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[Kenntage] Wüstentag in der Wetterstatistik

Heiße Tage mit zumindest 35 Grad Celsius im Schatten

In der Wetterstatistik werden bestimmte Tage als Kenntage erfasst, um Vergleiche mit früheren Jahren durchführen zu können. Das gilt für das Winterwetter ebenso wie für das Sommerwetter, wobei für den Sommer vor allem der Sommertag, die Tropennacht und der Heiße Tage oder Hitzetag verwendet wurden. Aber durch den Klimawandel ist ein neuer Begriff entstanden. Er ist nicht offiziell in den Dokumenten der Meteorologie zu finden, setzt sich aber medial durch und wurde auch in offiziellen Wetterstatistiken bereits genannt - der Wüstentag.

Wüstentag und Sommerwetter

Die Steigerungen für das Sommerwetter waren bisher, dass es ein Sommertag ist, wenn die Temperatur innerhalb von 24 Stunden auf zumindest 25 Grad Celsius im Schatten steigt. Übertrifft der Wert die 30 Grad-Marke, dann ist es ein Hitzetag oder auch heißer Tag. Damit fand man das Auslangen. Ein Thema war noch die warme Nacht, die als Tropennacht verzeichnet wird, wenn die Temperatur nicht unter 20 Grad sinkt und damit das erholsame Schlafen zum Problem wird.

Aber durch die Klimaerwärmung sind die heißen Tage noch heißer geworden. Und so hat man sich mit dem Wüstentag eine weitere Möglichkeit für einen Kenntag überlegt, die mit 35 Grad Celsius definiert ist. Solch heiße Tage gab es auch schon früher, aber nur vereinzelt. Sie treten in den letzten Jahren gehäuft auf und wenn man sie zusammenzählt, lässt sich ein Trend ableiten, weil das Wetter zum Beispiel in Mitteleuropa ständig wärmer wird. Zwar gibt es auch kühlere Sommer wie jenen von 2014, aber der Trend zeigt trotz aller Schwankungen deutlich nach oben und das zeigt auch die Zunahme an Wüstentagen.

Diese lassen sich dann mit den Vorjahren vergleichen und dokumentieren besonders heiße Wetterphasen. Es kann aber auch sein, dass es weniger Wüstentage gibt, aber viele Sommertage und heiße Tage und dennoch eine ganze Reihe an Tropennächten. So lässt sich auch ablesen, dass es nicht kalt war. Das Jahr 2018 brachte etwa einen Rekord an Tropennächten in Wien, es war aber nicht so extrem heißt wie etwa 2015.

Wüstenjahr 2015

Und dann gibt es auch extreme Wettersituationen wie im Hochsommer 2015, als es in Wien mehr Wüstentage gab als in den zehn Jahren davor zusammen. Grundlage war, dass es monatelang schon im Osten Österreichs viel zu wenig geregnet hatte. Ein feuchter Boden würde helfen, die Hitze zu entschärfen, doch der war steinhart und staubtrocken. Die Luftfeuchtigkeit erreichte kaum mehr als 20 bis 30 % und von Nordwestafrika strömte ein Hochdruckgebiet nach dem anderen nach Mitteleuropa. Hitze gab es von Spanien bis zur Ukraine und in Wien gab es die heißesten Nächte seit Beginn der Aufzeichnungen mit 26,9 Grad Celsius im Juli. Aber noch schlimmer für die Menschen war die lange Hitzephase im August mit serienweise warmen Nächten von 23 bis 25 Grad. Erholung war kaum mehr zu finden.

Die Stadt Wien und vor allem ihre Innenstadt war immer schon ein Hitzepol in Österreich, wenngleich nicht so extrem. Aber dass es auch im ländlichen Raum kaum unter 20 Grad abgekühlt hat, dass selbst in Bregenz oft in der Früh schon Werte um 23 Grad gemessen wurden - das war höchst ungewöhnlich. Und so war die Tageserwärmung auf über 35 Grad in ganz Österreich sehr leicht erreichbar, zumal es kaum Wolken und viele Sonnenstunden gab.

Und solche Sommer könnten in den nächsten Jahrzehnten zur Normalität werden. Neue Konzepte sind nötig, die weniger CO2-Ausstoß bewirken und die auch die Städte auskühlen helfen, zum Beispiel Grünanlagen auf den Dächern, um für einen Ausgleich zu sorgen.

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Ein großes Thema ist natürlich die Temperatur in der warmen Jahreszeit, wobei diese warmen Tage immer mehr zunehmen. Der Sommertag ist ab 25 Grad gültig, es gibt dann den Hitzetag oder auch heißen Tag für hochsommerliche Tage ab 30 Grad und weil es immer wärmer wird, hat man sich auch den Wüstentag ab 35 Grad im Schatten überlegt. Nicht nur die Temperatur am Tag ist relevant, die Zahl der warmen Nächte steigt immer mehr an und damit ist man beim Begriff der Tropennacht.

Das Gegenteil sind die kalten Tage, die sich aber immer reduzieren. Ein Kenntag zum Thema ist der Frosttag und dann gibt es auch den Eistag als ausgewiesenen kalten Wintertag.

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    Infos zum Artikel

    Wüstentag in der WetterstatistikArtikel-Thema: [Kenntage] Wüstentag in der Wetterstatistik

    Beschreibung: Kenntage im Sommer: mit dem Wüstentag werden Tage erfasst und umschrieben, an denen es zumindest 35 Grad im Schatten hat - was immer häufiger im Sommer zutrifft.

    letzte Bearbeitung war am: 25. 08. 2020