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Direkte Demokratie

Das Volk entscheidet unmittelbar

In der Demokratie unterscheidet man zwischen der direkten Demokratie und der indirekten Demokratie. In vielen Ländern und bei den meisten Entscheidungen ist die indirekte Demokratie vorgesehen, was bedeutet, dass man zwar die Entscheidungsträger bei einer Wahl mit seiner Stimme ausstatten kann, aber die Entscheidungen selbst kann man nicht durchsetzen.

Direkte Demokratie vs. indirekte Demokratie

In Österreich ist der Unterschied zwischen der direkten Demokratie und der indirekten Demokratie anhand zweier Beispiele gut zu erklären. Bei der Wahl des Bundespräsidenten herrscht direkte Demokratie, denn wer von den Kandidatinnen oder Kandidaten 50 oder mehr Prozent der Stimmen auf sich vereinen kann, ist direkt vom Volk gewählt. Es gibt zwar Parteien, die die Kandidaten unterstützen und aufstellen, aber sie können nicht durch Verhandlungen das Wahlergebnis verändern. Die Person, die vom Volk direkt gewählt wurde, ist auch der neue Bundespräsident - oder, sollte einmal eine Frau gewählt werden, die neue Bundespräsidentin.

Im Gegensatz dazu ist die Nationalratswahl eine Form der indirekten Demokratie. Natürlich kann man hier auch seine Stimme abgeben, aber man wählt Parteien, wobei es sein kann, dass man eine Partei wählt, die stimmenstärkste Partei wird, aber, wie auch schon in Österreich vorgekommen, nicht in die Regierungsverantwortung gelangt, weil sich andere Parteien zusammentun, um eine Regierung zu bilden.

Andere Formen der direkten Demokratie

Die direkte Demokratie hat neben der Wahlgänge viele weitere mögliche Ausdrucksformen. Volksbegehren und Volksabstimmung sind hier zu nennen, wobei das Volksbegehren keine politische Verpflichtung bedeutet. Auch wenn eine Million Menschen das Begehren mit ihrer Unterschrift unterstützen, muss dies nicht automatisch bedeuten, dass der ausgedrückte politische Wille auch umgesetzt wird. Bei einer Volksabstimmung ist das Ergebnis hingegen bindend.

Das bedeutet, dass mit dem Volksbegehren ein Wunsch geäußert wird, politisch entsprechend zu handeln. Das erfolgreichste Volksbegehren war ehemals jenes, um das Konferenzzentrum in Wien zu vermeiden - trotz 1,3 Millionen Unterschriften wurde es doch gebaut. Eine Volksbefragung wird mit ja/nein oder 1, 2 oder 3 beantwortet und ist bindend. Österreich ist eines der wenigen Länder in Europa ohne Atomkraftwerk und dabei war jenes in Zwentendorf schon errichtet. In einer Volksbefragung wurde die Bevölkerung befragt, ob es in Betrieb gehen soll und die Entscheidung fiel knapp für nein aus - daher gibt es kein AKW in Österreich, außer kleine Reaktoren zu Forschungszwecke.

Ein Beispiel für die direkte Demokratie ist die Schweiz, in der es die indirekte wohl auch gibt, aber viele Entscheidungen werden durch Volksinitiativen bewirkt, wobei 100.000 Stimmen nötig sind. Solche Entscheidungen würden in Deutschland oder in Österreich durch die Parteien und damit indirekt getroffen werden.

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Direkte Demokratie

Die direkte Demokratie ist eine politische Form in modernen Nationalstaaten, die sich von der indirekten via Parteien deutlich unterscheidet.

Elefantenrunde

Wahlkampf und Fernsehen: die Elefantenrunde ist ein Zusammentreffen der Spitzenkandidaten ihrer Parteien im Fernsehen und zwar in der Regel aller großen Parteien.

Exit Polls

Begriffe rund um Wahlen: die Exit Polls sind Wählerbefragungen am Tag der Wahl, um erste Stimmungslagen berichten zu können.

Hochrechnung

Die Hochrechnung ist eine Vorausberechnung des möglichen Endergebnisses einer Wahl basierend auf bekannte Daten.

Kanzlerkandidat

Der Kanzlerkandidat im Rahmen einer Wahlbewegung ist jene Person, die von einer Partei als ihr Kandidat für den Regierungsposten vorschlägt.

Mehrheitswahlrecht

Details über das Mehrheitswahlrecht, wie es in den USA gilt, bei dem die Mehrheit über die Amtsvergabe entscheidet.

Nichtwähler

Wahlen und Wahlverhalten: die Nichtwähler sind jene Leute, die das Recht auf die Stimmabgabe bei der Wahl haben, davon aber nicht Gebrauch machen.

Schmutzkübelkampagne

Schmutzkübelkampagne oder englisch Dirty Campaigning ist eine Vorgehensweise im politischen Wahlkampf, bei der persönliche Schwächen des Gegners verbreitet werden.

Stammwähler

Wahlen und Wahlverhalten: der Stammwähler ist ein solcher, der bei den Wahlgängen stets die gleiche politische Partei wählt.

Stichwahl

Die Stichwahl ist bei Personenwahlen der zweite Wahlgang, wenn beim ersten Wahlgang kein Kandidat mindestens 50 Prozent der Stimmen erreichen konnte.

Stimmzettel

Grundlagen über den Stimmzettel, der zum Wählen berechtigt und erst die Wahl überhaupt durchführbar macht.

TV-Duell

Medien und Wahlbewegung: die Aufgabe und Funktion vom TV-Duell im Wahlkampf als Konfrontation vor einem großen Publikum, um Überzeugungsarbeit zu leisten.

Verhältniswahlrecht

Wahlsysteme: das Verhältniswahlrecht, wie es in vielen Ländern in Europa gegeben ist und die Bildung einer Regierung nach der Wahl.

Vorzugsstimme

Die Vorzugsstimme bei der Nationalratswahl ist eine solche, durch die Personen aus den Parteilisten eine zusätzliche Stimme erhalten können.

Wählerstromanalyse

Die Wählerstromanalyse ist die Nachbetrachtung eines Wahlergebnisses auf wissenschaftliche Art und Weise im Hinblick auf verändertes Wahlverhalten.

Wählerverhalten

Unter dem Wählerverhalten versteht man die Entscheidungen der Wählerinnen und Wähler bei einer Wahl, der Erkenntnisse Aufgabe der Wahlforschung sind.

Wahlkampf

Der Wahlkampf ist ein zusammenfassender Begriff aller Aktivitäten der Parteien in der Wahlbewegung bis zum Wahltermin.

Wahlzuckerl

Politik in der Wahlzeit: der Begriff Wahlzuckerl oder auch Wahlversprechen sind Aussagen in der Wahlbewegung, um auf Stimmenfang zu gehen.

Wechselwähler

Der Wechselwähler ist ein Mensch, der bei den Wahlen seine Stimme abwechselnd unterschiedlichen Parteien verleiht.

Soziale Medien

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