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Redewendung Luftikus

Umschreibung für einen leichtsinnigen Menschen

"Luftikus" ist ein Ausdruck aus der Umgangssprache, der Überlieferungen zufolge im 19. Jahrhundert entstanden sein könnte. Besonders in Studentenkreisen wurden Personen so genannt, die mit einer schon fast leichtsinnigen Fahrlässigkeit an Handlungen herangegangen sind und nicht groß über ihr Handeln nachdenken. Ursprung ist einmal mehr das Wetter oder besser gesagt der Wind und die Luft, denn der Wind sorgt für Bewegung und die Luft steht für Leichtigkeit und so ist der Begriff auch zu verstehen.

Beispiele für die Redewendung "Luftikus"

So ist jemand ein "Luftikus", wenn er sich ohne große Gedanken an eine Aufgabe macht und die Risiken der Handlung beiseite schiebt, als wären sie nicht vorhanden. Das kann zum Beispiel jemand sein, der sein ganzes Vermögen auf eine Aktie setzt und sich nicht überlegt, dass im Falle eines Absturzes an der Börse das gesamte Geld weg sein kann. Ein "Luftikus" denkt über solche Banalitäten nicht nach, wobei die Bezeichnung auch Ausdruck von Neid ist.

Die Redensart "Luftikus" ist aber nicht todernst zu sehen. Oft wird damit auf witzige Weise über die Leichtsinnigkeit eines Menschen berichtet. Man umschreibt auch oberflächliche Menschen als Luftikus und es gibt die verschiedensten Situationen, in denen der Ausdruck erklingt.

Eine andere Bedeutung stellt die Bewegung des Fliegens und das Element Luft dar. So bezeichnet man auch als Luftikus, wer sich in der Luft fliegend bewegen kann. Wer seinen Drachen im Herbstwind fliegen lässt, spricht oft vom "Luftikus", ohne den Hintergrund der Redensart zu kennen. Ein Luftikus kann auch ein Segelflugzeug sein, das seine Kreise zieht, auch Ballonfahrer, die man am Himmel entdeckt, werden manchmal so genannt.

Luftikus ist eine Bezeichnung und auch Redensart, die Menschen beschreibt, die nicht groß nachdenken. Sie können leichtsinnig sein, sie können aber auch einfach den Alltag ein wenig lockerer nehmen als andere Leute. Daher kann die Bezeichnung auch eine Form von Neid sein, weil man sich ständig Sorgen macht, statt einfach ein wenig lockerer an die Aufgaben heran zu gehen und zu schauen, was passieren kann.

Anhand dieser Beispiele zeigt sich, dass die Redewendung Luftikus vielseitig einsetzbar ist und auch verschiedene Bedeutungen hat. Denn die Lockerheit, mit der manche an eine Sache herangehen hat wenig mit der Leichtsinnigkeit zu tun. Die Luft als unsichtbares, aber lebensnotwendiges Element kommt einmal mehr in den Mittelpunkt einer Redensart und dient für verschiedene Umschreibungen von Menschen, die vielleicht einfach nur ein wenig anders agieren als die Beobachter.

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Die Natur ist eine beliebte Vorlage für Redewendungen, die sehr häufig verwendet werden. "Ich könnte Bäume ausreißen" oder "frischen Wind bringen" (etwa in Fußballkommentaren oder in Unternehmen) stammen allesamt aus der Beobachtung von Himmel, Luft und den anderen Elementen.

Besonders oft wird die Luft als Thema verwendet und zwar im übertragenen Sinn. "Aus der Luft gegriffen" geht gar nicht, weil man das nicht kann und genau deshalb nutzt man solche Redensarten, um Übertreibungen sarkastisch zu umschreiben.

Aber auch der Himmel selbst, die Bäume und andere natürlichen Gegebenheiten sind herrliche Einladungen für Redensarten, die im Alltag mal mehr und mal weniger eingesetzt werden. Oft umschreibt man, dass man das Blaue vom Himmel lügen möchte ohne die Herkunft zu überdenken.

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Redewendung LuftikusArtikel-Thema: Redewendung Luftikus

Beschreibung: Die 🤩 Redewendung Luftikus umschreibt oberflächliche oder leichtsinnige Menschen ebenso wie Fluggeräte und hat die ✅ Luft als Element der Natur zum Thema.

letzte Bearbeitung war am: 01. 07. 2021

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