Sie sind hier: Startseite -> Hobbys -> Redewendungen -> Redewendungen: Tiere -> Krokodilstränen heucheln

Krokodilstränen heucheln

Ursprung der Redewendung ist eine Sage

"Krokodilstränen heucheln" ist eine bekannte Redewendung, die viele Menschen anwenden, deren Ursprung aber oft unbekannt ist. Das Krokodil ist ein beeindruckendes Tier, mit dem man aber besser nicht in Kontakt tritt, denn seine Gefährlichkeit ist bekannt. Wie kam es nun zu dieser ungewöhnlichen Redensart?

Basis ist eine Sage, in der ein Krokodil die Stimme eines Kindes nachahmt, um mögliche Opfer anzulocken. Die Menschen wollten nach dem Kind sehen und sahen sich dem gefährlichen Räuber gegenüber. Zwar ist die Redewendung nicht im Sinne vom Angriff gemeint, aber das Verstellen ist durchaus Thema, nämlich das Vorspielen falscher Emotionen.

Beispiele für die Redewendung "Krokodilstränen heucheln"

Redewendung Krokodilstränen heuchelnDie Redewendung passt dann ganz gut, wenn jemand sich verletzt hat und die anderen, zum Beispiel die Kollegenschaft, sich besonders betroffen zeigen. Sie bedauern den Unfall und sind betroffen von der Verletzung - in Wirklichkeit ist es ihnen aber herzlichst egal oder noch schlimmer: sie finden es lustig. Sie täuschen vor dem Verletzten Mitgefühl vor, denken und fühlen aber in einer ganz anderen Art und Weise und deshalb passt die Redensart in solchen Situationen sehr gut.

Auch bei einem Begräbnis gibt es diese vorgespielten Tränen, um Betroffenheit zu heucheln, die gar nicht vorhanden ist. Man nimmt an der Abschiedszeremonie teil, ist tief betroffen, aber in Wirklichkeit ist es egal und man tut so als ob. Das ist auch die Kernaussage der Redewendung.

Mit der Redensart wird daher überzeichnet, dass man etwas vorspielt, das gar nicht vorhanden ist. Dabei gibt es unterschiedliche Motivationsgründe, denn gegenüber dem Chef kann es sein, dass man Mitgefühl zeigt, um sich gut zu stellen und einen persönlichen Vorteil daraus zu ziehen. Beim Begräbnis erfüllt man eher eine erwartete Pflicht, hat aber keine Lust, sich groß damit auseinander zu setzen.

Es gibt auch innerhalb von Familien oder Beziehungen die Situation, in der jemand berechnend Tränen zeigt und man dann tief betroffen ist und in Wirklichkeit manipuliert wird. Man hat sich vielleicht einen Fehler erlaubt, aber um nicht kritisiert zu werden, spielt man einen traurigen Menschen und auf einen solchen wird man kaum losgehen können oder wollen und das ist dann auch eine Form, die gut zur Redewendung passt.

    Ebenfalls interessant:

