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Wetter im Sommer 2020 Österreich

Errechnetes Wetter für Juni bis August

Der Sommer 2020 sollte deutlich zu warm ausfallen und er war auch letztlich zu warm, aber nicht ganz so extrem, wie man das hatte befürchten können. 1 - 2 Grad sollte es wärmer werden als in den 30 Jahren von 1981 bis 2010 und da sind schon sehr warme Jahre miteinberechnet, nachdem die letzten Jahre und eigentlich das letzte Jahrzehnt schon massiv zu warme Jahreszeiten gebracht hatte.

Sommer 2020 war um 0,9 Grad zu warm und zu feucht

Tatsächlich war der Sommer 2020 in der Rückblende um 0,9 Grad zu warm und damit in der über 250-jährigen Wettergeschichte auf Platz 14 im Flachland und gar auf Platz 13 im Gebirge. Es war kein extremer Sommer, aber kalt ist auch anders - auch wenn viele das so empfunden haben. Der Frühling war einmal mehr zu trocken und viel zu warm und dann kam der feuchte Juni mit 0,3 Grad kühleren Temperaturen als üblich und schon hatte sich das Gefühl eingestellt, dass der Sommer gar nichts kann.

Das hatte aber mit einem anderem Faktor zu tun, der bis in den August erhalten blieb und zwar eine sehr unbeständige Wetterlage mit abwechselnd einem Tief aus Nordwest oder einem Italientief aus Süd. Dazwischen war es immer sehr warm und in Wien gab es wieder viele Tropennächte, aber nicht so viele wie etwa 2019 oder in den auch sehr warmen Jahren davor.

Durch die Regenphasen und speziell die vielen Unwetter wie in Kärnten und in der Steiermark empfand man den Sommer nicht als sehr sommerlich, schöne Tage gab es aber trotzdem genug und die Abweichung von fast einem Grad Celsius bestätigt dies auch. Es war wohl je nach Region unbeständig, aber nicht kalt. So gab es etwa auf der Wiener Hohen Warte trotz einiger Gewitter und unbeständiger Tage 20 Tage über 30 Grad, 2019 waren es 37 (!!) heiße Tage. Vergleicht man mit dem Vorjahr, war der Sommer 2020 durchschnittlich, vergleicht man aber etwa mit früheren Jahrzehnten wie 1961 - 1990, dann war es ein heißer Sommer, denn damals waren 9 heiße Tage der Normalwert - weniger als die Hälfte 2020.

Zum Nachlesen: so nahm man den Sommer per April 2020 an:

Prognose für den Sommer 2020 in Österreich und dem Alpenraum

Das europäische Wettermodell zeigt bei den Temperaturen einen klaren Trend und zwar für fast ganz Europa und der heißt: es wird nicht kalt. Im Alpenraum legt die Temperatur im Vergleich zu den langfristigen Werten noch deutlicher zu als etwa in Deutschland.

  • Juni 2020:in Deutschland +0,75 bis +1 Grad, Österreich +1 bis +1,5 Grad
  • Juli 2020: in Deutschland +1 bis +1,5 Grad, Österreich +1,5 bis +2,0 Grad
  • August 2020: in Deutschland: +1,5 bis +2,0 Grad, Österreich ebenso

Beim Niederschlag sollte es im Juni etwas mehr Niederschlag als üblich geben, vor allem in Westösterreich oder in Norddeutschland, der Juli ist sehr trocken, der August normal - nicht mehr und nicht weniger Regen als in einem typischen Augustmonat.

In Summe hat man es mit dem nächsten sehr warmen bis heißen Sommer zu tun und das Problem der aufgeheizten Städte wird in der Nacht ein Thema werden. Bleibt die Trockenheit im Frühjahr erhalten, dann könnte das sehr unangenehm werden, weil ein trockener Boden weniger Wärme aufnehmen kann als ein gut durchfeuchteter.

Was heißt das jetzt?

Wenn es um zwei Grad wärmer ist als langfristig, dann heißt dass, dass es um diese zwei Grad höhere Temperaturen als die durchschnittlichen Werte der Jahre 1981 bis 2010, also von 30 Jahren gibt. In Wien gibt es (siehe nachstehende Tabelle) durchschnittlich 21 Grad im Schatten, also wären es dann 23, wobei man das so nicht direkt sagen kann, weil es mal mehr und mal weniger intensiven Sonnenschein gibt. Aber bei 23 Grad im Schatten hat man zumindest 30 bis 35 Grad in der Sonne.

Das Problem mit der Langfristprognose besteht aber darin, dass eine sehr trockene Wettersituation helfen kann, dass es in den Städten leichter abkühlt, wenn die Nacht an der Reihe ist, wenn es sehr feucht ist, kühlt es kaum ab. Das stimmt aber auch nur bedingt, weil 2018 war es staubtrocken und trotzdem kühlte es in Wien und anderen großen Städten in Mitteleuropa nur wenig ab.

Langfristwerte der Landeshauptstädte in Österreich

Nachstehend gibt es eine Aufstellung der österreichischen Landeshauptstädte, um sich einen Überblick zu verschaffen. Der erste Wert ist der Juni, der zweite der Juli und der dritte schließlich der August. Es handelt sich um Durchschnittswerte von 1981 bis 2010 und natürlich Temperaturen, die im Schatten gemessen wurden.

LandeshauptstadtJuniJuliAugust
Wien 18,7 21,0 20,5
St. Pölten 17,8 19,8 19,3
Eisenstadt 18,8 21,0 20,2
Linz 17,9 19,9 19,4
Salzburg 16,8 18,9 18,2
Innsbruck 17,9 19,2 18,4
Bregenz 17,2 19,2 18,3
Graz 18,3 20,2 19,5
Klagenfurt 17,8 19,8 19,0

 

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Mit dem Thermometer gelingt es, die aktuelle Temperatur oder genauer Lufttemperatur in Celsius zu messen, wobei zu berücksichtigen ist, dass man die Temperatur richtig erfasst. Wind und Luftfeuchtigkeit spielen auch eine große Rolle und so gibt es weitere Begriffe wie etwa den Taupunkt und die gefühlte Temperatur oder auch Behaglichkeitstemperatur sowie die effektive Temperatur beim Wetter.

Was Wetterbegriffe rund um warmes Wetter betrifft, gibt es verschiedene Situationen. Der Jahrhundertsommer wie im Jahr 2003 ist medial sehr einprägsam und dokumentiert überraschend hohe Temperaturen über einen langen Zeitraum. Der Altweibersommer ist in Ameria unter den Namen Indian summer bekannt und umschreibt eine sehr milde Wettersituation im Oktober. Im Hochsommer sind die Begriffe Hitzewelle und Hundstage ein Thema, wobei die Hundstage Ende Juli und Anfang August die heißeste Zeit bringen. Dann werden aus Großstädten oft auch Wärmeinseln mit geringer Abkühlung in der Nacht.

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    Infos zum Artikel

    Wie wird das Wetter im Sommer 2020?Artikel-Thema: Wetter im Sommer 2020 Österreich

    Beschreibung: Wetterprognose für den Sommer 2020 in Österreich und den Alpenraum basierend auf der errechneten langfristigen Temperatur im Vergleich zu langfristigen Werten.

    letzte Bearbeitung war am: 31. 10. 2020