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Ratgeber für die Autofahrt bei großer Hitze

Was tun an heißen Tagen?

Ratgeber für Autofahrt bei HitzeDas Thema Autofahren und hohe Temperaturen wird häufig auf die lange Urlaubsreise reduziert, was ja auch bis zu einem bestimmten Punkt zulässig ist. Denn man fährt selten so lange Strecken und meist findet der Urlaub im Hochsommer statt, also gibt es auch sehr hohe Temperaturen.

Aber das Problem mit Hitzewellen gibt es viel öfter im Alltag, wenn man wieder einmal auf der Stadtautobahn im Stau steckt und die Sonne meint die Insassen grillen zu müssen. Mit der immer öfter eingebauten Klimaanlage oder auch Klimaautomatik in den Fahrzeugen ist ein wesentliches Werkzeug bereits im Einsatz, aber trotzdem gibt es verschiedene Tipps, wie man mit der Hitze besser umgehen kann oder auch, worauf es achten gilt. Dabei ist nicht jeder Tipp umsetzbar, denn das Meiden von Fahrten zur Mittagsstunde zum Beispiel ist für jemanden, der aufgrund seiner beruflichen Aktivitäten von A nach B fahren muss, wenig hilfreich. Fahren muss man trotzdem, denn der Kunde wartet.

Aber einige Überlegungen kann man sich zumindest wieder in Erinnerung rufen, denn die Hitzetipps sind nicht neu. Aber sie sind jedes Jahr, wenn die Temperaturen steigen, aktuell. Und durch die Veränderungen im Klima werden die Sommer auch immer heißer und speziell in den Städten fast unerträglich, speziell auf den aufgeheizten Straßen.

Tipps für die Autofahrt bei Hitze

a) vor der Fahrt

Auto durchlüften
Bevor man überhaupt seine Fahrt antritt, ist es eine gute Idee, dass man das Auto komplett öffnet und das heißt auch, dass man alle Türen aufmacht und die Luft durchziehen lässt. Das sorgt für ein angenehmeres Raumklima, bevor man sich die Hilfestellung der Klimananlage zunutze macht.

Mittagszeit meiden
Dieser Tipp wird auch für Urlaubsreisen stets angeboten und gilt auch für Menschen, die im Hochsommer gerne Sport betreiben. Da es in der Früh und am Abend angenehmere Temperaturen gibt, macht es Sinn, seine Joggingrunde in diese Zeiten zu verlegen. Das gelingt beim Laufen wohl noch eher, bei der berufsbedingt nötigen Fahrt ist die Mittagsstunde manchmal nicht zu vermeiden.

Wenn man aber die Wahl hat, wäre eine Fahrt am frühen Vormittag oder am Abend besser, weil es einfach angenehmer ist - vorausgesetzt natürlich, dass man dann nicht im Abendverkehr landet und erst recht im aufgeheizten Stau steckt. Wer aber am Land unterwegs ist, kann sehr wohl eine deutlich bessere Fahrsituation vorfinden.

Aufgeheiztes Auto meiden
Losgelöst von der Klimaanlage heizt sich das Auto in der Sonne schnell auf. Daher sollte man es meiden, wenn man nicht fahren muss und das heißt auch, dass man es nicht aufsucht, wenn man kurz etwas zu erledigen hat. Eine Notiz kann man auch außerhalb schreiben und einen Stadtplan kann man ebenfalls außerhalb des Fahrzeugs studieren, bevor man losfährt, um sein Ziel zu erreichen.

In dem Zusammenhang gilt auch der Tipp für Mitreisende. Weder kleine Kinder noch Hunde oder andere Haustiere haben in einem aufgeheizten Auto etwas verloren. Ein schattenloser Parkplatz und die hoch am Himmel stehende Sonne können dafür sorgen, dass es Raumtemperaturen bis zu 70 Grad Celsius gibt.

