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Pappschnee und seine Gefahr durch Gewicht

Sehr nasser Schnee

Es gibt verschiedene Formen von Schneefall, die von den Umgebungsparametern abhängen. Vom Schneegrießeln über die beliebten Schneeflocken bis zu Schneeregen reicht die Palette der Möglichkeit, wie der Niederschlag im Winter aussehen kann. Den Pulverschnee liebt man, den Pappschnee braucht hingegen niemand.

Was versteht man unter dem Pappschnee?

Eine ungeliebte Form des Schneefalls ist der Pappschnee. Dabei handelt es sich nicht um Schnee im eigentlichen Sinne, sondern man könnte diese Art von Schneefall auch als Regen mit Schneezusatz bezeichnen. Der Pappschnee fällt dann zu Boden, wenn die Temperatur um die Null Grad Celsius erreicht hat und der Pappschnee ist deshalb so unangenehm, weil er sehr nass ist. Es sind keine klaren Kristallstrukturen und damit Flocken Teil der Schneeart, sondern der Pappschnee enthält einen sehr hohen Teil an Wasser.

Das ist für die Menschen unangenehm, weil sie sehr schnell sehr nass werden, wenn sie sich im Freien bewegen, es ist aber auch mitunter für Gebäude nicht angenehm, denn je nasser ein Schneefall ist, desto schwerer ist das Endprodukt und es hat schon Fälle gegeben, in denen das Gewicht des Schnees für Dächer zum Problem wurde.

Typisch für den Pappschnee sind zentimeterhohe Lacken auf den Straßen und auf den Gehwegen, die so aussehen, als wäre Glatteis gegeben, weil es sich hier um eine Mischung aus Eiskristallen und viel Wasser handelt. Und Glatteis ist ein wichtiges Thema, denn wenn der Pappschnee in der Nacht gefriert, gibt es am Folgetag sehr große Gefahr durch Glatteis.

Gefahr Pappschnee

Nasser Schnee ist in keinster Form erwünscht. Er ist beim Skifahren unangenehm, er ist im Alltag auch nicht zu gebrauchen und beim Autofahren reduziert er die Sicht ebenfalls stark. Doch es gibt noch ein anderes Problem, das bereits angedeutet wurde - der Schnee ist viel schwerer als zum Beispiel der feine Pulverschnee. Es gibt Wettersituationen, in denen ein solch nasser Schnee vom Himmel fällt und die Bäume mit ihren Ästen bedeckt. Dann wird es kalt und der Schnee gefriert. Durch die Zusammensetzung bedeutet dies, dass die Äste ein hohes Gewicht tragen müssen und wenn der gefrorene Zustand anhält, weil es tagelang um oder unter Null Grad Celsius an Höchstwert hat, brechen Äste ab, weil sie das Gewicht nicht mehr tragen können.

Ebenfalls eine Möglichkeit des Schadens entsteht, wenn sehr viel schwerer Schnee über längere Zeit auf großen Flächen liegen bleibt, zum Beispiel auf Flachdächer. Dann muss zusammengeholfen werden, um den Schnee loszuwerden, bevor das Dach zusammenbricht.

Man spricht dann auch vom nassen Schnee, einer berechtigten Umschreibung des Pappschnees. So gerne man den Pulverschnee mit seinen großen Flocken hat, so wenig mag man diese Art von Schnee, weil es auch zu große Lackenbildungen auf der Straße kommen kann und die Folge ist das Aufspritzen von Wasser, wenn ein Fahrzeug darüberfährt. Auch die Kinder haben nichts davon, weil mit diesem Pseudoschnee lassen sich keine Schneemänner bauen und auch die Schneeballschlacht gelingt nicht, weil man keine Schneebälle formen kann.

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Das Thema Niederschlag ist ein wesentliches im Wetterbericht und für die Menschen. Keiner geht gerne im Regen, aber fehlt er völlig, ist das Leben auch gefährdet. Wissenschaftlich wichtig ist die Ermittlung der korrekten Niederschlagshöhe für den langfristigen Vergleich.

Beim Regen gibt es viele Begriffe. Ganz sanft ist der Nieselregen und er kann an einem heißen Sommertag sogar angenehm erfrischend sein. Der Landregen ist wichtig für die Landwirtschaft, weil er tief in den Boden dringt. Dauerniederschlag wie etwa der Dauerregen ist nicht so gut, weil es auch zur Gefahr von Hochwasser kommen kann, vor allem bei tagelangem Regen. Ein Schauer ist hingegen kein Problem, ein kurzer Wolkenbruch mit starkem Regen ist auch kein Thema. Der bekannte Monsunregen kann in Südostasien hingegen ganze Landstriche unter Wasser setzen.

Bei bestimmten Wetterbedingungen wird aus dem Regen ein Hagel. Hagel und Hagelschlag entsteht etwa bei starker Abkühlung und einem kräftigen Gewitter, es gibt mit dem Frostgraupel auch andere Formen. Grundlage sind Eiskörner beim Niederschlag.

Die Alternative zum Regen ist der Schneefall in der kalten Jahreszeit und Sonderformen. Gefrierender Regen ist etwa für Fußgänger problematisch, beim Autofahren aber noch gefährlicher. In Sachen Schnee ist der Pulverschnee beliebt und angenehm mit seinen Flocken, der Pappschnee ist hingegen einfach nur nasser, schwerer Schnee. Eine spezielle Form ist der Inversionsschnee oder auch Industrieschnee, der eigentlich kein Schnee ist, sondern durch die Inversionslage samt Umweltverschmutzung entsteht.

Das Gegenteil vom Niederschlag ist die Trockenheit. Eine Trockenperiode könnte schön sein, weil man nicht im Regen nass wird, ist aber für Mensch und Natur keine gute Phase, da man das Wasser braucht. Die Folge ist oft eine Dürre beim Wetter, erkennbar etwa auch in Europa daran, dass Wiesen gelb statt grün sind.

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Pappschnee und seine GefahrArtikel-Thema: Pappschnee und seine Gefahr durch Gewicht

Beschreibung: Der 🌧 Pappschnee ist eine sehr wässrige Form von Schneefall und kann auch damit ein ✅ sehr schwerer Schnee werden.

letzte Bearbeitung war am: 02. 12. 2021

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