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Temperatur oder Lufttemperatur

Einheit der Wärmeenergie

Was wäre der Wetterbericht ohne der Angabe der Lufttemperatur? Ziemlich wertlos, würden viele Menschen sagen und sie hätten durchaus damit recht, denn die Temperatur, die in der Wetterprognose angeführt wird, hilft bei der Entscheidung, welche Kleidung gewählt werden sollte - vor allem in der Übergangszeit wie im Frühling oder im Herbst. Der Wert ist aber nicht das einzige Kriterium zum Thema.

Bedeutung der Temperatur / Lufttemperatur

Wetterlexikon TemperaturTatsächlich ist die Temperatur das Maß für die Wärmeenergie, die in einem Stoff enthalten ist. Dieses Prinzip macht man sich zunutze, um die Temperatur in der Luft zu messen und so zu Vergleichswerte zu kommen, ob es eine normale Lufttemperatur gibt oder ob sie für den Beobachtungszeitraum zu kühl oder zu warm ist.

Gemessen wird die Lufttemperatur im professionellen Bereich der Meteorologie nicht an einer Hausmauer oder erst recht nicht direkt in der Sonne, sondern in sogenannten Wetterhütten. Es handelt sich dabei um einem Verschlag, der das Thermometer vor der Sonneneinstrahlung schützt und das Thermometer ist in einer Höhe von zwei Meter über dem Erdboden angebracht. Damit gelingen die genauesten Messungen, ohne dass ein Einfluss von Boden, Wänden oder anderen Kriterien erfolgen kann.

Das ist insofern wichtig, weil diese Messungen auch in die offiziellen Statistiken eingehen wie etwa Rekordwerte, Durchschnittstemperaturen und bilden auch die Grundlage für jede Form von Wetterstatistik. Wäre die Messung zu ungenau, könnte man die gesamten Auswertungen gleich wieder vergessen.

Lufttemperatur und andere Einheiten

Temperatur ist aber nicht gleich Temperatur und daher kennt man auch den Begriff der "gefühlten" Temperatur. Ein Winterwetter mit 3 Grad Celsius Lufttemperatur wird als minus 15 Grad Celsius empfunden, wenn es dazu einen eiskalten und starken Wind gibt. Dabei kommt es zum Windchill-Faktor, weil durch den Wind ein anderes Temperaturempfinden entsteht als durch die eigentliche Lufttemperatur selbst. Die Lufttemperatur ist zwar trotzdem bei 3 Grad Celsius angesiedelt, doch man empfindet sie wesentlich kälter. Umgekehrt kann eine sommerliche Temperatur von 25 Grad Celsius wie 35 Grad empfunden werden, wenn die Luft extrem feucht ist und es schwüles Wetter gibt.

Daher gibt es einerseits die wirkliche Messung der Temperatur, aber andererseits auch das Empfinden, ob es kälter oder wärmer ist, als eigentlich gemessen wurde. Dazu kommt, dass jeder Mensch anders reagiert und gerade im Frühjahr und besonders an den ersten milden Tagen gibt es von der Jacke bis zum leichten T-Shirt jede Form von gewählter Bekleidung.

Aber die Grundlage für das Wetterempfinden bleibt natürlich die Temperatur, obwohl andere Faktoren ebenfalls eine Rolle spielen - Luftfeuchtigkeit und Wind vor allem.

    Ebenfalls interessant:

