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Wahlkampf oder Wahlbewegung

Auseinandersetzung der Parteien und Themen

Der Begriff Wahlkampf umfasst sämtliche Aktivitäten vom Beginn der Wahlauseinandersetzung bis zum Wahltermin und damit vor allem alle Versuche der Parteien und ihrer Kandidatinnen und Kandidaten, die Wahlberechtigten auf ihre Seite zu ziehen.

Wahlkampf als politische Arbeit

Wahlreden gehören zum Wahlkampf ebenso wie Wahlwerbung, sei es Plakate, Werbeschaltungen in Zeitungen, Magazine, im Radio und Fernsehen als auch Broschüren, Folder und ähnliches Material, das auf der Straße verteilt wird. Gekämpft wird dabei nicht mit dem Säbel und anderen Waffen, sondern mit Worten und Inhalten.

Durch Reden und persönliche Gespräche auf Wahlveranstaltungen werden die eigenen Positionen deklariert und die Schwächen und Fehler der anderen Parteien und Kandidatinnen sowie Kandidaten offenbart. Ziel ist es natürlich, so viele Menschen wie möglich zu überzeugen und darauf zu hoffen, dass man einen guten Wahlkampf geführt hat und am Wahlabend ein positives Ergebnis erreichen kann.

Wahlkampf und Medien

Für die Medien ist der Wahlkampf immer eine gute Zeit, weil es praktisch täglich neue Meldungen gibt, ohne dass man sich groß Mühe machen muss, da die Parteien an einer Veröffentlichung ihrer Informationen natürlich besonders in diesen Wochen vor dem Wahltermin interessiert sind. Das ist aber eine problematische Geschichte, weil die Informationen von den Medien nicht 1:1 übernommen werden, sondern einer eigenen, nicht kontrollierbaren Analyse unterzogen werden. Daher ist das Verhältnis zwischen Medien und Politik gerade im Wahlkampf nicht immer das einfachste.

Der Wahlkampf ist vor allem auf Basis der Medien problematisch geworden. Denn es gibt nicht nur das öffentlich-rechtliche Fernsehen wie in Österreich den ORF oder in Deutschland ARD/ZDF, sondern auch viele private Sender, die eigene Wahlsendungen durchführen. Damit steigert sich der Aufwand für die Parteien generell und für die Spitzenkandidaten im Besonderen. Dazu kommt aber die Ebene des Internet, die überhaupt nicht mehr kontrolliert werden kann.

Früher haben die Großparteien Einfluss auf die Medien nehmen können, was problematisch ist, aber Fakt war und zum Teil noch ist. Die Objektivität leidet darunter natürlich. Heute diskutieren tausende Leute im Internet über verschiedene Aussagen und das kann für die Wahlbewegung, wie der Wahlkampf auch bezeichnet wird, erhebliche Folgen haben. Der Einfluss auf die Wählerinnen und Wähler wird durch Facebook, Twitter und andere Netzwerke immer größer.

Der Wahlkampf verlagert sich daher auch ins Internet, aber viele können damit nicht umgehen und dann werden die Versuche, Stimmung zu machen, fast schon peinlich und erst recht von den Leuten verrissen.

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Bei den Wahlen muss man die verschiedenen Möglichkeiten der Wahl berücksichtigen. Denn die meisten Wahlen sind Teil der indirekten Demokratie und man wählt Parteien, die die Regierungen oder auch den Gemeinderat zusammensetzen. Die Wahl zum Bundespräsidenten in Österreich ist hingegen Teil der Direkte Demokratie mit der Möglichkeit, als Wählerin oder Wähler direkt die gewünschte Person zu wählen. Dort gibt es auch keine langen Verhandlungen zwischen Parteien für eine Regierungsbildung, sondern eine Mehrheit für eine Person oder eine notwendige Stichwahl.

In der indirekten Demokratie muss man das Wahlsystem noch bedenken. Meist gibt es ein Mehrheitswahlrecht wie etwa in Europa, aber in den USA wird mit dem sehr umstrittenen Verhältniswahlrecht die Präsidentenwahl durchgeführt.

Rund um die Wahlen gibt es viele Begriffe. Man braucht einen Stimmzettel für die Abgabe der Stimme, auch wenn man per Briefwahl seine Stimme kundtun möchte. Dabei kann auch die Möglichkeit der Vorzugsstimme genutzt werden. Als stimmberechtigter Mensch, der eine gültige Stimme abgibt, wird man automatisch zur Wählerin oder zum Wähler. Dabei unterscheidet man gerne den Stammwähler vom Wechselwähler und es gibt auch den Nichtwähler.

Früher gab es stabile Anteile bestimmter Parteien in bestimmten Bezirken oder gar Städten und Regionen, man spricht auch von der Wahlhochburg. Doch das Wählerverhalten hat sich stark verändert, das zeigt auch die Wählerstromanalyse. Interessant am Wahlabend sind auch die Ergebnisse der Hochrechnung sowie der Exit Polls.

Bevor es aber zur Wahl kommt, gibt es den Wahlkampf mit dem Ziel, möglichst viele Stimmen zu gewinnen, ergo die Menschen zu überzeugen. Man nutzt dabei Wahlzuckerl (Wahlversprechen) und präsentiert etwa bei der Nationalratswahl (Deutschland Bundestagswahl) den Spitzenkandidten oder Kanzlerkandidat. Der Wahlkampf wird immer öfter online über die sozialen Medien veranstaltet und die Medien spielen auch sonst eine große Rolle wie bei der Elefantenrunde im Fernsehen oder auch beim TV-Duell. Der Wahlkampf kann sehr sachorientiert ablaufen, aber immer öfter wird er sehr emotional und manchmal auch untergriffig persönlich umgesetzt, Angegriffe sprechen gerne von einer Schmutzkübelkampagne.

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Wahlkampf der Parteien und PersonenArtikel-Thema: Wahlkampf oder Wahlbewegung

Beschreibung: Der 🌍 Wahlkampf ist ein zusammenfassender Begriff aller Aktivitäten der Parteien in der ✅ Wahlbewegung bis zum Wahltermin.

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