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Pulverschnee: beliebteste Schneeart

Feine, lockere Flocken

Der Niederschlag im Winter zeigt sich je nach Lufttemperatur auf die unterschiedlichsten Arten. Vom Regen, weil es zu warm für Schnee ist, über den Eisregen, der besonders gefährlich ist bis zu einem sehr nassen Schneefall gibt es alle Optionen. Der Favorit aus Sicht der Menschen ist aber der Pulverschnee.

Pulverschnee und seine Entstehung

Wetterlexikon PulverschneeDie beliebteste Form des Niederschlages im Winter ist zweifelsohne der Pulverschnee. Der Pulverschnee ist deshalb so beliebt, weil er aus Eiskristallen besteht, die sich nicht leicht binden. Es entstehen daher feine Flocken, die schon beim Herunterfallen auf die Erde ein beeindruckendes Bild zeigen. Die Flocken sind unterschiedlich groß und man hört den Niederschlag kaum, aber durch den Schneefall dämpfen sich alle sonst so typischen Geräusche wie zum Beispiel der Autolärm in der Stadt. Viele Menschen in der Großstadt haben mit Wintersport nichts am Hut, aber wenn der erste richtige Pulverschnee vom Himmel fällt und plötzlich der Straßenlärm viel leiser wird, ist das ein kaum zu beschreibender Genuss, selbst für Winterhasser.

Die Flocken binden sich am Boden nicht, sodass eine lockere Schneedecke entsteht. Diese Schneedecke ist besonders beim Wintersport besonders gerne gesehen, weil dann das Skifahren zum reinen Vergnügen wird. Andere Schneearten wie der Pappschnee als besonders nasser Schnee sind nicht so angenehm, aber ein reiner feiner Pulverschnee ist die beste Grundlage für einen gelungenen Ausflug in die Skigebiete. Und beim Tiefschneefahren ist diese Form von Schneeauflage erst recht ein Vergnügen.

Aber auch wenn man spazieren geht, macht eine Schneedecke aus Pulverschnee viel Freude, weil es sich hier um einen recht trockenen Schnee handelt. Deshalb stört es auch nicht sonderlich, wenn es Pulverschnee schneit, weil man nicht so durchnässt wird, wie beispielsweise beim Schneeregen oder beim Pappschnee.

Pulverschnee und Fotos

Der Pulverschnee ist für die Menschen wichtiger als für den Wetterbericht, weil er diese feine Schneeauflage auf Autos, Dächern und Dachrinnen bietet. Die ganze Landschaft wirkt "angezuckert" und das mögen viele Menschen, auch jene, die nichts mit dem Wintersport anfangen können. Viele Fotos haben den Pulverschnee als Grundlage, wenn eine Allee tief verschneit aufgenommen wird und auch die Kinder freuen sich darüber.

Aus Sicht der Wetterkunde ist die Höhe des Niederschlags wesentlicher, aber natürlich spielt die Schneeart schon eine Rolle, weil Eisregen und Pappschnee sind durch das höhere Gewicht eine Bedrohung für Wälder und können auch gefährliche Situationen hervorrufen, zum Beispiel der Eisregen zu Jahresbeginn 2015 in Ostösterreich, wodurch sogar Straßen gesperrt werden mussten. Beim Pulverschnee wäre diese Situation nicht entstanden.

Allerdings kann auch der Pulverschnee zum Problem werden, wenn es zuviel davon gibt. Es gab schon Winter, in denen es früh viel geschneit hat und dann schmolz der Schnee nicht und erhielt weitere Nahrung, bis die Dächer fast unter der Belastung zusammenzubrechen drohten. So geschehen im Jahr 2009, als im Februar Bundesheer und Feuerwehr zusammenhelfen mussten, um Berge von Schnee von den Dächern zu bringen, zum Beispiel in Lunz am See.

Schneewände aus Pulverschnee

Es kann auch viel zu viel von diesem an sich feinen Pulverschnee geben. Der Jänner 2019 brachte durch eine starke Nordwestströmung jede Menge Wolken zum Alpenhauptkamm und diese Wolken kamen nicht über die Berge und schneiten sich geradezu massenhaft an der Nordseite ab. Die Folge waren meterhohe Schneeauflagen und in gleich vier Bundesländern Österreichs musste zumindest in einigen Regionen die höchste Lawinenwarnstufe ausgesprochen werden.

Gleichzeitig war es nicht nur gefährlich, sondern auch beeindruckend, weil man meterhohe Schneewände auf den Fotos erleben konnte. Bis zu vier Meter hoch türmten sich die Schneeauflagen auf den Bergen, aber auch in den Tälern musste man raten, wo das Auto stehen könnte, weil man nur noch weiß sah, soweit das Auge blicken konnte.

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