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Straßenverkehr: Shared Space

Shared Space: neue Verkehrsidee

Ein Grundproblem im aktuellen Straßenverkehr ist die Reizüberflutung und der Schilderwald. Letzteres ist die witzige Umschreibung für zu viele aufgestellte Verkehrszeichen, wobei zahlreiche Gemeinden in verschiedenen Ländern dazu übergegangen sind, die Verkehrszeichen zu hinterfragen und - wo möglich - zu reduzieren. Die Reizüberflutung ist eine Reaktion auf dieses Zu viel an Information.

Die Verkehrszeichen haben einen großen Vorteil: sie liefert Fakten, wie man sich in bestimmten Verkehrssituatioen zu verhalten hat. Sie haben aber auch einen großen Nachteil: man hört auf, selbständig zu denken und verlässt sich auf die Verkehrsregeln. Und dennoch passieren schwere Unfälle, gehäuft sogar mit Fußgängern, die sich am Schutzweg (Zebrastreifen) befinden.

Verkehrskonzept Shared Space

Ein anderes Verkehrskonzept soll hier Abhilfe schaffen und der Niederländer Hans Mondermann könnte ein solches gefunden haben. Er nennt es "Shared Space", was übersetzt geteilter Platz bedeutet und das in einigen europäischen Ländern ab 2004 erfolgreich getestet wurde.

Die Grundidee von "Shared Space" ist dabei die Tatsache, dass es keine Verkehrszeichen gibt. Es gibt ein paar Hinweislinien, aber das war es auch schon. Die Vorrangregeln bleiben aber erhalten. Das bedeutet aber auch, dass es keine Ampeln gibt, es gibt keine Zebrastreifen und natürlich keine Verkehrszeichen. Die Konsequenz daraus ist, dass die Verkehrsteilnehmer aufmerksamer beobachten müssen, was sich auf der Straße abspielt.

Eine Folge daraus ist das langsamere Fahren im Stadtgebiet und die höhere Aufmerksamkeit. Tatsächlich hat sich in Tests herausgestellt, dass schwere Verkehrsunfälle nicht stattgefunden haben, wenn man eine Gemeinde auf "Shared Space" umgestellt hat. Die höhere Aufmerksamkeit gilt nicht nur für Autofahrer/innen - alle Verkehrsteilnehmer/innen müssen dafür Sorge tragen, dass es zu keine Unfälle kommt und es ist ein Miteinander statt einem Gegeneinander, das dieses Verkehrskonzept zum Erfolg geführt hat.

Daher steigen immer mehr Gemeinden auf dieses Konzept um, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und den Schilderwald zu entsorgen.

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