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Stagnation in der Wirtschaft

Keine Weiterentwicklung und Aufgaben der Politik

Für die Politik gibt es nichts Wunderbareres als eine Hochkonjunktur. Die Arbeitsplätze werden mehr, die Arbeitslosigkeit sinkt, das Einkommen steigt, die Wirtschaft boomt und der Staat kann Geld sparen und Schulden abtragen. Leider funktioniert letzteres nicht so wie man es gerne sehen würde, aber aus politischer Sicht gibt es keine bessere Wirtschaftssituation als die Hochkonjunktur, auch Boom bezeichnet.

Stagnation in der Wirtschaft

Nur gibt es diese Wirtschaftsphase nicht auf Bestellung und dauerhaft. Wendet sich die Konjunkturkurve ins Negative, so droht die Rezession. Bevor es zu einer solchen kommt, erlebt die Wirtschaft die Stagnation. Als Stagnation wird eine Wirtschaftssituation bezeichnet, bei der im Jahresvergleich die Wirtschaftsleistung weder wächst noch sinkt, sie bleibt auf dem gleichen Niveau stehen. Dabei gibt es eine technische und eine psychologische Betrachtungsweise.

Die technische Betrachtungsweise besagt, dass die Wirtschaft nicht stürzt, aber auch keine Weiterentwicklung zu erwarten ist. Die psychologische Betrachtungsweise ist problematischer, denn es geht die Angst um, dass es zu einer Rezession kommen kann, also zu einem Wirtschaftsabschwung. Damit verbunden sind Ängste, den Job zu verlieren und man bringt seine Schäfchen ins Trockene, indem man an der Börse seine Aktien verkauft, wodurch die Börsenkurse stürzen.

Stagnation und Politik

Schon vor dem Beginn einer Stagnation sollte der Staat deshalb reagieren. Obwohl es reine wirtschaftliche Belange sind, ist die Politik gefordert, indem der Staat beispielsweise zusätzliche Aufträge vergibt, um Arbeitsplätze zu sichern und die Wirtschaftslage zu stabilisieren. Alles kann natürlich der Staat nicht abfedern, aber eine gewisse Hilfestellung kann er bieten, beispielsweise auch durch Wirtschaftsförderungen.

Ein wesentlicher Punkt sind auch Investitionen, wobei die Infrastruktur gerne genannt wird. Geplante Tunnel werden früher begonnen, Eisenbahnarbeiten früher angefangen - um die Bauwirtschaft zu fördern und damit Arbeitsplätze zu erhalten. Neue werden kaum dazu gewonnen werden, aber man verhindert, dass die Zahl der Arbeitslosen zu schnell steigt. Auf dem Weg zur Rezession wird das Thema Arbeitslosigkeit ohnehin immer wichtiger, aber man muss nicht in diese Phase stürmen, sondern kann das Tempo reduzieren.

Vielleicht gelingt es sogar, dass man noch die Kurve bekommt und die Wirtschaft wieder ansteigt, aber im Konjunkturzyklus muss es irgendwann wieder nach unten gehen, damit später ein neuer Boom entstehen kann. Das Problem der Politik ist seit Jahrzehnten, dass man in Zeiten des Booms viel Geld sparen könnte. Schulden könnten abgetragen werden, doch stattdessen wird weiter fest ausgegeben, weil man die nächsten Wahl nicht verlieren möchte. Und wenn dann Stagnation und später Rezession anstehen, fehlt das Geld in der Kasse, um Unternehmen und private Haushalte so stützen zu können, wie man das eigentlich durchführen möchte.

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