    Weitere Redewendungen aus der Tierwelt

    • Aalglatt
      Bedeutung der Redewendung "aalglatt (sein)", die für Menschen verwendet wird, die raffiniert sind und sich immer herauswinden können.
    • Adlerauge
      Redensart "Adlerauge" als Spruch aus der Tierwelt und ihre ursprüngliche Bedeutung sowie Beispiele, wann er eingesetzt wird.
    • Affengeil
      Redewendung "affengeil (sein)" mit dem Kontext zur Tierwelt, aber eigentlich ist die Bedeutung eher auf andere Weise entstanden.
    • Affentheater
      Die Phrase "Affentheater" samt Ursprung, mit der überzeichnet wird, wenn jemand übermütig und sehr gut drauf ist - inklusive Beispiele, wann die Redewendung gesprochen wi
    • Auf den Hund gekommen
      Die Redensart "Auf den Hund gekommen" kennen viele Leute, aber eigentlich hat es mit dem Hund gar nichts zu tun, wenn man den Ursprung kennt.
    • Auf dem Sprung(e) sein
      "Auf dem Sprung sein" oder auch "auf dem Sprunge sein" ist eine Redensart aus dem Volksmund, die sich aus der Tierwelt ableitet und eine baldige Aktion ankündigt.
    • Da liegt der Hund begraben
      Beispiele zur Redewendung "da liegt der Hund begraben" und der Bedeutung der Redensart aus der Umgangssprache.
    • Den Braten riechen
      "Den Braten riechen" ist eine beliebte Redewendung, die sowohl positiv wie auch negativ ausgelegt werden kann und deren Ursprung eine Fabel ist.
    • Der Schwanz wedelt mit dem Hund
      Bedeutung der Redewendung "Der Schwanz wedelt mit dem Hund" mit der Herkunft und Beispiele für die Verwendung.
    • Die Flöhe husten hören
      Redewendung "die Flöhe husten hören" und ihr Hintergrund sowie Beispiele, wann sie genutzt werden kann.
    • Die Fliege machen
      Redewendung "die Fliege machen" mit ihrer Herkunft und vor allem Beispielen, wann man sie zum Ausdruck bringt.
    • Ein Chamäleon sein
      Mit der Redewendung ein Chamäleon sein umschreibt man eine Person, auf die man sich nicht wirklich verlassen kann.
    • Ein Rabenvater sein
      "Ein Rabenvater sein" (oder auch eine Rabenmutter) ist eine ab und an verwendete Redewendung, deren Ursprung auch wirklich mit den Raben in Verbindung steht.
    • Eine dicke Haut haben
      Redewendung "eine dicke Haut haben" mit ihrer Herkunft und Bedeutung sowie Beispielen, wann man sie antrifft.
    • Eine Eselsbrücke bauen
      Redewendung "eine Eselsbrücke bauen" mit ihrem Hintergrund und Beispielen, wann die Redensart genutzt wird.
    • Eine Gänsehaut bekommen
      Redewendung "Eine Gänsehaut bekommen", womit die Veränderung der menschlichen Haut bei Angst oder Kälteempfinden gemeint ist.
    • Einem das Maul stopfen
      "Einem das Maul stopfen" ist eine nicht so ganz freundliche Redewendung mit mehreren Bedeutungen und dem Ursprung einer Geschichte mit einem Hund.
    • Einen Bock schießen
      Redewendung "einen Bock schießen" und der Ursprung der Phrase aus dem Bereich der Schützen sowie Beispiele für den Einsatz.
    • Einen Vogel haben
      Die Redewendung "einen Vogel haben" im Bezug auf Mitmenschen - mit Hintergründe und Beispiele sowohl als Redensart wie auch als gezeigtes Symbol.
    • Elefant im Porzellanladen
      Die Redewendung "Elefant im Porzellanladen" überzeichnet eine ungeschickte Person, wobei einmal mehr die Tierwelt als Grundlage gedient hat.
    • Federn lassen
      Die Redewendung "Federn lassen" und ihr Hintergrund aus der Tierwelt und wann die Redensart heute eingesetzt werden kann.
    • fuchsteufelswild sein
      Die Redewendung "fuchsteufelswild sein" ist eine weitere Redensart, die aus der Tierwelt übertragen worden ist und eine Wut umschreibt.
    • Gassi gehen
      Die Redewendung "Gassi gehen", mit der das Mitführen des Hundes auf die Straße umschrieben wird.
    • Grünschnabel sein
      Die Redewendung "Grünschnabel sein", mit der ein junges Alter ebenso umschrieben wird wie auch Unerfahrenheit.
    • Gut beschlagen sein
      Die Redewendung "gut beschlagen sein", die ausdrückt, dass man sich in einer Sache sehr sicher fühlt und über das nötige Wissen verfügt.
    • Hund in Redewendungen
      Der Hund ist ein beliebter Begleiter, aber in den Redewendungen wird er oft als negatives Argument eingebaut und es gibt viele Sprüche zum Thema.
    • Jemanden aus dem Sattel heben
      Die Redewendung "jemanden aus dem Sattel heben" umschreibt das Verdrängen einer Person aus seiner Position, vor allem im Berufsleben.
    • Jemanden einen Bären aufbinden
      Die Redewendung "Jemanden einen Bären aufbinden" umschreibt, dass man die Unwahrheit erzählt hat.
    • Jemanden im Stich lassen
      "Jemanden im Stich lassen" ist eine bekannt Redewendung, deren Ursprung einmal mehr in der Tierwelt zu finden ist und von dort abgeleitet wurde.
    • Krokodilstränen heucheln
      "Krokodilstränen heucheln" ist eine bekannte Redewendung rund um ein nicht ganz ehrlich gemeintes Verhalten der Menschen.
    • Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen
      Die Redewendung "mühsam ernährt sich das Eichhörnchen" drückt aus, dass es nur in kleinen Schritten vorwärts geht.
    • Mir schwant nichts Gutes
      Die Redewendung "mir schwant nichts Gutes" ist eine Redensart, womit man eine negative Vorahnung umschreibt.
    • Nicht aus den Federn kommen
      Die Redewendung "nicht aus den Federn kommen" meint, dass man nicht aufstehen will oder kann oder dass man noch müde ist.
    • Nicht viel Federlesens machen
      Die Redewendung "nicht viel Federlesens machen" meint, dass man gleich zur Sache kommt und auch keine Rücksicht nimmt.
    • Seine Schäfchen ins Trockene bringen
      "Seine Schäfchen ins Trockene bringen" ist eine häufig gesprochene Redewendung, deren Ursprung aber auf den ersten Blick ein Widerspruch in sich ist.
    • Sich aalen
      Die Redewendung "sich aalen" ist eine weitere Redensart aus der Tierwelt, womit das genußvolle Strecken und Dehnen und Wohlfühlen gemeint ist.
    • Sich mit fremden Federn schmücken
      Die Redewendung "sich mit fremden Federn schmücken" ist eine Redensart über einen Menschen, der den Erfolg anderer für sich zunutze macht.
    • Stehlen wie die Raben
      "Stehlen wie die Raben" ist eine Redewendung, die sich auch wirklich auf die Raben und ihr Verhalten bezieht und zwar aufgrund einer besonderen Eigenschaft.
    • Stumm wie ein Fisch sein
      Die Redewendung "stumm wie ein Fisch sein" ist eine Redensart über Menschen, die wenig sprechen und sich nicht zu jedem und allem äußern.
    • Um Nasenlänge voraus
      Die Redewendung "um Nasenlänge voraus" ist eine jener Redensarten, die bei einem Wettstreit ausgesprochen werden können.
    • Wie ein Elefant im Porzellanladen
      Die Redewendung "wie ein Elefant im Porzellanladen" umschreibt rücksichtslose oder ungeschickte Menschen und deren Verhalten.
    • Zur Feder greifen
      Die Redewendung "zur Feder greifen", womit das Niederschreiben gemeint ist, entstanden durch die früher verwendete Vogelfeder.

    Wir freuen uns, wenn dieser Artikel geteilt wird:

    Zurück zum Hauptthema

    Übersicht Redewendungen: Tiere

    Startseite Hobbys