Obwohl die Langfristprognose trotz bester Computer immer noch sehr fehleranfällig ist, ist das Interesse an der Prognose für den nächsten Sommer weiterhin ungebrochen groß. Das NOAA-Wettersystem bietet neun Monate im voraus Berechnungen an, wie sich die Sommermonate verhalten könnten, wobei man mit Wahrscheinlichkeiten zu tun hat und nicht mit präziser Prognosen.
Es gibt auch gemeine Wettersituationen wie im Winter 2025/2026, in dem der kalte Osten fast richtig vorherberechnet war, die viel zu milden Berge hingegen gar nicht gestimmt haben. Nun denn, wie soll der Sommer 2026 in Österreich und Mitteleuropa denn werden?
Grundlage: Berechnungen im April 2026
Der Winter 2025/2026 war schon deutlich zu trocken, auch wenn es ein paar stärkere Niederschlagsphasen gab. Gerade im Weinviertel in Niederösterreich fehlte der Niederschlag und der staubtrockene März hat auch nicht geholfen. Diese Trockenheit soll bis Mai oder Juni fortgeführt werden, was für ein sehr warmes Frühjahr steht. Der Sommerbeginn im Juni fällt dann auch entsprechend warm aus, denn ein Grad mehr als das aktuelle Klimamittel ist schon eine Ansage. Im Klimamittel sind die heißen Sommer wie 2003, 2015, etc. bereits enthalten!
Sehr heiß könnte der Juli werden, weil das Klimamittel bis zu zwei Grad übertroffen werden könnte. Der Niederschlag ist aber als normaler berechnet und damit könnte sich die schon extreme Trockenheit verabschieden. Dazu aber gleich noch etwas mehr. Im August soll es aber nicht mit der Hitze weitergehen, sondern nur eine leichte Abweichung bei gleichzeitig mehr Niederschlag geben. Das könnte durchaus auch realistisch so sein.
Beim Niederschlag ist nämlich eines zu beachten: Es gab kaum Jahre, in denen das Frühjahr staubtrocken war und der Sommer so einfach weitergemacht hat. Auch umgekehrt findet das kaum statt. Ein Beispiel ist das Jahr 2011, in dem es im Frühjahr sehr trocken war, aber im Sommer gab es dann einiges an Regen und unbeständigeres Wetter. Der umgekehrte Fall war 2013, als es im Frühjahr enorm viel geregnet hatte, aber nach dem Hochwasser in Bayern und Westösterreich setzte ein dreimonatiger, staubtrockener Sommer ein.
Das heißt, dass der Niederschlag oder auch die Trockenheit nicht im Frühjahr und Sommer dauerhaft aktiv ist, weshalb es sehr wahrscheinlich ist, dass, wenn April bis Juni weiterhin so trocken verlaufen, ab Juli mehr Regen fällt und im August überhaupt unbeständigeres Wetter zu erwarten ist.
Nachstehend gibt es eine Aufstellung der österreichischen Landeshauptstädte, um sich einen Überblick zu verschaffen. Der erste Wert ist der Juni, der zweite der Juli und der dritte schließlich der August. Es handelt sich um Durchschnittswerte von 1991 bis 2020 und natürlich Temperaturen, die im Schatten gemessen wurden.
| Landeshauptstadt | Juni | Juli | August |
|---|---|---|---|
| Wien | 18,7 | 21,0 | 20,5 |
| St. Pölten | 17,8 | 19,8 | 19,3 |
| Eisenstadt | 18,8 | 21,0 | 20,2 |
| Linz | 17,9 | 19,9 | 19,4 |
| Salzburg | 16,8 | 18,9 | 18,2 |
| Innsbruck | 17,9 | 19,2 | 18,4 |
| Bregenz | 17,2 | 19,2 | 18,3 |
| Graz | 18,3 | 20,2 | 19,5 |
| Klagenfurt | 17,8 | 19,8 | 19,0 |
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Artikel-Thema:
Wetter im Sommer 2026
Beschreibung: Das 😎 Wetter im Sommer 2026 laut Langfristprognose und der ✅ Vergleich mit den tatsächlichen Werten und der Rückblende nach dessen Ablauf.