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Auf großem Fuße Leben

Umschreibung für kostspieliges Leben

"Auf großem Fuße leben" ist eine Redewendung, die man sehr gut kennt und immer wieder hört, aber es ist auch eine aus der Gruppe jener Redensarten, deren Ursprung nicht restlos geklärt ist. Mit dem großen Fuß an sich hat es nichts zu tun, eher wird eine Geschichte vermutet, die dazu führte.

Und diese Geschichte bezieht sich auf einen Grafen von Anjou im Mittelalter, der verformte Füße hatte und sich deshalb sehr lange sogenannte Schnabelschuhe anfertigen ließ. Er wollte damit erreichen, dass niemand sieht, dass seine Füße sich nicht so präsentieren wie gewünscht. Tatsächlich wurde daraus ein Modestil und wer etwas darstellen wollte, ließ sich gleichfalls lange Schuhe anfertigen. Heute wird mit der Redensart aber weniger die Schuhlänge als eher die Form des Lebensstils umschrieben.

Beispiele für die Redewendung "auf großem Fuße leben"

Redewendung auf großem Fuße lebenDie Redensart kommt nicht selten dann zum Einsatz, wenn jemand über seine Verhältnisse lebt, wobei dieser Ausspruch selbst schon eine Redensart ist. Wenn ein junger Mensch noch gar kein großes Gehalt bezieht, aber sich einen Porsche leistet, dann lebt er auf großem Fuße. Das bedeutet, dass er sehr kostspielig lebt oder zumindest so tut, als ob er sich das leisten könnte und das Geld zur Verfügung hat. Es können natürlich auch finanziell gut ausgestattete Eltern der Grund sein.

Häufig wird die Redewendung dann verwendet, wenn jemand sich scheinbar teure Anzüge und Kleider und andere Dinge des Alltags leistet, obwohl man meint, dass sich das finanziell gar nicht ausgehen kann. Gleichzeitig ist der Ausdruck dann gefragt, wenn wirklich jemand mit Villa, Luxusauto und anderen Ausstattungen seinen Alltag bestreiten kann.

Daher ist die Redewendung sowohl als Überspitzung eines Menschen, der gerne mehr wäre als er ist, im Einsatz wie auch für Menschen, die sich wirklich ein kostspieligeres Leben leisten können. Inwieweit auch Neid ein Thema ist, ist eine Frage des Blickwinkels des Betrachters. Die Redensart wird daher verschieden eingesetzt und so braucht man den gesamten Zusammenhang, um erkennen zu können, was Sache ist und was eigentlich gemeint ist.

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