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[Kenntage] Gradtage: Information für die Heizkostenberechnung

Differenz zur Zimmertemperatur

In den Wetterberichten wird besonders am Ende eines Winters immer wieder eine Abschätzung bekanntgegeben, wie hoch oder niedrig der Heizaufwand im abgelaufenen Winter war. Grundlage dieser Einschätzung sind die Gradtage. Es handelt sich dabei nicht um einen Kenntag im eigentlichen Sinne wie der Sommertag (über 25 Grad) oder der Eistag (24 Stunden unter null Grad), aber die Verwendung des Gradtages ist auf ähnliche Weise gegeben.

Definition Gradtag beim Wetter

Ein Gradtag ist die Differenz zwischen dem Mittelwert der Lufttemperatur und der optimalen Zimmertemperatur von 20 Grad Celsius. Wenn man also an einem Tag als durchschnittliche Lufttemperatur 15 Grad erreicht hat, gibt es eine Differenz zur Zimmertemperatur, ergo wird an solch einem Tag geheizt. Damit ist der Gradtag nicht nur ein Thema für den Winter, sondern auch für die Übergangszeit und kann auch im Sommer ein Thema sein, wenn es zum Beispiel im Juni nur zehn Grad Außentemperatur hat.

Die Differenzen werden in verschiedener Form zusammengezählt, beispielsweise pro Monat oder auch pro Jahr. So gibt es die Monatsgradtage und die Jahresgradtage, die jeweils für die Berechnung der Heizkosten als Kriterium herangezogen werden. Auch pro Jahreszeit gibt es entsprechende Werte. Dadurch lässt sich leicht ablesen, ob a) der Winter streng war oder nicht bzw. ob b) die Heizkosten hoch waren oder nicht. Sowohl für die Geldbörse der Menschen als auch im Hinblick auf die Klimabelastung ist daher die Information der Gradtage von zentraler Bedeutung.

Man kann zusätzlich die Gradtage auch nutzen, um zu vergleichen, wie der Winter angekündigt war und wie er tatsächlich dann verlaufen ist. Wenn es ein milder Winter war, muss man weniger heizen als wenn es eine Phase mit Dauerfrost gegeben hat, wodurch natürlich ein höherer Heizaufwand entstanden ist.

Gradtage und Wetterstatistik

Natürlich kann es auch sein, dass es viele Tage gibt, die ihr Tagesmittel unter 20 Grad Celsius erreichen, aber nur knapp, während es in anderen Zeitperioden wenige, aber sehr kalte Tage gibt. Wie viele Tage unter der Zimmertemperatur liegen, spielt aber keine Rolle, weil die Differenzen zusammengezählt werden.

Es kann auch zu dem Phänomen kommen, dass die Differenzen im Winter gar nicht so hoch sind, weil das Wetter ungewöhnlich warm war, aber dann, wenn es eigentlich wärmer werden sollte, wird es plötzlich kalt. Es gab schon Winter ohne Schnee und herrlichstem Sonnenschein, aber im März fand der Schnee doch noch statt und es gab Werte um Null Grad. Daher sind die Gradtage auch pro Quartal oder Monat und langfristige Beobachtung interessant.

Im Vergleich zum klassischen Kenntag wie dem Sommertag gibt es hier aber zwei Größen. Einerseits die Anzahl der betroffenen Tage und andererseits die wirkliche Differenz zur Zimmertemperatur. Die Differenz hat hier die stärkere Aussagekraft.

Bücher und Produkte rund ums Wetter

Das Wetter bewegt die Menschen täglich, sei es in Form von Büchern, um mehr über das Wetter zu lernen und die Entstehung der Wettersituationen zu verstehen oder sei es in Form der Wetterstation, um das aktuelle Wetter prüfen zu können. Beides gibt es unter anderem bei folgenden Anbietern:

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Gradtage in der WetterstatistikArtikel-Thema:
[Kenntage] Gradtage: Information für die Heizkostenberechnung
letztes Datum:
21. 03. 2020

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