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Tipps zur passenden Bekleidung beim Ball

Dresscode richtig interpretieren

Der Ballbesuch vereint in gekonnter Weise die festliche Stimmung mit dem Anlass entsprechenden Ehrgefühl. Wer sich über den Dresscode informiert hat und bei Stoffen, Schnittformen und Schuhen einige Grundsätze beachtet, wird sich am Ball wohlfühlen.

Dresscode lesen und deuten

Der Blick in die Einladung verrät schon viel. „Große Ballrobe“, „Abendkleid“, „Black Tie“ stehen für einen formellen Rahmen, „festliche Kleidung“ lässt etwas Luft. Bei den klassischen Wiener Bällen bedeutet für die Dame „große Ballrobe“ ein langes Kleid, das nur die Schuhspitzen sichtbar macht. Für den Mann wird je nach Gelegenheit Frack, Smoking oder dunkler Anzug mit Krawatte oder Masche verlangt. Frack ist dem Opernball und wenigen anderen Traditionsbällen vorbehalten.

Bei Farben und Mustern hilft ein kurzer Blick in die Balltradition. Weiß ist meist nur für Debütantinnen bestimmt, und sehr auffällige Töne wie grelles Rot oder kräftige Prints gelten z.B. auf manchen Traditionsbällen als unpassend, weil sie in den Vordergrund drängen.

Dresscode bei der Ballbekleidung beachtenBildquelle: Pixabay.com

Bewegung und praktische Details

Ein Ball ist in erster Linie eine Tanzveranstaltung, und die Kleidung, die im Spiegel gut aussieht, muss sich auch bewähren, wenn man dreht und sich auf Treppen oder beim Sitzen bewegt.

Für die Kleider heißt das:

  • Genügend Saumweite, damit Schritte und Drehungen möglich bleiben
  • Keine allzu lange Schleppe, wenn auf dem Parkett viel getanzt wird, da sie sonst leicht zur Stolperfalle wird

Für Anzüge und Hemden gilt: Der Schulter- und Armbereich muss so sitzen, dass die Tanzhaltung sich länger als nur eine Minute halten lässt. Zu enge Sakkos oder sehr schmale Hemden hemmen die Bewegungsfreiheit und führen schnell zu Spannungen im Schultergürtel.

Beim Schuhwerk sind neben der Optik sicherer Halt und gute Führung bei Drehbewegungen wichtig. Die glatte Ledersohle bietet meistens einen besseren Kompromiss zwischen Gleit- und Haftvermögen als die starken Gummiprofile, die förmlich am Parkett kleben. Wer regelmäßig tanzt oder empfindliche Gelenke hat, greift oft zu Spezialmodellen. Besonders angepasste Tanzschuhe aus Wien mit Rauleder oder Chromledersohle ermöglichen ein feineres Dosieren zwischen Rutschen und Bremsen und schonen bei richtigem Tragen die Knie- und Sprunggelenke, ohne gleich den ganzen Abend vom Thema Schuhwahl abzulenken.

No-Gos und Fallstricke

Fehlentscheidungen sind vor allem dort zu erwarten, wo das Alltagsgewand zu nah an den Ballrahmen heranreicht. Damit sind gemeint:

  • Turnschuhe, derbe Stiefel oder auffallend bunte Freizeitschuhe, die sich so ganz vom festlichen Gesamteindruck abheben
  • Jeans, sehr kurze Kleider, T-Shirts bei Anlässen mit sehr eindeutigem formalen Charakter
  • Große Taschen und Rucksäcke, die beim Einmarsch in den Ballsaal und an der Garderobe nur im Wege sind, kleine Clutches oder Abendtaschen tun demgegenüber weniger weh

Stören kann auch das Beiwerk. Aufdringlicher Schmuck, große, alles andere als elegante Uhren zum Frack, allzu intensive Parfums werden als nicht tragbar angeprangert, weil sie andere Gäste beeinträchtigen.

Vorbereitung, Pflege und Ersatz

Ein schöner Ballabend beginnt bereits einige Tage vorher. Davor kann folgendes nochmal erledigt werden:

  • Anprobe mit allem Zubehör, Schuhen, Strümpfen, Beiwerk, um Länge, Schnitt und Kombination zu prüfen
  • Kurze Prüfung zu Hause: Treppensteigen, Niederknien, ein paar Tanzschritte; so erkennt man, wo der Zug zu dolle ist und wo ein Zipfel zu lang ist, bevor es ernst wird

Sich Schuhe anziehen lohnt sich. Neue Modelle sollten ein paar Mal in der Wohnung getragen werden, damit sich Material und Fuß aneinander gewöhnen können. Bei besonderen Ledersohlen raten Fachschriften, die Lauffläche etwas grob zu machen, damit sie weder zu glatt noch zu stumpf ist.

Kleine Nothelfer wie Sicherheitsnadeln, ein Mini-Nähkasten oder transparente Pflaster passen in fast jede Tasche und haben schon manchen Abend gerettet, wenn Riegel, Knöpfe oder Riemchen blanke Nerven herausgefordert haben.

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Was eine Hose ist, weiß man, was die Jeans ist auch. Aber es gibt viele Begriffe, die nicht so klar sind. Bei der Mode oder generell der Bekleidung betrachten wir vor allem das Offensichtliche. Das ist auf der Straße die Jacke, die ausgewählte Hose, der Rock oder das Kleid und die Schuhe. Je nach Jahreszeit könnte man auch sofort den Anzug beurteilen und die Accessoires spielen auch eine Rolle - ein Schal im Winter, eine Kappe im Sommer.

In den Innenräumen packt man dann die Jacken und/oder Mäntel weg und es kommen andere Details zum Vorschein. Die Shirts sind ein häufiger Vertreter, Hemd, Bluse und Pullover natürlich auch.

Bleiben noch die Unterwäsche und Nachtwäsche, aber auch die Bademode. Und die Modetrends selbst durch die Modestile und Schnittformen.

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