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Thermometer und Messung

Messung der Lufttemperatur

Ein Thermometer ist ein allgemein bekanntes Gerät zum Messen von Temperatur. Die Anwendungen reichen bis zum Messen von Fieber eines erkrankten Menschen und führt zum Begriff des Fieberthermometers, doch in der Wetterkunde sind andere Ziele definiert, weshalb das Thermometer eingesetzt wird. Im Mittelpunkt steht dabei die Lufttemperatur, wobei es unterschiedliche Mittel gibt, diese zu messen.

Thermometer: Werkzeug zum Messen der Lufttemperatur

Wetterlexikon ThermometerSo werden die Lufttemperatur und die Wassertemperatur gemessen, um Wetterwerte in statistischer Form anbieten zu können. Theoretisch unterscheiden sich die Thermometer der Wetterstationen nicht wesentlich von jenen, die in privaten Haushalten verwendet werden. In letzteren haben sich längst auch technische Geräte mit Funk für Haus und Garten durchgesetzt.

Doch das Problem dieser Thermometer besteht darin, dass die Messgenauigkeit zu wünschen übrig lässt. Die Thermometer und ihre Sensoren sind an Orten installiert, die von den Sonnenstrahlen erreicht werden können und daher viel zu hohe Werte anzeigen oder die von anderen Außeneinflüssen manipuliert werden können.

Das Thermometer in welcher Form auch immer muss in der wissenschaftlich genauen Methodik absolut verlässlich sein, weil nicht nur die Wetterberichte mit diesen Daten arbeiten und ansonsten falsche Werte im Fernsehen, Radio oder auch via Internetseiten melden würden, es gäbe auch Unsicherheiten in jeder Form von Wetterstatistik.

Exakte Messung der Lufttemperatur

Die offiziellen Wetterstationen verwenden deshalb eigene Vorrichtungen namens Wetterhütten, um das Thermometer zu schützen. Grundvoraussetzung für eine objektive Messung der Lufttemperatur ist das Anbringen des Thermometers in einer Höhe von zwei Meter über dem Boden. Damit können Bodeneinflüsse wie feuchter Boden oder aufgehitzter Asphalt die Messung nicht beeinflussen.

Die Thermometer sind in sogenannten Thermometer-Hütten angebracht, deren Außenhülle vermeiden soll, dass das Ergebnis der Messung verfälscht wird. Die so ermittelten Werte werden zentral gesammelt und so entstehen Statistiken der wärmsten und kältesten Orte einer bestimmten Region oder eines bestimmten Landes. Diese Messungen sind nicht nur genauer, sie sind auch für offizielle Daten relevant. Ein Beispiel dafür war der staubtrockene und sehr heiße Sommer 2013 in Österreich.

Denn wenn Herr Maier feststellt, dass es 43 Grad im Schatten hat, ist das zwar interessant, aber kein Wert für die offizielle Wetterstatistik. In Österreich gab es vor 2013 keinen Temperaturrekord über 40 Grad Celsius. Nur offizielle Messstellen, die die beschriebenen Grundbedingungen anbieten können, können für einen neuen Temperaturrekord herangezogen werden, wobei es auch wirklich erstmals einen solchen Wert gab. Eine private Messung mag für den Haushalt einen Rekord bringen, ist für die offiziellen Ranglisten aber nicht von Interesse.

Dabei ist aber auch anzumerken, dass die Funkwetterstationen für Haus und Garten gute Arbeit leisten. Aber es hängt auch von den Rahmenbedingungen ab, denn der Schutz vor der Sonne ist nicht so gegeben wie etwa bei der Wetterhütte, für den privaten Gebrauch reichen die Informationen aber trotzdem durchaus. Befindet sich die Wetterstation oder genauer dessen Sensor stets im Schatten, hat man schon eine sehr gute Idee darüber, wie sich das Wetter draußen wirklich gestaltet und kann entsprechende Entscheidungen bei der Kleiderwahl treffen.

Ebenfalls interessant:

Begriffe zur Temperatur

Abkühlung

Die Abkühlung oder Wetterabkühlung ist ein Temperaturrückgang, der unter bestimmten Voraussetzungen erfolgt und damit eine Wetteränderung mit sich bringt.

Altweibersommer

Mit der Bezeichnung Altweibersommer wird ein warmer Herbst, zum Beispiel ein milder September oder auch ein ungewöhnlich warmer und sonniger Oktober umschrieben.

