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Arbeitnehmerveranlagung

Jahresausgleich bei Lohnsteuer

Das Finanzamt ist nicht nur dafür da, Steuern einzuheben und damit den Menschen Geld zu kosten - das allerdings für Sozialleistungen und andere Kosten verwendet werden, die den Menschen Nutzen bringen - es ist auch ein Dienstleistungsbetrieb, der Gutschriften auszahlt und das können durchaus höhere Beträge sein.

Arbeitnehmerveranlagung

Allerdings passiert die Ermittlung einer solchen Gutschrift nicht von alleine, man muss sich schon darum bemühen und zwar mit der ArbeitnehmerInnenveranlagung, die lange Jahre unter dem Titel Jahresausgleich bekannt war und mit Jahresausgleich auch immer noch oft definiert wird. Es handelt sich dabei um ein Verfahren, bei dem man die Finanzbehörde (das Finanzamt) auffordert, die Steuerbelastung im nachhinein nochmals zu hinterfragen.

Dabei gibt es zwei Situationen, durch die eine Gutschrift entstehen kann. Die erste Situation ist die geläufigere und betrifft Sonderausgaben, Versicherungsbeiträge und ähnliche Kosten, die das Finanzamt gar nicht wissen kann. Viele dieser Gelder kann man steuerlich geltend machen und sind in der Versteuerung bis dato nicht berücksichtigt. Außergewöhnliche Belastungen zählen auch zu diesen Kosten, die man geltend machen kann.

Die zweite Situation ist vielen Menschen gar nicht bewusst. Wenn man zum Beispiel mitten im Jahr eine neue Tätigkeit aufnimmt und vorher noch nicht gearbeitet hatte - zum Beispiel nach einem Schulabschluss, der ja Ende Juni erfolgt - dann zahlt man natürlich auch Steuern, aber diese sind auf ein Jahr berechnet. Da man aber nicht ein ganzes Kalenderjahr arbeitet, zahlt man viel mehr Steuern, als eigentlich nötig wäre und über den Jahresausgleich ergo über die ArbeitnehmerInnenveranlagung kann man diese Gelder zurückfordern.

Das Verfahren kann mittlerweile auf drei Ebenen stattfinden: man gibt den Antrag (Antragsformblatt L1) direkt beim Finanzamt ab, schickt es mit der Post oder wählt den elektronischen Weg über das FinanzOnline-Tool, das die österreichischen Steuerbehörden anbieten. Damit stellt man den Antrag per Internet.

Zeit hat man fünf Jahre für den Antrag, also ist das Versäumen eines Jahres noch kein Ausschlussgrund, wenn man ein Guthaben erwartet.

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    Arbeitnehmerveranlagung oder SteuerausgleichArtikel-Thema: Arbeitnehmerveranlagung

    Beschreibung: Die ArbeitnehmerInnenveranlagung, auch Steuerausgleich genannt, ist eine Überprüfung der ermittelten Steuerhöhe.

    letzte Bearbeitung war am: 28. 06. 2020