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Behaglichkeitstemperatur oder Wohlfühltemperatur

Gefühlte Temperatur

Die Behaglichkeitstemperatur ist den Menschen oft wichtiger als die tatsächliche Lufttemperatur. Diese beiden Werte können sich sehr stark unterscheiden, wobei es von Mensch zu Mensch ein anderes Temperaturempfinden gibt. Während der eine das Wetter als warm empfindet und mit dem T-Shirt auf der Straße gesichtet wird, hat der andere Mensch eine dicke Jacke an und empfindet das Wetter als viel zu kalt.

Definition Behaglichkeitstemperatur

Doch neben den individuellen Unterschieden im Wetterempfinden gibt es tatsächlich eine Behaglichkeitstemperatur. Im Volksmund wird auch von der Wohlfühltemperatur gesprochen und gemeint ist damit die Temperatur, die man empfindet und nicht die Temperatur, die eigentlich die Wetterdienste melden oder die man selbst auf der Wetterstation ablesen kann. Man kann auch die Behaglichkeitstemperatur als Ergebnis aller Rahmenbedingungen begreifen, also unter Berücksichtigung von Wind, Luftfeuchtigkeit und anderen Parametern, wobei jeder Mensch eine andere Wohlfühltemperatur hat. Wenn A kalt ist, kann es für B trotzdem passen.

Beispiele Lufttemperatur vs. Behaglichkeitstemperatur

Wenn es im Winter eine Lufttemperatur von minus fünf Grad Celsius hat, ist die Behaglichkeitstemperatur gleich hoch - es ist kalt, es ist ja auch Winter. Gibt es aber zusätzlich zu der Lufttemperatur einen eiskalten Wind, so bleibt die Lufttemperatur bei -5°, die Behaglichkeitstemperatur stürzt aber auf bis zu -20° ab, weil durch den Wind wird die kalte Temperatur viel kälter empfunden, als sie es tatsächlich ist. Man spricht dann auch vom Windchill-Faktor.

Ein anderes Beispiel aus dem Sommer: wenn es im August ein sehr schwüles Wetter gibt, dann steigt die Luftfeuchtigkeit. Oft ist es sogar bedeckt und man bekommt von der Sonne nichts zu sehen. Die Lufttemperatur mag bei vielleicht 25 Grad Celsius liegen, doch durch die hohe Luftfeuchtigkeit und das schwüle Wetter schwitzen die Menschen viel mehr, als hätte es trockene 30 Grad. Das Temperaturempfinden meldet also eine wesentlich heißere Temperatur, als die Lufttemperatur tatsächlich ist.

Behaglichkeitstemperatur und Alltag

Wetterlexikon BehaglichkeitstemperaturDas Kriterium für die Wahl der Kleidung ist daher oft nicht die Lufttemperatur, sondern die Behaglichkeitstemperatur. Das gilt besonders im Winter, aber auch im Frühling oder im Herbst kann ein kühler Wind für eine Lederjacke sorgen, obwohl die Lufttemperatur eine leichte Jacke rechtfertigen würde.

Neben diesen Faktoren ist natürlich jeder Mensch unterschiedlich strukturiert. Manche Leute mögen Hitze gar nicht, andere können Kälte nicht ausstehen. Bei welcher Temperatur man sich wohlfühlt und welche Kleidung dafür nötig ist, hängt also von den Leuten selbst ab. Das gilt für die gewählte Zimmertemperatur in der Heizsaison genauso wie für die Kleidung in der Übergangszeit.

Aber das Wetter beeinflusst das Empfinden deutlich. Der kalte Wind macht es zum Beispiel auch Leuten schwer, die gerade eine Runde laufen gehen wollen. Sie wissen, dass sie schwitzen werden und ziehen sich üblicherweise kühler an, zum Beispiel verzichten sie auch bei mäßigen 14 Grad auf eine Laufjacke. Aber wenn der Wind kalt und vielleicht auch noch stark bläst, kann man sich leicht verkühlen, vor allem, wenn man empfindlich reagiert. Dann wäre die Jacke vielleicht doch eine gute Idee, selbst wenn die Sonne warm herunterscheint. Manchmal weiß man es einfach nicht, was richtig ist und bekommt es erst mit, wenn man schon unterwegs ist.

Die Luftfeuchtigkeit ist das zweite Thema. Selbst bei kühlen 16 Grad kann man trotzdem stark schwitzen, wenn es unbeständiges Wetter gibt - sogar in der Wohnung, obwohl man gar kein Fenster geöffnet hat. Man spricht im Volksmund dann davon, "dass die Luft steht" und teilweise stimmt das sogar, weil gar keine Luftbewegung erkennbar ist. Mit etwas Wind würde sich die Situation sofort entspannen.

Ebenfalls interessant:

Begriffe zur Temperatur

Abkühlung

Die Abkühlung oder Wetterabkühlung ist ein Temperaturrückgang, der unter bestimmten Voraussetzungen erfolgt und damit eine Wetteränderung mit sich bringt.

Altweibersommer

Mit der Bezeichnung Altweibersommer wird ein warmer Herbst, zum Beispiel ein milder September oder auch ein ungewöhnlich warmer und sonniger Oktober umschrieben.

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Behaglichkeitstemperatur

Der Begriff Behaglichkeitstemperatur oder auch Wohlfühltemperatur unterscheidet sich häufig von der Lufttemperatur und ist von Mensch zu Mensch auch unterschiedlich.

Celsius

Grundlagen über die Celsius-Skala, die zur Messung der Lufttemperatur und zur Angabe der Wetterwerte genutzt wird, vor allem im europäischen Raum.

Dauerfrost

Der Dauerfrost ist ein Begriff der Wetterkunde und im Winter anzutreffen, wenn es an einem Tag stets Werte unter dem Gefrierpunkt gibt.

Effektive Temperatur

Die effektive Temperatur ist ein Begriff der Wetterbeobachtung im Zusammenhang mit der Luftfeuchtigkeit und präzisiert das Empfinden des Wetters.

Erwärmung

Erwärmung des Wetters ist mehr als ein Ansteigen der Temperatur, weil es verschiedene Wettersituationen gibt, die die Erwärmung auslösen können.

Frost

Der Frost ist ein Begriff in der Wetterbeobachtung für sehr kalte Temperaturen, die im Winter anzutreffen sind und völlig normal für Mitteleuropa sind.

Gefühlte Temperatur

Der Begriff der gefühlten Temperatur umschreibt das Faktum, dass eine Wettersituation sich kälter anfühlen kann, als sie in Wirklichkeit laut Lufttemperatur ist.

Hitzewelle

Unter einer Hitzewelle ist eine längere Phase ungewöhnlich heißen Wetters definiert, wobei die Temperatur von 30 Grad als Richtschnur gilt.

Hundstage

Der Begriff "Hundstage" hat seinen Bezug auf das Sternbild des Großen Hundes und umschreibt warme Tage im Hochsommer.

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Der Wetterbegriff "indian summer" in in den USA der gleiche Begriff wie in Europa der Altweibersommer und umschreibt einen goldenen Herbst.

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Die Inversion ist eine besondere Wettersituation und zwar eine Umkehrung der normalen Wetterlage mit Wärme auf den Bergen und Kälte in den Tälern.

Inversionswolken

Die Inversionswolken bilden sich bei einer entsprechenden Inversionswetterlage und drehen die Temperaturskala von Tal und Berg um.

Jahrhundertsommer

Mit dem Begriff Jahrhundertsommer umschreibt man einen Hochsommer, der besonders heiß und trocken verläuft und nur selten in der Form entsteht.

Lufttemperatur

Die Messung der Lufttemperatur im Rahmen der Meteorologie erfolgt nach genauen Rahmenbedingungen, damit die Werte auch anerkannt werden können.

Nachtfrost

Der Nachtfrost umschreibt tiefe Temperaturen, die in der Nacht auftreten können und sich zum Teil deutlich von den Tagestemperaturen unterscheiden.

Schafskälte

Die Schafskälte ist eine Kaltwetterphase, die im Juni auftreten kann und für ungewöhnlich kühle Temperaturen sorgt.

Taupunkt

Der Taupunkt in den Wetterdaten ist ein Hinweis für die Luftfeuchtigkeit und oft ein Indiz für schwüles Wetter und hohe Luftfeuchtigkeit.

Tauwetter

Der meteorologische Begriff des Tauwetters umschreibt einen Vorgang, wenn sich das Wetter nach der kalten Jahreszeit zu Erwärmen beginnt.

Temperatur

Grundlagen über die Angabe der Temperatur, ihre genaue Messung und die Bedeutung für den Wetterbericht sowie für die Menschen im Alltag.

Thermometer

Grundlagen über das Thermometer und die Messtechnik in der Wetterforschung für die Lufttemperaturen unter optimalen Bedingungen für den Wetterbericht und die Auswertungen.

Wärmeinsel

Der Begriff Wärmeinsel bezieht sich auf sehr aufgeheizte Zonen wie zum Beispiel Großstädte im Hochsommer, die nur zögerlich eine Abkühlung ermöglichen.

Zwiebelwetter

Als Zwiebelwetter bezeichnet man gerne in der Umgangssprache eine Wettersituation in der Übergangszeit mit völlig unterschiedlichen Rahmenbedingungen.

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