Behaglichkeitstemperatur

Der Begriff Behaglichkeitstemperatur oder auch Wohlfühltemperatur unterscheidet sich häufig von der Lufttemperatur und ist von Mensch zu Mensch auch unterschiedlich.

Celsius

Grundlagen über die Celsius-Skala, die zur Messung der Lufttemperatur und zur Angabe der Wetterwerte genutzt wird, vor allem im europäischen Raum.

Dauerfrost

Der Dauerfrost ist ein Begriff der Wetterkunde und im Winter anzutreffen, wenn es an einem Tag stets Werte unter dem Gefrierpunkt gibt.

Effektive Temperatur

Die effektive Temperatur ist ein Begriff der Wetterbeobachtung im Zusammenhang mit der Luftfeuchtigkeit und präzisiert das Empfinden des Wetters.

Erwärmung

Erwärmung des Wetters ist mehr als ein Ansteigen der Temperatur, weil es verschiedene Wettersituationen gibt, die die Erwärmung auslösen können.

Frost

Der Frost ist ein Begriff in der Wetterbeobachtung für sehr kalte Temperaturen, die im Winter anzutreffen sind und völlig normal für Mitteleuropa sind.

Gefühlte Temperatur

Der Begriff der gefühlten Temperatur umschreibt das Faktum, dass eine Wettersituation sich kälter anfühlen kann, als sie in Wirklichkeit laut Lufttemperatur ist.

Hitzewelle

Unter einer Hitzewelle ist eine längere Phase ungewöhnlich heißen Wetters definiert, wobei die Temperatur von 30 Grad als Richtschnur gilt.

Hundstage

Der Begriff "Hundstage" hat seinen Bezug auf das Sternbild des Großen Hundes und umschreibt warme Tage im Hochsommer.

Indian summer

Der Wetterbegriff "indian summer" in in den USA der gleiche Begriff wie in Europa der Altweibersommer und umschreibt einen goldenen Herbst.

Inversion

Die Inversion ist eine besondere Wettersituation und zwar eine Umkehrung der normalen Wetterlage mit Wärme auf den Bergen und Kälte in den Tälern.

Inversionswolken

Die Inversionswolken bilden sich bei einer entsprechenden Inversionswetterlage und drehen die Temperaturskala von Tal und Berg um.

Jahrhundertsommer

Mit dem Begriff Jahrhundertsommer umschreibt man einen Hochsommer, der besonders heiß und trocken verläuft und nur selten in der Form entsteht.

Lufttemperatur

Die Messung der Lufttemperatur im Rahmen der Meteorologie erfolgt nach genauen Rahmenbedingungen, damit die Werte auch anerkannt werden können.

Nachtfrost

Der Nachtfrost umschreibt tiefe Temperaturen, die in der Nacht auftreten können und sich zum Teil deutlich von den Tagestemperaturen unterscheiden.

Schafskälte

Die Schafskälte ist eine Kaltwetterphase, die im Juni auftreten kann und für ungewöhnlich kühle Temperaturen sorgt.

Taupunkt

Der Taupunkt in den Wetterdaten ist ein Hinweis für die Luftfeuchtigkeit und oft ein Indiz für schwüles Wetter und hohe Luftfeuchtigkeit.

Tauwetter

Der meteorologische Begriff des Tauwetters umschreibt einen Vorgang, wenn sich das Wetter nach der kalten Jahreszeit zu Erwärmen beginnt.

Temperatur

Grundlagen über die Angabe der Temperatur, ihre genaue Messung und die Bedeutung für den Wetterbericht sowie für die Menschen im Alltag.

[aktuelle Seite]

Thermometer

Grundlagen über das Thermometer und die Messtechnik in der Wetterforschung für die Lufttemperaturen unter optimalen Bedingungen für den Wetterbericht und die Auswertungen.

Wärmeinsel

Der Begriff Wärmeinsel bezieht sich auf sehr aufgeheizte Zonen wie zum Beispiel Großstädte im Hochsommer, die nur zögerlich eine Abkühlung ermöglichen.

Zwiebelwetter

Als Zwiebelwetter bezeichnet man gerne in der Umgangssprache eine Wettersituation in der Übergangszeit mit völlig unterschiedlichen Rahmenbedingungen.

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