    Begriffe zur Temperatur

    • Abkühlung
      Die Abkühlung oder Wetterabkühlung ist ein Temperaturrückgang, der unter bestimmten Voraussetzungen erfolgt und damit eine Wetteränderung mit sich bringt.
    • Altweibersommer
      Mit der Bezeichnung Altweibersommer wird ein warmer Herbst, zum Beispiel ein milder September oder auch ein ungewöhnlich warmer und sonniger Oktober umschrieben.
    • Behaglichkeitstemperatur
      Der Begriff Behaglichkeitstemperatur oder auch Wohlfühltemperatur unterscheidet sich häufig von der Lufttemperatur und ist von Mensch zu Mensch auch unterschiedlich.
    • Celsius
      Grundlagen über die Celsius-Skala, die zur Messung der Lufttemperatur und zur Angabe der Wetterwerte genutzt wird, vor allem im europäischen Raum.
    • Dauerfrost
      Der Dauerfrost ist ein Begriff der Wetterkunde und im Winter anzutreffen, wenn es an einem Tag stets Werte unter dem Gefrierpunkt gibt.
    • Effektive Temperatur
      Die effektive Temperatur ist ein Begriff der Wetterbeobachtung im Zusammenhang mit der Luftfeuchtigkeit und präzisiert das Empfinden des Wetters.
    • Erwärmung
      Erwärmung des Wetters ist mehr als ein Ansteigen der Temperatur, weil es verschiedene Wettersituationen gibt, die die Erwärmung auslösen können.
    • Frost
      Der Frost ist ein Begriff in der Wetterbeobachtung für sehr kalte Temperaturen, die im Winter anzutreffen sind und völlig normal für Mitteleuropa sind.
    • Gefühlte Temperatur
      Der Begriff der gefühlten Temperatur umschreibt das Faktum, dass eine Wettersituation sich kälter anfühlen kann, als sie in Wirklichkeit laut Lufttemperatur ist.
    • Hitzewelle
      Unter einer Hitzewelle ist eine längere Phase ungewöhnlich heißen Wetters definiert, wobei die Temperatur von 30 Grad als Richtschnur gilt.
    • Hundstage
      Der Begriff "Hundstage" hat seinen Bezug auf das Sternbild des Großen Hundes und umschreibt warme Tage im Hochsommer.
    • Indian summer
      Der Wetterbegriff "indian summer" in in den USA der gleiche Begriff wie in Europa der Altweibersommer und umschreibt einen goldenen Herbst.
    • Inversion
      Die Inversion ist eine besondere Wettersituation und zwar eine Umkehrung der normalen Wetterlage mit Wärme auf den Bergen und Kälte in den Tälern.
    • Inversionswolken
      Die Inversionswolken bilden sich bei einer entsprechenden Inversionswetterlage und drehen die Temperaturskala von Tal und Berg um.
    • Jahrhundertsommer
      Mit dem Begriff Jahrhundertsommer umschreibt man einen Hochsommer, der besonders heiß und trocken verläuft und nur selten in der Form entsteht.
    • Lufttemperatur
      Die Messung der Lufttemperatur im Rahmen der Meteorologie erfolgt nach genauen Rahmenbedingungen, damit die Werte auch anerkannt werden können.
    • Nachtfrost
      Der Nachtfrost umschreibt tiefe Temperaturen, die in der Nacht auftreten können und sich zum Teil deutlich von den Tagestemperaturen unterscheiden.
    • Schafskälte
      Die Schafskälte ist eine Kaltwetterphase, die im Juni auftreten kann und für ungewöhnlich kühle Temperaturen sorgt.
    • Taupunkt
      Der Taupunkt in den Wetterdaten ist ein Hinweis für die Luftfeuchtigkeit und oft ein Indiz für schwüles Wetter und hohe Luftfeuchtigkeit.
    • Tauwetter
      Der meteorologische Begriff des Tauwetters umschreibt einen Vorgang, wenn sich das Wetter nach der kalten Jahreszeit zu Erwärmen beginnt.
    • Temperatur
      Grundlagen über die Angabe der Temperatur, ihre genaue Messung und die Bedeutung für den Wetterbericht sowie für die Menschen im Alltag.
    • Thermometer
      Grundlagen über das Thermometer und die Messtechnik in der Wetterforschung für die Lufttemperaturen unter optimalen Bedingungen für den Wetterbericht und die Auswertungen.
    • Wärmeinsel
      Der Begriff Wärmeinsel bezieht sich auf sehr aufgeheizte Zonen wie zum Beispiel Großstädte im Hochsommer, die nur zögerlich eine Abkühlung ermöglichen.
    • Zwiebelwetter
      Als Zwiebelwetter bezeichnet man gerne in der Umgangssprache eine Wettersituation in der Übergangszeit mit völlig unterschiedlichen Rahmenbedingungen.

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      Übersicht über Wetterbegriffe im Zusammenhang mit dem Hochdruckgebiet (Hoch) und dem Tiefdruckgebiet (Tief) wie das Adriatief oder die flache Druckverteilung.
    • Kenntage beim Wetter
      Überblick über Begriffe zu den Kenntagen beim Wetter vom Sommertag bis zum Eistag und der Tropennacht als Grundlagen für die Wetterstatistik.
    • Meteorologie / Wetterkunde
      Die Meteorologie und ihre Aufgabengebiete bei der Erforschung von Wetter und Klima vom tagesaktuellen Wetter bis zu langfristigen Beobachtungen.
    • Niederschlag beim Wetter
      Überblick über Wetterbegriffe rund um den Niederschlag wie Schneefall und verschiedene Arten von Regen wie etwa Starkregen oder Dauerregen.
    • Temperatur beim Wetter
      Überblick über Wetterbegriffe im Zusammenhang mit der Temperatur wie der gefühlten Temperatur und ähnlichen Definitionen des Wetterberichts.
    • Unwetter / Gewitter
      Überblick über Wetterbegriffe rund um die Entstehung des Gewitters und nachfolgend von Unwetter wie Starkregen oder Hagelschlag.
    • Wetterbericht Begriffe
      Überblick über den Wetterbericht und verschiedene Formen der Wettervorhersage bis hin zur Langfristprognose und ähnlichen Berechnungen des Wetters.
    • Wind beim Wetter
      Wetterbegriffe zum Thema Wind vom Föhn bis zum Sturm und der Beaufort-Skala für die Einteilung der Windgeschwindigkeit und ihrer tatsächlichen Gefahr.
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