Batteriecheck
Gibt es eine Hitzewelle, dann mehren sich die Meldungen in den Medien, dass die Verkehrsclubs oft ausrücken müssen, um bei Batterieproblemen zu helfen. Durch die ungewohnten Temperaturen kann es nämlich sehr schnell zu dem Effekt kommen, dass die Leistung der Batterie nachlässt. Ist man sich nicht sicher, in welchem Zustand die Batterie sich befindet, sollte man vor dem Hochsommer eine zusätzliche Überprüfung durchführen lassen. An sich sollte mit dem Frühjahrscheck die Aufgabe umgesetzt sein, aber nicht jeder wählt diesen Weg.

Aufheizen reduzieren
Mit einfachen Hilfsmittel kann man beträchtliche Temperaturen einsparen. Eine Idee ist die Sonnenschutzblende, die aus Karton gefertigt ist und unter die Windschutzscheibe gelegt wird. Damit reduziert sich das Aufheizen des Innenraumes um bis zu 25 Grad Celsius.

Die zweite Idee ist eine Matte mit Silberbeschichtung, die man außen auf die Windschutzscheibe legt. Sie reflektiert die Hitze und verhindert damit, dass sich die Scheibe nicht so leicht aufheizen kann.

Ein wichtiger Tipp für Familien mit kleinen Kindern ist im Zusammenhang mit dem Kindersitz zu nennen. Wenn man diesen nämlich mit einem Tuch abdeckt, kann die Oberfläche, also der Bezug des Sitzes, nicht so leicht aufgeheizt werden. Generell gilt überhaupt, die Temperatur des Kindersitzes zu messen, ehe man das Kind hineinsetzt. Vielleicht sollte man doch ein paar Minuten durchlüften, bevor man die Fahrt antritt. 

b) während der Fahrt

21 bis 23 Grad im Auto
Für Wohnräume gilt der Tipp, dass man 21 Grad Celsius als Wohlfühltemperatur anstreben sollte. Höhere Temperaturen erhöhen die Heizkosten, niedrigere Temperaturen werden von den meisten als zu kühl empfunden. Das ist natürlich von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Für das Autofahren gilt ähnliches, wenngleich die Heizkosten nicht das Argument sind. Empfohlen wird eine Temperatur von 21 bis 23 Grad Celsius und zwar deshalb, weil Untersuchungen bei einer Temperatur von 24 Grad aufwärts erste Mängel in der Konzentration nachweisen konnten. Das bedeutet, dass man bei der Klimaanlage ähnliche Werte anstreben sollte, bei alten Fahrzeugen ohne Klimaanlage ist es schwer, so niedrige Werte zu erreichen und der Tipp mit der günstigeren Fahrzeit am Morgen oder Abend ist noch wichtiger.

Auch Stress ist ein Faktor, der mit der Temperatur einher geht. Je überhitzter man aufgrund der Temperatur ist, desto eher empfindet man Stress und reagiert beim Autofahren auch gereizter.

Pausen einlegen
Hat man eine längere Fahrt vor sich (keine Urlaubsreise!), dann machen mehrere Pausen Sinn. Wieder ist die Konzentration die Grundlage, denn mit der Pause kann man seine Beine vertreten, etwas Frischluft danken und die Batterie wieder auffüllen - diesmal nicht die des Fahrzeugs, sondern sein eigenes Leistungsvermögen. Nicht unterschätzen darf man bei Verwendung der Klimaanlage, dass auch da die konsequent vom Himmel scheinende Sonne eine erhöhte Ermüdung auslösen kann.

Sonnenblende nutzen
Nicht nur die Temperatur ist ein Problem, auch die Sonneneinstrahlung kann zu gefährliche Situationen führen. Im Februar kann man nicht viel machen, wenn die Sonne sehr tief steht, aber im Hochsommer erreicht die Sonne ihre höchsten Punkte am Himmel und mit der heruntergeklappten Sonnenblende reduziert man sehr einfach die Einstrahlung, wobei nicht nur das Autofahren selbst sicherer wird, auch das Aufheizen des Armaturenbretts kann reduziert werden.

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