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Wetter im Sommer 2021

Sehr warm und sehr trocken

Das Wetter im April 2021 erwies sich als untypisch kalt mit einer Abweichung von über minus 2,5 Grad etwa in Österreich, aber auch in Deutschland. Im April 2020 war es gegenteilig viel zu warm. Auch der Mai hat sehr wechselhaft und eher frisch begonnen, die Frühtemperaturen erinnern eher an Februar oder März. Wie wird nun aber der Sommer werden - weiß man das schon?

Der Juni war viel zu warm und trocken

Viele haben befürchtet, dass nach dem deutlich zu kalten Mai ein sehr heißer Sommer drohen könnte und der Juni hat diese Theorie wahr werden lassen. Es gab eine extrem lange Hitzewelle in Ostösterreich und vor allem auch im Südosten wie dem Grazer Becken und der Südoststeiermark, aber auch im Westen viele sehr heiße Tage.

Die Langfristprognose ging von einem um 1 Grad zu warmen Sommer aus, der Juni 2021 war im Flachland aber gleich um 2,4 und auf den Bergen um 2,7 Grad zu warm. Dazu gab es um ein Drittel mehr Sonnenstunden als üblich und je nach Region deutlich zu wenig Regen. In vielen Regionen fehlten 50 bis 75 % des üblichen Niederschlags.

Der Juli brachte extreme Unwetter

Der Juli 2021 lässt sich österreichweit gar nicht zusammenfassen - zu unterschiedlich war das Wetter. Im Südosten, vor allem in der Südoststeiermark gab es eine Temperaturabweichung von fast 2 Grad und damit war es hier einer der drei wärmsten Juli seit Beginn der Aufzeichnungen. In Vorarlberg war hingegen kein einziger Hitzetag (mehr als 30 Grad) erreicht worden und die Temperaturen waren exakt so, wie sie sein sollten im Vergleich zum langfristigen Schnitt.

Es gab extrem trockene Zonen wie das Weinviertel und extrem nasse Orte mit mehr als doppelt so viel Niederschlag. Und dazu gab es Gewitter, Gewitter und nochmals Gewitter. In Deutschland gab es eine Katastrophe mit Extremstarkregen und 160 Tote, in Österreich gab es in Amstetten, Graz, in vielen Orten von Vorarlberg bis Oberösterreich und selbst in Wien Starkregenereignisse. 80 Liter in drei Stunden pro Quadratmeter waren keine Seltenheit, teilweise sogar 120 bis 160 Liter - Hochwasser und überflutete Keller inklusive.

Daher ist der Vergleich mit der Langfristprognose schwierig. Es sollte um ein Grad zu warm sein und in der Steiermark war es sogar noch wärmer, in Vorarlberg gab es hingegen normale Werte und dort stimmte die Prognose dann nicht. Und dass etwa in Linz kein einziger heißer Tag gezählt wurde, ist im Vergleich zu den Vorjahren auch außergewöhnlich.

Prognose für den Sommer 2021 in Österreich und dem Alpenraum

Für die Monate Juni, Juli und August 2021 gibt es jedes Jahr langfristige Wettermodelle über den möglichen Verlauf, wobei dies Durchschnittswerte sind. Für den Sommer 2021 von Juni bis August stehen zwei zentrale Aussagen im Raum, die sich immer mehr bestätigt haben:

Ergo hat man es mit dem nächsten sehr warmen Sommer zu tun, auch wenn eine solch langfristige Prognose nichts darüber aussagt, ob es in Woche 3 des Juli sehr heiß oder doch gewittrig und regnerisch sein könnte. Der allgemeine Trend weist auf einen schönen, sehr warmen und - für die Natur nicht so gut - sehr trockenen Sommer hin.

Würde dies so stimmen, dann könnte es in den Großstädten leichter abbkühlen, weil trockene Luft im Hochsommer dies begünstigt - da man klare Nächte hätte. Aber untertags sind Temperaturen von 25 bis 30 Grad wohl zu erwarten. Hitzewellen sind aber bei einer Abweichung von gleich einem Grad jederzeit möglich.

Was heißt das jetzt?

Wenn es um zwei Grad wärmer ist als langfristig, dann heißt dass, dass es um diese zwei Grad höhere Temperaturen als die durchschnittlichen Werte der Jahre 1981 bis 2010, also von 30 Jahren gibt. In Wien gibt es (siehe nachstehende Tabelle) durchschnittlich 21 Grad im Schatten, also wären es dann 23, wobei man das so nicht direkt sagen kann, weil es mal mehr und mal weniger intensiven Sonnenschein gibt. Aber bei 23 Grad im Schatten hat man zumindest 30 bis 35 Grad in der Sonne.

Das Problem mit der Langfristprognose besteht aber darin, dass eine sehr trockene Wettersituation helfen kann, dass es in den Städten leichter abkühlt, wenn die Nacht an der Reihe ist, wenn es sehr feucht ist, kühlt es kaum ab. Das stimmt aber auch nur bedingt, weil 2018 war es staubtrocken und trotzdem kühlte es in Wien und anderen großen Städten in Mitteleuropa nur wenig ab.

Langfristwerte der Landeshauptstädte in Österreich

Nachstehend gibt es eine Aufstellung der österreichischen Landeshauptstädte, um sich einen Überblick zu verschaffen. Der erste Wert ist der Juni, der zweite der Juli und der dritte schließlich der August. Es handelt sich um Durchschnittswerte von 1981 bis 2010 und natürlich Temperaturen, die im Schatten gemessen wurden.

LandeshauptstadtJuniJuliAugust
Wien 18,7 21,0 20,5
St. Pölten 17,8 19,8 19,3
Eisenstadt 18,8 21,0 20,2
Linz 17,9 19,9 19,4
Salzburg 16,8 18,9 18,2
Innsbruck 17,9 19,2 18,4
Bregenz 17,2 19,2 18,3
Graz 18,3 20,2 19,5
Klagenfurt 17,8 19,8 19,0

 

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Mit dem Thermometer gelingt es, die aktuelle Temperatur oder genauer Lufttemperatur in Celsius zu messen, wobei zu berücksichtigen ist, dass man die Temperatur richtig erfasst. Wind und Luftfeuchtigkeit spielen auch eine große Rolle und so gibt es weitere Begriffe wie etwa den Taupunkt und die gefühlte Temperatur oder auch Behaglichkeitstemperatur sowie die effektive Temperatur beim Wetter.

Was Wetterbegriffe rund um warmes Wetter betrifft, gibt es verschiedene Situationen. Der Jahrhundertsommer wie im Jahr 2003 ist medial sehr einprägsam und dokumentiert überraschend hohe Temperaturen über einen langen Zeitraum. Der Altweibersommer ist in Ameria unter den Namen Indian summer bekannt und umschreibt eine sehr milde Wettersituation im Oktober. Im Hochsommer sind die Begriffe Hitzewelle und Hundstage ein Thema, wobei die Hundstage Ende Juli und Anfang August die heißeste Zeit bringen. Dann werden aus Großstädten oft auch Wärmeinseln mit geringer Abkühlung in der Nacht.

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Wetter im Sommer 2021Artikel-Thema: Wetter im Sommer 2021

Beschreibung: Das 😎 Wetter im Sommer 2021 wird laut Langfristprognose ✅ deutlich wärmer werden und vor allem sehr trocken verlaufen.

letzte Bearbeitung war am: 31. 07. 2021

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