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Martinssommer und Wetter im November

Zu milder November

Das Martinigansl gibt es am 11. November aufgrund des Martinstages und auch in der Meteorologie gibt es ein Ereignis, das sich auf diesen Tag bezieht: den Martinssommer, der Konsequenzen für das Wetter rund um den Festtag des Heiligen Martin mit sich bringt.

Definition Martinssommer

Der Martinssommer zählt zu den Lostagen und definiert sich dahingehend, dass es rund um den Martinstag, also um den 11. November herum, zu mild ist. In extremer Situation kann es sogar zu einer Art Sommerausbruch führen, denn die Temperaturen sind sehr hoch und es gibt ungewöhnlich viele Sonnenstunden, obwohl es zu dieser Jahreszeit schon kalt werden sollte und der erste Schneefall nicht ungewöhnlich ist - besonders in den Alpenlagen.

Stattdessen bildet sich ein mächtiges Hochdruckgebiet über Mittel- und Osteuropa. Dieses Hochdruckgebiet alleine würde zwar die Sonnenstunden erklären, noch nicht aber die Temperatur. Diese entwickelt sich aus einer Südströmung. Diese Südströmung liefert warme Luft aus Süd- und Südosteuropa und verstärkt daher den Effekt des Hochdruckgebietes noch zusätzlich. Dadurch wird es zu einem Zeitpunkt, an dem man schon an die Winterjacke denkt, ungewöhnlich warm.

Martinssommer und November-Wetter

Der Martinssommer ist somit, wenn er denn zutrifft, ein letztes Aufflackern von warmen und angenehmen Temperaturen rund um den Martinstag, ehe der Winter den Kontinent endgültig fest im Griff hat. Allerdings heißt das nicht, dass der Lostag, wobei es sich in diesem Fall eher um eine Phase und nicht einen Tag handelt, stets richtig ist.

Richtig ist allerdings, dass die November in den letzten Jahren immer milder werden, teilweise sogar extrem mild - aber auch nicht überall. Die Jahre 2013 und 2014 brachten in den Niederungen von Ostösterreich kühle Werte und viel Nebel, aber gleichzeitig war es auf den Bergen - dort wo es kalt sein sollte, ungewöhnlich trockenes, schönes und warmes Wetter. Bei 15 Grad Celsius im Schatten lässt sich herrlich wandern - nur dass es nicht Mai ist, sondern November. Vom Schnee, von einer durchgehenden Schneedecke kann keine Rede sein. Das hat mit dem Martinssommer jetzt gar nichts zu tun, sondern scheint doch mit der Klimaerwärmung einher zu gehen.

Daher kann der Lostag zutreffen, aber man merkt es gar nicht, weil es auf den Bergen ohnehin viel zu mild ist.

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