Sie sind hier: Startseite -> Auto / Verkehr -> Straßenverkehr -> Durchzugsverkehr

Durchzugsverkehr / Durchgangsverkehr

Verkehrsbelastung in den Städten

Der Begriff Durchzugsverkehr, oft auch als Durchgangsverkehr verwendet, umschreibt die Verkehrsbelastung für die Städte und Gemeinden. Dabei ist jener Verkehr gemeint, der beispielsweise in einem kleinen Ort beim einen Ortsende beginnt und beim anderen endet, ohne dass die Fahrt unterbrochen wird.

Durchzugsverkehr: Thema Lärm und Abgase

Somit handelt es sich um Fahrten, die mit dem Ort selbst nicht in Verbindung stehen, sondern der Ort und seine wichtigsten Straßen stehen als Überbrückung zur Verfügung, um von A nach B zu gelangen. Die Quantität dieses Durchzugverkehrs ist für die Verkehrsplanung relevant, weil man mit den Zahlen argumentieren und diskutieren kann, ob eine Ortsumfahrung eventuell nötig ist, um die Bevölkerung zu entlasten. Dabei sind die Abgase ein Thema, es wird aber immer öfter die Lärmbelästigung zur Diskussionsgrundlage.

Vom Begriff Durchzugsverkehr leitet sich auch der Begriff Durchzugsstraße ab, der in Großstädten Gültigkeit hat. Dabei sind Straßen gemeint, die kein Ziel darstellen, weil man dort nicht einkaufen möchte, sondern sie sind Mittel zum Zweck. Das sind beispielsweise Straßen, die zur Überbrückung der Strecke von der Innenstadt zu den Außenbezirken verwendet werden. Gerade in Großstädte gibt es viele dieser Strecken, die die Verbindung der äußeren mit den inneren Stadtzonen darstellen und stark belastet sind. Gibt es hier einen Unfall, baut sich schnell ein Stau in weiteren Verkehrszonen auf.

Bedeutung des Durchzugsverkehr

Einerseits sind die Straßen nötig, um die Verkehrsverbindung aufrecht zu erhalten, andererseits ist die Belastung für die Menschen, die in solchen Straßenzügen leben, sehr hoch. Auch hier ist vor allem der Faktor Lärm ein wichtiges Argument, denn die Zahl der Autos steigt weiterhin und damit auch das Verkehrsaufkommen ergo die Belastung für die Anrainer.

Da das Verkehrsaufkommen mit jedem Jahr steigt, steigt auch die Belastung durch den Durchzugsverkehr und viele Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung sind bereits überlegt und teilweise umgesetzt worden. Dennoch wird man die Problematik nie wirklich zur Zufriedenheit aller lösen können. Es kommen aber noch weitere Faktoren dazu. Durch den Klimawandel wird es in den Städten im Sommer immer heißer, es gibt mehr Autos, mehr Stau und man kann eigentlich nicht mehr vom Autofahren sprechen, weil man oft zu Fuß schneller ist. Ergo steigt auch die Aggression und damit die Lust, laut zu hupen, um sich Gehör zu verschaffen oder einfach einmal seine Wut herauszulassen.

Das belastet noch weiter die Lärmkulisse und in manchen Durchzugsstraßen kann man sich als Fußgänger kaum mehr unterhalten, weil es so laut geworden ist. Die Belastung ist in der Großstadt enorm, aber auch kleine Gemeinden, die entlang einer oft genutzten Strecke liegen, haben das Lärmproblem. Dort gibt es noch ein anderes Problem, weil oft Ampeln fehlen. Daher donnern die Fahrzeuge mit 50 km/h durch die Ortschaften und für das Überqueren der Hauptstraße - vor allem für kleine Kinder - wird die Aktion zur gefährlichen Situation, weshalb man auch hier überlegt, Abhilfe zu schaffen.

Nun ist aber das Zubetonieren der Natur für diverse Umfahrungen auch nicht der Weisheit letzter Schluss und es gibt auch die Theorie, dass mehr Straßen mehr Straßenverkehr verursachen, aber andererseits kann die Lärmbelastung natürlich nicht dauerhaft bleiben. Längst ist klar, dass es negative gesundheitliche Reaktionen auf den Straßenlärm gibt, andererseits fehlt es mitunter an Alternativen wie etwa öffentlichen Verkehrsmitteln am Land oder die Öffis werden so stark genutzt, dass sie selbst überlastet sind.

Artikel zum Thema Straßenverkehr: Verkehrsarten

Wenn Dir der Artikel gefallen oder geholfen hat, teile ihn mit Freunden:

Kommentar schreiben




Spamschutz: bitte folgendes Wort in das nächste Feld eingeben: nospam

Bisherige Kommentare (0)

Seiten: