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Tauwetter und Winterwetter

Eis und Schnee schmelzen

Vom Tauwetter spricht man, wenn nach einer Phase sehr tiefer Temperaturen im Winter die Lufttemperatur sich deutlich erwärmt. Allerdings sagt der Begriff Tauwetter nicht viel über die Länge der Erwärmung aus und auch die Ursachen können unterschiedlicher Natur sein. Neben der Sonne spielt auch der Föhn eine Rolle.

Tauwetter und Grundlagen

Wetterlexikon TauwetterGrundvoraussetzung, dass man vom Tauwetter überhaupt sprechen kann, ist eine Phase kalter Temperaturen unter dem Gefrierpunkt von Null Grad Celsius. Als Folge gibt es oft Niederschlag in Form von Schnee und dieser gefriert zu Eis. Die Landschaft steckt, wenn es den Niederschlag gegeben hatte, unter einer Schneedecke und durch die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sind auch viele glatte Stellen vereist, beispielsweise Hinterhöfe oder ähnliche wenig benutzte Flächen.

Setzt nun Tauwetter ein, so steigt die Lufttemperatur an und die Grenze von Null Grad Celsius wird überschritten. Damit beginnt der Prozess des Schmelzens von Eis und Schnee. Hier gibt es dann aber zwei Arten von Tauwetter.

Wasser am Tag, Eis in der Nacht
Es kann sein, dass tagsüber das Wetter sich erwärmt und dadurch Schnee und Eis zu schmelzen beginnen, doch in der Nacht fällt die Temperatur wieder und das ist insofern gefährlich, als dann das geschmolzene Wasser gefriert und am nächsten Tag gibt es große Mengen an Glatteis.

Längere warme Phase
Tauwetter kann aber auch längerfristig vonstatten gehen, in dem sich die warmen Temperaturen auch in der Nacht halten, beispielsweise durch eine starke Warmfront. Dann schmilzt der Schnee wirklich weg und gibt den Boden wieder frei - natürlich abhängig davon, wie lange das Tauwetter anhält und wie dick die Schneedecke war. Wenn es einen halben Meter Schnee beispielsweise im ländlichen Raum gegeben hat, reichen ein paar warme Tage nicht aus, um den gesamten Schnee zum Schmelzen zu bringen.

Ursachen für das Tauwetter

Die Sonne ist mit ihrer Energie natürlich jederzeit in der Lage, ein Tauwetter auszulösen. Sie kann auch in den Wintermonaten genug Kraft entfalten, um den Schnee schmelzen zu lassen, aber in der Nacht ist sie natürlich nicht aktiv und dann fallen die Temperaturen schnell und es bildet sich das Glatteis. Autos müssen am nächsten Morgen vom Eis befreit werden und man muss auch aufpassen, dass man nicht ausrutscht.

Dennoch geht die Menge an Schnee zurück, weil die Sonne auch am nächsten Tag dafür sorgt, dass die obersten Schichten des Schnees anknabbert, natürlich abhängig davon, wie warm es wirklich geworden ist. Und in der Sonne gibt es viel wärmere Temperaturen als etwa im Schatten, wo es noch spürbar kühler bleibt.

Eine andere Möglichkeit abseits der Sonne ist eine föhnige Wettersituation. Wenn von Nordwesten ein starker Wind zu den Alpen bläst, kann sich an der Südseite der Berge und Hügel ein Nordföhn bilden und das heißt, dass der Wind ohne Niederschlag zu Tale sinkt und die Luft sich stark erwärmt. Es ist zwar auch oft sonnig, es kann aber auch ein kräftiger Föhn wirken, bei dem Wolken zu sehen sind. Doch die Temperatur steigt trotzdem deutlich an, selbst ohne Sonne sind auch im Jänner oder Februar Werte um die 15 Grad Celsius möglich und damit wird der Schnee ebenfalls zum Schmelzen gebracht.

Jedoch hängt es auch davon ab, wie hoch die Luftfeuchtigkeit ist. Denn je trockener es ist, desto geringer ist der Schmelzvorgang. Wenn es, was im Winter öfter passiert, eine sehr trockene Luft gibt, dann erwärmt sich diese zwar, aber die Oberfläche des Schnees wird nicht sehr stark angegriffen, weil sich kein Dampf bilden kann. Ist hingegen die Luftfeuchtigkeit sehr hoch, dann wird es selbst in den Wintermonaten zu einer Situation kommen, bei der der Schnee schneller abschmelzen kann. Diese Unterschiede kennt man vom Sommer, wenn hohe Luftfeuchtigkeit das Schwitzen fördern, während trockene Luft viel angenehmer empfunden wird, selbst wenn es sehr heiß geworden ist.

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