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Fremdenverkehr oder Tourismus

Veralteter Begriff der Reisebranche

Als Fremdenverkehr wurde lange Zeit die Betreuung und das Angebot für Gäste bezeichnet, was heute aber durch den Begriff Tourismus bekannt ist. Trotzdem wird der Fremdenverkehr als Definition auch noch heute genannt, besonders in manchen Dokumentationen und Medienberichten kommt er noch vor.

Tourismus und Fremdenverkehr

Die Tourismusbranche ist darüber aber nicht sehr glücklich, weil im Begriff Fremdenverkehr steckt das Wort fremd und das hat ein negatives Image. Immerhin möchte man möglichst viele Gäste anlocken und sie nicht durch eine Distanz, die in fremd hineininterpretiert werden kann, abschrecken.

Daher hat man sich auf den Begriff Tourismus geeinigt, der sich auch immer mehr durchgesetzt hat. Hotels, Freizeitanlagen, Ferienclubs und dergleichen mehr bieten im Rahmen des Geschäftsfeldes des Tourismus ihre Dienstleistungen an und möchten die Gäste verwöhnen, auf dass sie sich wohl fühlen, ihren Alltag für einige Tage vergessen und im optimalen Fall wiederkommen. Diese Aufgaben hat man früher auch mit dem Begriff Fremdenverkehr zusammengefasst. Auch diese Definition hat alle genannten Leistungen zusammengefasst und damit alle Leistungen rund um Ausflüge und vor allem Urlaubsaufenthalte in sich vereint.

Urlaubsgäste sind keine Fremden

Spätestens seit der starken Erweiterung der Europäischen Union war es aber seltsam geworden, Menschen aus den Mitgliedsstaaten als Fremde zu bezeichnen. Das wäre kontraproduktiv, wenn man zum einen politisch zu einer Einheit wird, aber dann doch zwischen den Menschen unterschiedlicher Mitgliedsstaaten trennt. Somit wird Fremdenverkehr immer weiter zurückgedrängt und Tourismus wurde zum neuen Schlagwort.

Im Gegenteil: es wird sogar mit Slogans wie "Urlaub bei Freunden" geworben, ein klarer sprachlicher Kontrast zum Begriff des Fremdenverkehrs und so ist der Tourismus allgegenwärtig, hat aber eigentlich nur den Begriff ersetzt - die Angebote und Dienstleistungen sind die gleichen geblieben, die Interessen der Urlaubsgäste ebenso.

Soziale Medien

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