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E-Bilanz und Finanzbehörde

Pflicht zur E-Bilanz seit 2014

E-Bilanz steht für Elektronische Bilanz. Die Steuergesetzgebung benutzt diesen Begriff für die elektronische Übermittlung der Bilanz samt ihrer Anlagen. Die E-Bilanz löst die herkömmliche, auf Papier übermittelte Bilanz ab. Das Verfahren lässt sich mit "ELSTER", der Elektronischen Steuererklärung, vergleichen.

E-Bilanz oder elektronische Bilanz: worum geht es?

Die Grundlage der E-Bilanz ist die Auflage, dass Unternehmen, die eine Bilanz in der Buchführung erstellen, diese auc hin digitaler Form dem Finanzamt schicken müssen. Diese Auflage gibt es seit 2014, der Abschluss 2012 war das letzte Jahr in dem noch die Papierform zulässig war.

Die E-Bilanz dient als Kommunikationsgrundlage zwischen dem Unternehmen und seinem Finanzamt. Zum einen soll sie Fehler bei der Übernahme der Bilanzdaten von der "Papier-Bilanz" in das Datenverarbeitungssystem der Finanzverwaltung vermeiden. Zum anderen kann mit der E-Bilanz die Verarbeitung der Bilanzdaten innerhalb des Finanzamtes effizienter gestaltet und durch weitere Auswertungsmöglichkeiten optimiert werden.

Die Pflicht zur E-Bilanz in Deutschland

In Deutschland müssen nach der neu eingeführten Rechtslage für die Wirtschaftsjahre, die nach dem 31.12.2012 beginnen, E-Bilanzen übermittelt werden. In der Regel heißt das, dass seit 2013 die E-Bilanz zwingend angewandt werden muss. Abweichungen sind möglich, weil das Wirtschaftsjahr eines Unternehmens nicht mit dem Kalenderjahr übereinstimmen muss. Das Finanzamt verlangt die elektronische Übermittlung der

  • Steuerbilanz oder der Handelsbilanz
  • Gewinn- und Verlustrechnung
  • Ergebnisverwendungsrechnung
  • und bei Personengesellschaften zusätzlich der Kapitalkontenentwicklung.

Für nähere Informationen besuchen Sie die Seite der Fakturierung.

Die E-Bilanz innerhalb der EU

Alle Gesetzgeber innerhalb der EU arbeiten an der elektronischen Übermittlung der Daten zur Steuerermittlung in freiwilliger oder verpflichtender Form. Die Projekte befassen sich zur Zeit überwiegend mit der Übermittlung der Steuererklärungen. Eine Pflicht zur Übermittlung der Bilanzdaten als E-Bilanz besteht bisher aber nur in Deutschland und in Großbritannien. In Österreich ist beispielsweise die Übermittlung der Bilanzdaten auf elektronischem Weg mit Beginn des Jahres 2012 auf freiwilliger Basis möglich. Eine Pflicht gibt es hingegen nicht.

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    E-BilanzArtikel-Thema: E-Bilanz und Finanzbehörde

    Beschreibung: E-Bilanz ist die Verpflichtung von bilanzierenden Unternehmen, ihre Bilanz in digitaler Form den Finanzbehörden zur Verfügung zu stellen.

    letzte Bearbeitung war am: 28. 06. 2020