipulation sein.

Gleiches gilt, wenn ein Kind sein Wochenende abenteuerlicher erzählt als es eigentlich war und die anderen Kinder dies glauben. Auch dann hat dieses Kind den anderen einen Bären aufgebunden, also die Unwahrheit oder zumindest nicht die ganze Wahrheit berichtet und die Geschichte positiver dargestellt, als es der Realität entsprochen hatte.

Überhaupt wird die Redewendung dann gerne verwendet, wenn man sich von der Wahrheit entfernt hat, aber es gelungen ist, die Zuhörer zu überzeugen. Ob man sich dabei selbst besser ins Licht gebracht hat oder ob man schlichtweg falsche Informationen weitergegeben hat, ist dabei nicht so wesentlich.

Der Bär als Vertreter der Tierwelt steht in diesem Zusammenhang als Symbol für eine Geschichte, die nicht sein kann - oder wer hat schon einen Bären fesseln können, vor allem einen wilden? Selbst im Zirkus wäre die Übung schwierig und vermutlich gefährlich, aber im wilden Wald ein individuelles riesiges Wesen fesseln? Geht gar nicht. Und so entstand die Überleitung zu der Redensart, die heute noch sehr häufig verwendet wird. Man könnte auch "er hat geschwindelt oder gelogen" sagen, doch die Redewendung klingt eleganter und ist natürlich auch lustiger.

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