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Nachtfrost bringt tiefe Temperaturen

Kalte Temperaturen in der Nacht

Als Frost bezeichnet man in der Meteorologie Temperaturen unterhalb von Null Grad Celsius und demzufolge ist die Definition für Nachtfrost die gleiche kalte Temperatur, wenn sie in der Nacht auftritt und somit die Abkühlung in den Nachtstunden zum Thema und Mittelpunkt hat. Allerdings umschreibt der Begriff auch, dass die kalten Temperaturen nur in der Nacht auftreten.

Grundlagen zum Nachtfrost

Wetterlexikon NachtfrostNachtfrost kann dabei im Winter entstehen, weil die Luft stark auskühlt und es daher in der Nacht sehr kalt werden kann. Untertags ist es durch die Sonne durchaus möglich, dass sich die Lufttemperatur deutlich erwärmt, wodurch die Grenze von Null Grad übertroffen werden kann, aber besonders bei wolkenlosen, klaren Nächten sinkt die Temperatur wieder stark und es entsteht Nachtfrost.

Die Wolken sind dabei ein wichtiges Kriterium, denn wenn es einen wolkigen Himmel gibt, kann die Erdoberfläche nicht so leicht auskühlen - vergleichbar mit der Decke im Bett. Ist aber keine Wolke am Himmel zu sehen, dann gibt die Erdoberfläche die warme Luft leichter ab und sie entweicht in das Weltall. Damit wird die Bodentemperatur deutlich kühler und das kann in der winterlichen Jahreszeit leicht dazu führen, dass es zu Frost kommt.

Nachtfrost kann es aber auch im Herbst oder im Frühling geben. Während des gesamten Tages kann es durchaus angenehme Temperaturen geben, doch durch ebenfalls klare und wolkenlose Nächte sinkt die Temperatur sehr stark und es kann Nachtfrost entstehen. Der Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht kann daher gerade in der sogenannten Übergangszeit zwischen Sommer und Winter oder umgekehrt erheblich sein. Im Winter kann es klare Nächte in den Alpentälern auf höherer Lage geben und minus 15 Grad sind keine Seltenheit, wobei es am Tag dann plus 5 Grad geben kann. Noch stärker kann der Unterschied etwa im März sein, wenn es Anfang März milde 15 oder gar 20 Grad gibt, teilweise auch durch einen Föhn unterstützt, aber durch die klaren Nächte gibt es in der Nacht minus 5 Grad oder sogar noch tiefere Werte.

Nachtfrost und Tageswetter

So gibt es einen Zusammenhang zwischen dem schönen Wetter und dem deutlichen Abkühlen der Temperaturen in der Nacht, was man am nächsten Morgen beim Verlassen des Hauses ebenso deutlich spüren kann. Der Mensch freut sich über das schöne und klare Wetter, aber die starke Abstrahlung sorgt dafür, dass in der Nacht die Temperatur schnell fällt. Im April kann es daher über 10 Grad Celsius im Schatten haben und in der Sonne ist es angenehm mild, vielleicht steigen die Temperaturen sogar noch weiter, aber vor allem in den ohnehin kühleren Alpentälern kühlt die Temperatur bei klarer Nacht bis unter Null Grad ab.

Das Thema Landwirtschaft

Der Nachtfrost kann auch zum großen Feind der Landwirtschaft werden, weil es immer wieder zu Situationen kommt, in denen die Nachttemperaturen unter Null Grad fallen - aber nicht zu einem Zeitpunkt, wo man es erwarten würde. So gab es schon Anfang Mai durch Nachtfrost erhebliche Ernteeinbußen, weil noch einmal kalte Nächte ins Land zogen und damit die Knospen vieler Blumen, Pflanzen und anderer Triebe angegriffen wurden, die für solche Temperaturen nicht geeignet sind. Das ist dann umso problematischer, wenn es im April schon sehr warm geworden ist.

Da durch den einsetzenden Klimawandel das Frühjahr oft schon warm wie ein früherer Sommer ist, ist ein später Nachtfrost daher ein großes Problem. Das gilt für die privaten Blumen ebenso wie für das kleine Gartenbeet oder für die landwirtschaftliche Produktion im großen Stil.

Was etwa den Weinbau oder ähnliche landwirtschaftliche Betriebe betrifft, gibt es einen Plan B bei angekündigtem spätem Nachtfrost, bei dem auch die Freiwillige Feuerwehr eingeschaltet wird. Das übliche Szenario ist, dass die Wolken die Abstrahlung vermeiden und dieses Konzept übernimmt man, indem künstlich Rauch erzeugt wird. Dabei werden Heuballen oder andere Hilfsmittel genutzt und durch den Rauch kühlt es nicht so stark ab wie vom Wetterdienst angekündigt. Speziell sehr später Nachtfrost im Monat Mai ist damit schon zum Teil sehr erfolgreich bekämpft worden, was natürlich bedeutet, dass die Bauern eine Nachtschicht einlegen, um die nötige Sicherheit zu gewährleisten, auch die Feuerwehr achtet darauf, dass es nicht zu unfreiwilligem Feuer kommt, wenn man den Rauch erzeugt.

