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Rezession und Wirtschaftspolitik

Negative Wirtschaftsentwicklung

Eigentlich ist der Begriff Rezession ein Begriff der Wirtschaft, doch er hat für die Politik enorme Auswirkungen. Die Rezession ist eine Phase der Konjunkturkurve und zwar jene Phase, in der eine Wirtschaft sich abschwächt, sodass in zumindest zwei Quartalen eines Jahres im Vergleich zu den Vorjahresquartalen die Wirtschaft nicht wächst oder sogar leicht zurückgeht.

Konsequenzen der Rezession

Die Rezession betrifft alle Menschen und die gesamte Wirtschaft eines Landes, wobei durch die intensive Vernetzung und Globalisierung praktische alle Wirtschaftskreisläufe auf der Erde davon betroffen sind. In einer Rezession kommt es zum Stopp einer Hochkonjunktur. Das Wirtschaftswachstum geht gegen Null, was man auch als Stagnation bezeichnet, oder es gibt sogar einen Wirtschaftsabschwung, also einen leichten Rückgang der Wirtschaftsentwicklung.

Für die Politik bedeutet dies, dass die Wirtschaftslage negativ beurteilt wird, die Kurse an den Börsen fallen, die Nachfrage sinkt und damit viele Arbeitsplätze gefährdet sind. In einer Rezession oder noch besser vor deren Eintreffen ist es das Bemühen des Staates durch zusätzliche Aufträge, Forschungsgelder und andere Maßnahmen für neue Impulse zu sorgen, um die Wirkung der Rezession abzuschwächen.

Rezession und Politik

In einer Rezession riskiert der Staat einige Milliarden Euro mehr, was Neuverschuldung bedeutet, aber er hilft damit den Menschen im eigenen Land, die sonst von der steigenden Arbeitslosigkeit noch deutlicher betroffen wären. Und jeder arbeitslose Mensch bedeutet auch Mehrkosten für den Staat.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie man den Menschen helfen kann. Gerne werden Investitionen in die Infrastruktur (Straße, Bahn) vorgezogen, um Arbeitsplätze in der Bauwirtschaft länger halten zu können. Auch eine Steuerreduktion ist eine Möglichkeit, um den Handel zu unterstützen, weil die Menschen mehr Geld zum Einkaufen bekommen.

Wesentlich sind solche Maßnahmen, um der Wirtschaftsentwicklung entgegen zu wirken, aber der Haken besteht darin, dass man bei einem Boom einsparen könnte, die Politik dies aber kaum schafft. Würde man in wirtschaftlich guten Zeiten Geld einsparen, dann hätte man mehr Spielraum, um der Bevölkerung und den Unternehmen zu helfen, wenn es nicht mehr so gut läuft. Und das ist ein Kernproblem zu Zeiten einer Rezession, weil man eigentlich kaum mehr Mittel zur Verfügung hat, um zu helfen.

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In der Politik dreht sich sehr viel um das Geld. Das Defizit als Minus im aktuellen Wirtschaftsjahr des Staates und die Staatsverschuldung sind zwei Schlagwörter, die auch medial immer wieder genannt werden. Die Schuldenbremse ist eine Idee zur Eindämmung der Verschuldung und ist ein Alternativansatz zur Defizitfinanzierung.

Finanzierung, Geld und die öffentliche Hand hängen eng damit zusammen, wie sich die Wirtschaft selbst darstellt. Wenn die Arbeitslosigkeit hoch ist, werden die Sozialkosten teuer und es wird mit dem Geld knapper. Eine Rezession ist daher wenig wünschenswert und auch bei der Stagnation geht nicht viel weiter. Nur eine positive Konjunktur bringt höhere Erträge auf Basis der Steuern mit sich.

Weitere wichtige Begriffe sind der Finanzausgleich zwischen Bund und Länder oder der Warenkorb als Grundlage für die Inflationsberechnung. Auf internationaler Ebene kann auch ein Embargo stattfinden, um politisch auf Basis der Wirtschaftsdrohung Druck zu machen.

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Rezession und WirtschaftspolitikArtikel-Thema: Rezession und Wirtschaftspolitik

Beschreibung: Die Rezession bedeutet den Abschwung der Wirtschaft und fordert Hilfe, Entscheidungen und Notwendigkeiten in der Wirtschaftspolitik.

letzte Bearbeitung war am: 20. 10. 2020

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