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Ich-Person in Briefen und E-Mails

Ich oder Wir: persönlicher Ansprechpartner

In wie vielen Briefen haben Sie schon gelesen, dass "man" etwas tun kann oder dass "unser Haus" etwas für Sie tun möchte - wer ist das Haus und warum sollte das Haus irgendwas machen können? Interessanter wäre, was die Berater für mich machen können und was die nächsten Schritte sind - deshalb gibt es ja auch die Kommunikation, nur wird diese gerne falsch eingesetzt.

Richtige Ansprache in Briefen und Anfragen

"man sollte x anrufen"

ist zwar interessant, aber wer ist man? Ruft der Berater x an oder soll der Kunde dies tun. Dieser häufige Fehler tritt gerne auf und man kennt ihn auch von Besprechungen. Wenn "man" etwas tun sollte, wird es vermutlich niemand machen. Wenn der Herr Maier hingegen etwas tun sollte, wird es auch passieren. Genauso sollte man im Schriftverkehr denken. Also:

"ich werde x anrufen und gebe Ihnen Bescheid" wäre schon ein guter Ansatz in diesem Beispiel.

Gerne wird von einem Unternehmen im Kundenbrief von "unserem Haus" gesprochen, womit das ganze Unternehmen gemeint ist. Das ist nichts Böses, aber der Kunde fühlt sich viel mehr eingebunden und angesprochen, wenn zu lesen ist, was sein direkter Berater - jene Person, die ihm gerade schreibt - zu tun pflegt. Dass dieser im Unternehmen XY arbeitet, weiß man sowieso, also ist die Information hinfällig.

Statt "unser Haus wird sich in Verbindung setzen" oder "wir werden uns melden" sollte man modernere und direktere Sprachregelungen erarbeiten. Mit

"ich melde mich bei Ihnen" liest sich die gleiche Information schon völlig anders und man fühlt sich angesprochen. Aber nicht immer ist "wir" falsch, wenn es zum Beispiel ein Team ist, das gemeinsam an einer Angelegenheit arbeitet. Auch bei einer Redaktion einer Zeitung zum Beispiel oder eines Portals im Internet ist wir nicht falsch, weil verschiedene Personen an dem gleichen Thema arbeiten könnten.

Tritt man aber im Schriftverkehr an eine Person heran, dann sollte man "man" und "unser Haus" wirklich durch "ich" ersetzen. Das gilt erst recht, wenn man bereits einen Kontakt hergestellt hat. Dann ist die Ich-Form viel persönlicher als das allgemeine wir.

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