Ebenfalls interessant:

Begriffe zur Temperatur

Abkühlung

Die Abkühlung oder Wetterabkühlung ist ein Temperaturrückgang, der unter bestimmten Voraussetzungen erfolgt und damit eine Wetteränderung mit sich bringt.

Altweibersommer

Mit der Bezeichnung Altweibersommer wird ein warmer Herbst, zum Beispiel ein milder September oder auch ein ungewöhnlich warmer und sonniger Oktober umschrieben.

Behaglichkeitstemperatur

Der Begriff Behaglichkeitstemperatur oder auch Wohlfühltemperatur unterscheidet sich häufig von der Lufttemperatur und ist von Mensch zu Mensch auch unterschiedlich.

Celsius

Grundlagen über die Celsius-Skala, die zur Messung der Lufttemperatur und zur Angabe der Wetterwerte genutzt wird, vor allem im europäischen Raum.

Dauerfrost

Der Dauerfrost ist ein Begriff der Wetterkunde und im Winter anzutreffen, wenn es an einem Tag stets Werte unter dem Gefrierpunkt gibt.

Effektive Temperatur

Die effektive Temperatur ist ein Begriff der Wetterbeobachtung im Zusammenhang mit der Luftfeuchtigkeit und präzisiert das Empfinden des Wetters.

Erwärmung

Erwärmung des Wetters ist mehr als ein Ansteigen der Temperatur, weil es verschiedene Wettersituationen gibt, die die Erwärmung auslösen können.

Frost

Der Frost ist ein Begriff in der Wetterbeobachtung für sehr kalte Temperaturen, die im Winter anzutreffen sind und völlig normal für Mitteleuropa sind.

Gefühlte Temperatur

Der Begriff der gefühlten Temperatur umschreibt das Faktum, dass eine Wettersituation sich kälter anfühlen kann, als sie in Wirklichkeit laut Lufttemperatur ist.

Hitzewelle

Unter einer Hitzewelle ist eine längere Phase ungewöhnlich heißen Wetters definiert, wobei die Temperatur von 30 Grad als Richtschnur gilt.

Hundstage

Der Begriff "Hundstage" hat seinen Bezug auf das Sternbild des Großen Hundes und umschreibt warme Tage im Hochsommer.

Indian summer

Der Wetterbegriff "indian summer" in in den USA der gleiche Begriff wie in Europa der Altweibersommer und umschreibt einen goldenen Herbst.

Inversion

Die Inversion ist eine besondere Wettersituation und zwar eine Umkehrung der normalen Wetterlage mit Wärme auf den Bergen und Kälte in den Tälern.

Inversionswolken

Die Inversionswolken bilden sich bei einer entsprechenden Inversionswetterlage und drehen die Temperaturskala von Tal und Berg um.

Jahrhundertsommer

Mit dem Begriff Jahrhundertsommer umschreibt man einen Hochsommer, der besonders heiß und trocken verläuft und nur selten in der Form entsteht.

Lufttemperatur

Die Messung der Lufttemperatur im Rahmen der Meteorologie erfolgt nach genauen Rahmenbedingungen, damit die Werte auch anerkannt werden können.

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Nachtfrost

Der Nachtfrost umschreibt tiefe Temperaturen, die in der Nacht auftreten können und sich zum Teil deutlich von den Tagestemperaturen unterscheiden.

Schafskälte

Die Schafskälte ist eine Kaltwetterphase, die im Juni auftreten kann und für ungewöhnlich kühle Temperaturen sorgt.

Taupunkt

Der Taupunkt in den Wetterdaten ist ein Hinweis für die Luftfeuchtigkeit und oft ein Indiz für schwüles Wetter und hohe Luftfeuchtigkeit.

Tauwetter

Der meteorologische Begriff des Tauwetters umschreibt einen Vorgang, wenn sich das Wetter nach der kalten Jahreszeit zu Erwärmen beginnt.

Temperatur

Grundlagen über die Angabe der Temperatur, ihre genaue Messung und die Bedeutung für den Wetterbericht sowie für die Menschen im Alltag.

Thermometer

Grundlagen über das Thermometer und die Messtechnik in der Wetterforschung für die Lufttemperaturen unter optimalen Bedingungen für den Wetterbericht und die Auswertungen.

Wärmeinsel

Der Begriff Wärmeinsel bezieht sich auf sehr aufgeheizte Zonen wie zum Beispiel Großstädte im Hochsommer, die nur zögerlich eine Abkühlung ermöglichen.

Zwiebelwetter

Als Zwiebelwetter bezeichnet man gerne in der Umgangssprache eine Wettersituation in der Übergangszeit mit völlig unterschiedlichen Rahmenbedingungen.

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